Liebstattsonntag
Am Liebstattsonntag bot sich den Kirchenbesuchern ein ungewöhnlicher Anblick:
Vor dem Altar war eine Mauer aufgebaut. Das Kindergottesdienstteam wollte damit sichtbar machen, dass Mauern unterschiedliche Bedeutungen haben können – sie können schützen, aber auch trennen. Besonders ging es um jene unsichtbaren Mauern, die zwischen Menschen oder zwischen Mensch und Gott entstehen.
Die Kinder legten symbolisch „Gegensteine“ auf die Mauer – Dinge, die uns im Alltag oft daran hindern, unsere Mitmenschen und ihre Bedürfnisse wahrzunehmen. Dazu zählen etwa Handy, Computer oder Fernseher, die uns viel Zeit rauben und uns vergessen lassen, was im Leben wirklich wichtig ist.
Nach den Fürbitten wurde die Mauer schließlich Stein für Stein abgetragen. Dahinter kam der auferstandene Jesus zum Vorschein. Dieses Zeichen machte deutlich: Jesus soll im Mittelpunkt unseres Lebens stehen – und nichts und niemand sollte uns von ihm trennen.
Im Anschluss an den Gottesdienst konnten Liebstattherzen und Palmbuschen von den Goldhaubenfrauen erworben werden.