Gründonnerstag
In den ersten Jahrhunderten der Christenheit ließ die Kirche an dem Donnerstag vor Ostern die Büßer in die Gemeinde zurückkommen. Nach Monaten ohne Teilnahmeberechtigung durften sie wieder zum heiligen Abendmahl. Sie kamen weinend vor Freude – im alten Sprachgebrauch greinend. Daraus wurde Gründonnerstag.
Für Jesus war das damals ein schwerer Tag. Zum letzten Mal saß er mit seinen Freunden beim Essen. Diese Mahlzeit war Abschied und Anfang zugleich. Brot und Wein stiften eine neue Gemeinschaft mit Gott im christlichen Abendmahl. So gesehen ist Gründonnerstag ein Tag voller Freude für alle! Es ist ein Tag voller Farbe und voller Grün. Denn Grün ist die Farbe der Hoffnung, auch im Blick auf die Schöpfung.
Nachtwache vor dem Grab Jesu in manchen Pfarren
Anschließend an das Abendmahl wurde Jesus von Judas verraten und von der römischen Besatzungsmacht festgenommen. In der Nacht von Donnerstag auf Freitag halten manche Pfarren eine Nachtwache vor dem Grab Jesu.