Gemeinsam unterwegs zur Maria vom guten Rat
Der Weg durch die herbstliche Landschaft bot Gelegenheit für Begegnungen, Gespräche und das gemeinsame Unterwegssein. Damit wurde bereits zu Beginn der Visitation sichtbar, worum es dem Bischof besonders geht: Kirche als Gemeinschaft von Menschen, die miteinander auf dem Weg sind.
In seiner Predigt stellte Bischof Manfred Scheuer die besondere Bedeutung des Dörnbacher Wallfahrtsortes heraus. Viele Menschen kommen seit Generationen zur „Maria vom guten Rat“, weil sie in den Fragen und Herausforderungen ihres Lebens Orientierung suchen.
Dabei erinnerte der Bischof an das Wort Marias bei der Hochzeit zu Kana: „Was er euch sagt, das tut.“ Maria gebe nicht sich selbst als Antwort, sondern führe die Menschen zu Christus. Sie höre auf die Sorgen der Menschen, nehme ihre Not wahr und weise auf den hin, der Leben und Zukunft eröffnet.
Ein zentraler Gedanke der Predigt war, dass Gottes Führung und menschliches Handeln zusammengehören. Der „gute Rat“ Gottes nehme den Menschen nicht die Verantwortung ab. Vielmehr lade er dazu ein, die eigenen Fähigkeiten einzusetzen und aktiv den Weg des Evangeliums zu gehen.
So wurde die Wallfahrt nach Dörnbach zu einem eindrucksvollen Zeichen dafür, dass christlicher Glaube nicht Stillstand bedeutet, sondern gemeinsames Unterwegssein: hörend auf Gottes Wort, offen für die Menschen und bereit, den eigenen Weg in Vertrauen zu gehen.
Die Wallfahrtskirche Maria vom guten Rat gehört zu den bedeutenden Wallfahrtsorten Oberösterreichs. Seit Jahrhunderten suchen Menschen hier Trost, Ermutigung und Orientierung. Die Wallfahrtstradition lebt bis heute und erinnert daran, dass Glauben immer auch bedeutet, sich auf den Weg zu machen – äußerlich und innerlich.
Die gemeinsame Wallfahrt zum Auftakt der Visitation hat diese Tradition auf schöne Weise sichtbar gemacht und die besondere Bedeutung Dörnbachs als Ort des Gebets, der Begegnung und des guten Rates erneut ins Bewusstsein gerückt.