Auf dem Mariazellerweg von Salzburg bis zum Offensee – 31.8.-3.9.2026
Um 9 Uhr kamen wir in Salzburg mit dem Zug an. Nach dem Mirabellgarten mit Blick auf die Festung Hohensalzburg erklommen wir den Kapuzinerberg, wo wir von Bruder Hans den Pilgersegen erhielten. Er führte uns auch in den Garten des Klosters und ermöglichte uns so einen atemberaubenden Blick über Salzburg!
Als „Kirche auf dem Weg“ pilgerten wir über Guggenthal nach Koppl und lasen zwischendurch die Impulstexte auf den 14 kleinen Tonkirchen. In Ebenau, der einzigen Floriankirche in der Diözese Salzburg, beschlossen wir den ersten Tag. Im Gasthaus Obermayr ließen wir uns das sehr gute Abendessen und das tolle Frühstück schmecken.
Sehr früh brachen wir auf nach Faistenau und bei der Jägerwirtin in Unterellmau, die jetzt nur mehr Übernachtungen anbietet, durften wir unsere mitgebrachte Jause verzehren. Frau Zopf erzählte uns die berührende Entstehungsgeschichte der wunderschönen Dreifaltigkeitskapelle in ihrem Garten. Sie ging uns allen sehr zu Herzen und wird uns als beeindruckendes Beispiel des Gottvertrauens in Erinnerung bleiben!
Beim Pilgern auf dem Wolfgangweg 2023 wählten wir den Weg über den Falkenstein. Doch heuer genossen wir die Schifffahrt über den Wolfgangsee von St. Gilgen bis nach Strobl. Frisch motiviert folgten wir noch dem Weg entlang der Ischl als Tagesausklang.
Auch am 3. Tag pilgerten wir neben der Ischl und gingen dann auf dem Soleleitungsweg, der ältesten Pipeline der Welt, von Bad Ischl bis Ebensee. „Ihr seid das Salz der Erde!“ – ein passendes Tagesthema.
Das ausgezeichnetes Frühstück in der Pension Ahammer stärkte uns für den Aufstieg zum Offensee, wo wir den Rundweg für den spirituellen Abschluss nutzten. Dieser beschauliche See mit seinem Farbenspiel im Sonnenlicht war ein passender Ort für den Sonnengesang von Franz von Assisi. Bei der Jausenstation Seeau ließen wir die Wanderung nachklingen und die Seeidylle auf uns wirken. Mit dem „Wander-Bus“ fuhren wir zurück nach Ebensee und nach der Einkehr im Gasthaus Auerhahn mit dem Zug nach Hause.
Auch heuer war uns wieder optimales Wanderwetter beschert. Die saftigen Wiesen, glasklaren Gewässer und die Berggipfel rund um uns waren eine Augenweide. Bereichert durch viele Eindrücke, Gespräche und das gute Miteinander innerhalb der Pilgergruppe, freuen wir uns schon auf die Fortset-zung des Weges im nächsten Jahr!
Text: Eva Nöbauer
Foto: Josef Nöbauer