Mi. 05.08.26
„Der Dom wirkt zu jeder Tageszeit“
Der Linzer Bürgermeister Dietmar Prammer im Gespräch mit Claudia Riedler-Bittermann.
Wie oft haben Sie in Ihrem beruflichen Alltag Zeit, wie hier im Domcenter eine Tasse Kaffee zu genießen?
In einem Kaffeehaus bin ich selten. Im Domcafé war ich jedoch schon mehrmals zu Gast, zuletzt im Rahmen des Stream Festivals in Linz sowie bei Konzerten von Klassik am Dom. Das Domcenter habe ich bereits als Mitglied des Gestaltungsbeirats kennengelernt. Ich halte es für einen sehr gelungenen Zubau, der den Mariendom für Menschen öffnet, die sonst vielleicht nicht den Weg in eine Kirche finden würden. Im Mariendom selbst war ich zuletzt leider aus traurigen Gründen: bei den Verabschiedungen von Bischof Aichern und Altlandeshauptmann Ratzenböck.
Warum unterstützt die Stadt Linz die Initiative Pro Mariendom?
Die ideelle und finanzielle Unterstützung des Mariendoms hat in Linz eine lange Tradition. Die Stadt bekennt sich klar zu diesem Bauwerk und steht in einem guten Austausch mit der Dompfarre und den Seelsorger:innen. Der Mariendom ist die größte Kirche Österreichs und ich bekomme häufig positive Rückmeldungen. Darauf bin ich als Bürgermeister einer säkularisierten Stadt besonders stolz. Wenn ich internationale Gäste empfange, empfehle ich ihnen immer, den Mariendom zu besichtigen. Zuletzt waren das Vertreter:innen unserer Partnerstädte Linköping, Norrköping, Halle (Saale) und Berlin-Charlottenburg.
Was bedeutet der Mariendom für die Linzer:innen?
Er ist unser Wahrzeichen, ein Mittelpunkt und wichtiger Treffpunkt in der Stadt. Besonders beeindruckend ist der Blick vom Freinberg aus. Von dort zeigt sich der Dom in seiner ganzen Pracht, während man in der Stadt oft nur seine Spitze über den Dächern sieht. Wenn mich Schulklassen im Rathaus besuchen und wir auf der großen Stadtkarte bekannte Bauwerke suchen, ist der Dom immer dabei. Viele Kinder erkennen ihn sofort, weil sein Grundriss von oben die Form eines Kreuzes hat. Darüber hinaus sind die Pfarren wichtige Anlaufstellen in den Stadtteilen – auch für Menschen, die nicht katholisch sind.