Zustimmung erforderlich!Bitte akzeptieren Sie Cookies von "piwikpro" und laden Sie die Seite neu, um diesen Inhalt sehen zu können.
Seitenbereiche:
  • zum Inhalt [Alt+0]
  • zum Hauptmenü [Alt+1]

Hauptmenü schließen
  • Kennenlernen & Begegnen
  • Glauben & Feiern
  • Entdecken & Erleben
  • Informieren & Unterstützen
  • Pro Mariendom
Hauptmenü ein-/ausblenden Startseite Suche ein-/ausblenden Barrierefreiheit-Einstellungen ein-/ausblenden
Barrierefreiheit Einstellungen
Schriftgröße
  • A: Schriftgröße: normal
  • A: Schriftgröße: groß
  • A: Schriftgröße: sehr groß
Kontrasteinstellungen
  • A: Standardfarben
  • A: Gelb auf Schwarz
  • A: Schwarz auf Gelb
  • A: Weiss auf Blau
  • A: Blau auf Weiss
Inhalt:
Di. 29.09.26

Mutig wie Maria

Martina Resch

Frauenbilder hinterfragen, neue Perspektiven entdecken und ins Gespräch kommen: Im Oktober lädt die DonnaStage wieder zum feministischen Diskurs in den Mariendom.

 

Maria ist allgegenwärtig im Mariendom. Doch welches Bild von ihr sehen wir eigentlich? Für die Theologin Martina Resch ist sie weit mehr als die fromme, gehorsame Hausfrau, zu der sie über Jahrhunderte gemacht wurde. „Maria ist eine Projektionsfläche“, sagt sie. Über lange Zeit sei ein sehr spezifisches Marienbild vermittelt worden: eine junge Frau, die gleichzeitig Jungfrau und Mutter ist – ein Ideal, an dem sich Frauen orientieren sollten. Resch interessiert dagegen Maria als junge, kritisch denkende und mutige Frau.

Genau solche Bilder nimmt die Veranstaltungsreihe DonnaStage in den Blick. Sie versteht sich als solidarische Bühne für feministischen Diskurs. 2026 steht das Thema Mutterschaft im Mittelpunkt – aus unterschiedlichen Perspektiven und Lebensrealitäten. Moderiert und organisiert wird die Reihe von Martina Resch gemeinsam mit Anna Minta, Kunsthistorikerin an der KU Linz, und Abena Carty-Pinner, Leiterin des Frauenbüros Linz.

 

Maria in den Religionen

Zum Auftakt wird Maria interreligiös betrachtet. Denn nicht nur im Christentum, auch im Islam ist sie eine wirkmächtige Figur. Unter der Frage „Heilige Maria – Mutter und mehr?“ geht es darum, welche Vorstellungen von Frau- und Muttersein mit Maria verbunden sind und was diese Bilder bis heute mit dem Leben von Frauen zu tun haben.

Resch interessiert dabei besonders eine andere Lesart Marias: jene der jungen Frau, die überraschend schwanger wird und sich darauf einlässt, ihre eigene Geschichte mit Gott und der Welt zu gehen. „Wenn das nicht mutig ist“, sagt sie.

Damit führt DonnaStage unmittelbar zu Fragen der Gegenwart. Was heißt es heute, Frau oder Mutter zu sein? Wer prägt diese Vorstellungen? Und lassen sich Mutterschaft und Emanzipation überhaupt miteinander vereinbaren? Für Resch muss Mutterschaft kein Ausschlusskriterium für ein selbstbestimmtes Leben sein, sie könne vielmehr auch eine transformative Erfahrung sein. Gleichzeitig werde Gleichberechtigung für viele Frauen spätestens mit der Mutterschaft brüchig. Care-Arbeit solidarisch aufzuteilen und immer wieder auf strukturelle Hindernisse hinzuweisen, sei deshalb ein wichtiger Teil des Diskurses.

 

Unterschiedliche Lebensrealitäten

Dabei soll nicht der Eindruck entstehen, es gebe die eine weibliche Perspektive. Unterschiedliche Generationen und Lebensrealitäten kommen miteinander ins Gespräch; Perspektiven aus Wissenschaft, Frauenbewegung und von Frauen mit Migrationsgeschichte finden Platz. „Nicht jede Perspektive kann abgedeckt werden“, sagt Resch. Umso wichtiger sei es, Unterschiede sichtbar zu machen und den Austausch darüber zu ermöglichen.

Die Theologin erlebt die Solidarität bei DonnaStage als besonders wertvoll. Katholikinnen, Aktivistinnen und Künstlerinnen begegnen einander im Mariendom mit einem gemeinsamen Interesse an Frauenfragen. Dass dabei auch Kooperationen wie jene mit dem Frauenbüro entstehen, zeigt für sie, was ein Kirchenraum ermöglichen kann: ein gastfreundlicher Ort auch für Menschen mit anderen Perspektiven zu sein.

Seit 2024 hat sich DonnaStage als Veranstaltungsreihe im Mariendom profiliert. Auch nach der Kontroverse um Esther Strauß’ „Crowning“ – eine Darstellung der gebärenden Maria, die 2024 im Dom geköpft wurde – wurde der Diskurs fortgesetzt. Theorie und Praxis sollen dabei auf Augenhöhe zusammenkommen. Eine Grundlage dafür ist die Broschüre „Licht.Schatten.Dasein. Frauenbilder im Mariendom“, die mittlerweile in zweiter Auflage vorliegt.

 

Gestärkte Frauen

Resch wünscht sich, dass die Besucher nach einer DonnaStage spüren: Hier ist ein Prozess in Gang, der nicht abreißt. Wenn man hinter einer Idee stehe und dafür Resonanz und Rückendeckung bekomme, zeige sich, dass es sich lohne, weiterzumachen. Der Mariendom soll dabei ein Ort sein, an dem Frauen und Männer einander begegnen, sich austauschen und kritischen Dialog üben können – konstruktiv, auch kontrovers, ohne Auseinandersetzungen persönlich zu nehmen.

Vor allem aber sollen Frauen gestärkt und inspiriert nach Hause gehen. Sie sollen Mut und Kraft für ihre eigenen Lebens- und Arbeitskontexte mitnehmen – und die Erfahrung: Ich bin nicht allein.

 

Veranstaltungen der DonnaStage 2026:

  • 13. Oktober 2026, 19.00 Uhr, Domcenter Linz: Heilige Maria – Mutter und mehr. Das emanzipatorische Potenzial Mariens in den Religionen
  • 29. Oktober 2026, 19.00 Uhr, Domcenter Linz: Feminismus und Mutterschaft – (un)vereinbar? Ein Gespräch zwischen den Generationen

Eintritt frei!

 

In Kooperation mit dem Frauenbüro der Stadt Linz und der Katholischen Privat-Universität Linz.

 

Text: Claudia Riedler-Bittermann

zurück

nach oben springen
  • Kontakt
    • Impressum
    • Datenschutz
Mariendom Linz


Domplatz 1
4020 Linz
Telefon: 0732/946100
domcenter@dioezese-linz.at
https://www.mariendom.at

Öffnungszeiten des Mariendoms

Montag bis Samstag: 8.00 bis 19.00 Uhr 

Sonn- und Feiertage: 8.00 bis 19.15 Uhr 

 

Besichtigungen sind während der Gottesdienste und Veranstaltungen nicht möglich

Katholische Kirche in Oberösterreich
Diözese Linz

Herrenstraße 19
4020 Linz
Ihr Kontakt zur
Diözese Linz
anmelden
nach oben springen