Zustimmung erforderlich!Bitte akzeptieren Sie Cookies von "piwikpro" und laden Sie die Seite neu, um diesen Inhalt sehen zu können.
Seitenbereiche:
  • zum Inhalt [Alt+0]
  • zum Hauptmenü [Alt+1]

Hauptmenü schließen
  • Unsere Pfarrgemeinde
  • Pfarrleben
Hauptmenü ein-/ausblenden Startseite Suche ein-/ausblenden Barrierefreiheit-Einstellungen ein-/ausblenden
Pfarre Aigen im Mühlkreis
Pfarre Aigen im Mühlkreis
Barrierefreiheit Einstellungen
Schriftgröße
  • A: Schriftgröße: normal
  • A: Schriftgröße: groß
  • A: Schriftgröße: sehr groß
Kontrasteinstellungen
  • A: Standardfarben
  • A: Gelb auf Schwarz
  • A: Schwarz auf Gelb
  • A: Weiss auf Blau
  • A: Blau auf Weiss
Inhalt:

Predigt 13.9.2026

von Pfarrer Wolfgang

Liebe Schwestern und Brüder!
Ein einziger Jubelschrei ging kürzlich durch die Menge der Fans, als die beiden Brüder Liam und Noel aus der britischen Rockband Oasis wieder gemeinsam auf die Bühne traten. Nach jahrelangem Streit, wo sie nichts miteinander redeten, kann die Band nun wieder aktiv sein. Versöhnung, Vergebung. Wie schön, wenn es das gibt. Sie verändert die Welt.

Täglich erleben wir so viel Unversöhnlichkeit. Nicht nur Kriege, die nicht enden wollen und so viel Unbeteiligte hineinziehen. Hass, der sich nicht legen will, ja oft sogar gesät wird, um ein ganzes Volk zu spalten. Streitigkeiten nichtselten um des Kaisers Bart letztlich in Religionsfragen, in der Ausfaltung des Glaubens. Schon in der nächsten Umgebung zu finden. Nachbarn, die nicht mehr miteinander reden, und wenn schon, dann sitzt im hintersten Winkel des Herzens immer noch der Gram. Nachtragend. Da ist der Partner, dem ich gewisse Verhaltensweisen einfach nicht nachsehen kann. Die berühmte Zahnpastatube, die schließlich das Fass zum Überlaufen bringt und zur Trennung führt. Einen wirklichen Schlussstrich ziehen, das fällt uns Menschen schwer. Das schwingt in der Frage des Petrus mit: Wie oft muss ich vergeben? 7 mal? Kann es nicht einmal zu viel werden? 77 mal, und das bedeutet Immer! Woher dieser große Anspruch, diese Überforderung. Ja, Gott tut es. Er ist der König in diesem Gleichnis. Wir können nicht leben ohne die Vergebung. Auf keiner Seite. Der Schuldiggewordene bittet um Vergebung. Und sie wird ihm gewährt. Wenn einer darum bittet, dann ist schon Einsehen da: Ja ich habe gefehlt. Es tut mir weh, auch deinetwegen. Die Atmosphäre ist vergiftet. Auf Dauer halt ich das nicht aus. Bitte! Kann man da hart bleiben? Gott tut es nicht. Aber wir Menschen? Und das ist sogar verständlich manchmal. Schon der große Philosoph Nietzsche stellt ernüchternd fest: Manchmal ist es einfacher, um Vergebung zu bitten als die Hand zur Vergebung auszustrecken.
Und auf der anderen Seite: wenn wir nicht vergeben können? Was passiert da mit mir? Ich gebe der Verbitterung Raum und Macht über mich. Und das vergiftet mein Leben. Ich nähre das Böse in mir und es zerfrisst meine Seele. Es raubt mir den Schlaf und die Energie. Aber gerade darum braucht es eine ungeheure Anstrengung der seelischen Kräfte, dazu nein zu sagen. Ich will das nicht. Ich will leben. Ich vergebe um meinetwillen, auch wenn es der andere gar nicht weiß. Wie befreiend das doch wäre! Aber Gott verzeiht mir auch das Nicht vergeben können, wenn ich selbst darunter leide. Wir können nicht leben, ohne aneinander schuldig zu werden.
Vielleicht ist das eine Lehre aus diesem Gleichnis. Das Sieb wie beim Getreide zu kontrollieren. Wie fein ist mein Gewissen eingestellt. Wann schlägt es an? Manche spüren gar nicht mehr, was sie bei sich alles durchgehen lassen, bei anderen meldet es sich schon, wenn sie vergessen haben, dem Gast ein Glas Wasser anzubieten. Gerade im Bereich der Medien ist ein Schuldempfinden schon sehr abhandengekommen, dafür wird umso mehr bei allem ein Schuldiger gesucht.
Die Einsicht: „Selbst der Gerechte fällt siebenmal am Tag“ gesteht sich schon der Beter in den Psalmen vor zweieinhalbtausend Jahren ein. Es ist der Schlüssel, im Kleinen zu beginnen, sich selbst zu erkennen, um den Nächsten aushalten zu können und zu vergeben.
 

zurück

nach oben springen
  • Kontakt
    • Impressum
    • Datenschutz
Pfarre Aigen im Mühlkreis


Hauptstraße 14
4160 Aigen-Schlägl
Telefon: 07281/6277
Mobil: 0676/8776-5004
Telefax: 07281/6277
pfarre.aigen@dioezese-linz.at
https://www.dioezese-linz.at/aigen

H. Pfarrer Wolfgang Groiss

Tel. 07281 8801 bzw. 0676 8776 5004

Katholische Kirche in Oberösterreich
Diözese Linz

Herrenstraße 19
4020 Linz
Ihr Kontakt zur
Diözese Linz
anmelden
nach oben springen