Ich bin der‚ Ich-bin-da!
Zehn Mädels und neun Burschen wollen das Sakrament der Firmung empfangen und bereiten sich zusammen mit ihren Firmbegleiterinnen Antonela und Andrea auf diesen großen Tag vor.
Das Motto der Firmung dieses Jahr heißt „Freundschaftsanfrage von Gott“. Gott bietet uns Seine Freundschaft an und wartet auf unsere Antwort. Dazu passte die Tageslesung sehr gut über Mose und Seine Begegnung mit Gott, der zu ihm sagte: „Ich bin der ‚Ich-bin-da‘“. Denn das soll uns ganz deutlich machen, wie Gott ist. Er ist für uns da. Und zwar immer und überall. Er will unser Freund sein, der immer an unserer Seite ist und zu dem wir mit allem kommen dürfen, mit unseren Sorgen und mit unserer Freude. Einfach so wie wir sind. Deutlich wurde das auch durch ein Gemälde, das gezeigt wurde, das in der St. Pauls-Kathedrale in London hängt: Auf dem Bild steht Jesus vor einer Tür, die von Efeu und Unkraut völlig zugewachsen ist. Die Tür stellt den Zugang zu unserem Herzen dar. Jesus steht vor dieser Tür und klopft an. Er wartet auf eine Antwort und sagt: „Ich möchte in dein Leben hineinkommen, dir Licht und Liebe bringen.“
Dem Maler hat man oft vorgeworfen, einen Fehler gemacht zu haben. Man hat gesagt: „Sie haben die Türklinke vergessen.“ Und seine Antwort war: „Das war Absicht. An dieser Tür gibt es nur eine Klinke, und die ist auf der Innenseite.“ Anders gesagt, es ist allein unsere Sache, die Tür zu öffnen, um Jesus in unser Leben hineinzulassen. Jesus wird sich uns niemals aufdrängen. Er lässt uns völlige Entscheidungsfreiheit. Es liegt allein an uns, ob wir Ihm die Tür öffnen oder nicht. Aber wenn wir Jesus in unser Leben einladen, verspricht Er, uns niemals zu verlassen. Bei der Taufe haben das die Eltern entschieden, in der Firmung sind nun die Kinder selber gefragt, ob sie Jesus die Tür öffnen wollen in ihr Leben.
Während der Sonntagsmesse und auch danach beim Fastensuppenessen hatten die Firmlinge nicht nur die Gelegenheit, sich vorzustellen sondern sich auch gleich richtig ins Leben unserer Pfarre einzubringen. Egal ob beim singen oder beim Fürbitten lesen, beim Suppen servieren oder Getränke ausschenken, beim Kuchen backen oder abspülen – alle haben sich total engagiert eingebracht und zusammen mit unseren sehr fleißigen Suppenköchinnen im voll besetzten Pfarrsaal ein nettes Beisammensein ermöglicht. Ein großes Vergelt’s Gott an alle!