Abschied von Josef Aspalter
Mit seinem Tod verliert die Pfarrgemeinde Dörnbach einen Menschen, der über mehr als sechs Jahrzehnte das Leben unserer Pfarre geprägt und mitgestaltet hat. Nicht große Worte, sondern sein verlässliches Handeln, seine Hilfsbereitschaft und sein unermüdlicher Einsatz haben sichtbare und bleibende Früchte getragen.
Seit 1963 brachte sich Sepp mit außergewöhnlichem Einsatz, handwerklichem Können und großer menschlicher Wärme in die Gemeinschaft ein.
Seine Spuren finden sich an vielen Orten unserer Pfarre. Beim Bau des Pfarrzentrums war er als Polier unermüdlich im Einsatz und leistete weit über tausend freiwillige Arbeitsstunden. Zahlreiche bauliche und handwerkliche Arbeiten tragen bis heute seine Handschrift, darunter auch die beiden Vollholz-Eingangstüren unserer Kirche. Wo etwas zu reparieren, zu gestalten oder neu zu schaffen war, konnte man auf ihn zählen.
Besonders geschätzt wurden seine kunstvollen Holzarbeiten, die über viele Jahre die Oster- und Weihnachtsmärkte bereicherten. Dass deren Erlös zur Hälfte der Pfarre und zur Hälfte Menschen in Not zugutekam, entsprach seiner tiefen christlichen Grundhaltung des Teilens und Helfens. Auch die Unterstützung von Priesterstudenten in vielen Teilen der Welt war ihm gemeinsam mit seiner Frau ein Herzensanliegen.
Sepp war aber nicht nur ein begnadeter Handwerker. Er war ein Mensch, der Verbindungen schuf. Mit seiner bescheidenen, humorvollen und wertschätzenden Art brachte er Menschen zusammen und stärkte den Zusammenhalt in unserer Pfarrgemeinschaft. Als langjähriges Mitglied der Katholischen Männerbewegung, als Mitträger zahlreicher pfarrlicher Initiativen und als Initiator der Fußwallfahrten nach Frauenberg war er vielen Wegbegleiter und Vorbild.
Seine Liebe zur Schöpfung, seine Verbundenheit mit den Bergen, sein verantwortungsvoller Umgang mit den ihm anvertrauten Gaben und sein unerschütterlicher Einsatz für andere zeugten von einem Glauben, der nicht viele Worte brauchte, sondern im täglichen Tun sichtbar wurde.
Josef Aspalter hat sich nie in den Vordergrund gedrängt. Gerade dadurch wurde er für viele zu einem glaubwürdigen Zeugen christlichen Lebens. Seine Bescheidenheit, seine Hilfsbereitschaft und seine Verlässlichkeit werden uns in dankbarer Erinnerung bleiben.
Wir danken ihm für alles, was er unserer Pfarrgemeinde geschenkt hat, und vertrauen darauf, dass Gott ihm nun jene Heimat schenkt, auf die er sein Leben lang gehofft und hingearbeitet hat.
Vergelt's Gott, lieber Sepp. Wir werden dir ein ehrendes Andenken bewahren.
(wf)