Start der Glockensanierung von St. Stephan
Ein nicht alltägliches Ereignis konnten interessierte Personen am 10. Oktober im Umkreis der Stadtpfarrkirche St. Stephan beobachten: Die kleinste, jedoch älteste Glocke des Geläutes von St. Stephan schwebte neben dem Turm zur Erde, um bei dem erfahrenen Braunauer Kunstschmied Wolfgang Auer nach den historischen Regeln des Handwerks restauriert zu werden.
Der Name der Glocke, "Zügenglocke", mutet vielleicht auf den ersten Blick etwas eigenartig an, geht jedoch darauf zurück, dass es sich um eine sogenannte Sterbeglocke handelt, die eben läutet, wenn ein Mensch "in den letzten Zügen liegt". Sie hat einen Durchmesser von 60 cm und wiegt 120 kg. Eine weitere Besonderheit ist, dass sie von einem Braunauer Glockengießer, Josef Sallöck, im Jahre 1746 gegossen wurde. Auf ihr sind das Kruzifix, der Heilige Josef und die Heilige Barbara abgebildet mit der Inschrift:
S. Joseph, S. Barbara orate pro nobis
Die Sanierung der Zügenglocke ist Teil der großen Innenrenovierung der Stadtpfarrkirche, die in den nächsten Jahren mit Unterstützung möglichst vieler Menschen stattfinden wird. Neben der Glocken-Sanierung steht als nächstes an die Restaurierung der wertvollen Kirchenfenster. Wenn Sie dazu einen Beitrag leisten wollen, freuen wir uns und verweisen auf
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