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Fr. 13.02.26

Die Frau unter der Goldhaube

Christine Huber

„Der Mariendom ist unsere Heimat“, sagt Christine Huber. Für die neue Landesvorsitzende der Goldhaubenfrauen ist er zugleich ein persönlicher Kraftplatz.

Anfang Februar übernahm die 63-Jährige den Vorsitz der Goldhauben-, Kopftuch- und Hutgruppen in Oberösterreich von Martina Pühringer. Damit vertritt sie rund 18.000 Frauen mit der goldbestickten Kopfbedeckung. Ihre eigene Goldhaube entstand bereits vor mehr als 40 Jahren. „Ich habe meiner Mutter zugesehen, wie sie stickte – und wollte das auch“, erinnert sich Huber, die in Waizenkirchen aufgewachsen ist.

 

Als sie später heiratete und ins Innviertel nach Taufkirchen an der Pram zog, suchte sie Anschluss – und fand ihn in der Goldhaubengruppe. Sie bekam ihr erstes Goldhaubenkleid aus Seide und ging 1994 erstmals bei einer Fronleichnamsprozession mit. Ein großer Moment, begleitet von einem kleinen Fauxpas: „Ich hatte mir kurz davor die Haare gewaschen. Sie waren so rutschig, dass ich ständig Angst hatte, die Haube zu verlieren.“ Am Ende blieb ein steifer Nacken – und eine Erfahrung mehr.

 

Einmal Obfrau, immer Obfrau

„Wenn ich etwas mache, dann richtig“, sagt Huber. Schon bald engagierte sie sich intensiver und wurde 1996 Obfrau der Gruppe in Taufkirchen/Pram. Es folgten Stationen im Bezirksvorstand Schärding, ehe sie 2002 zur Bezirksobfrau gewählt wurde. „In dieser Zeit erlebten die Goldhauben einen richtigen Aufschwung“, erzählt sie. Die Gruppe wuchs, wurde sichtbarer, präsentierte sich bei der Landesausstellung und war in Sepp Forchers TV-Sendung „Klingendes Österreich“ zu sehen. Ein Höhepunkt war auch der Papstbesuch: 1200 Goldhaubenfrauen aus Oberösterreich. „Und wir haben die 1400 Erntebüscherl gemacht“, erinnert sich Christine Huber an das bewegende Ereignis.

 

Feuer und Flamme für den Dom

Im Jahr 2007 veränderte eine Scheidung ihr Leben grundlegend. Huber zog nach Gallneukirchen und schloss sich der Linzer Goldhaubengruppe an.

In dieser Zeit wurde der Mariendom für sie ein wichtiger Ort. „Ich habe mich oft in die letzte Reihe gesetzt und mir Kraft geholt“, sagt sie. Kennengelernt hatte sie den Dom bereits 1996 beim 20-Jahr-Jubiläum der Goldhaubenfrauen. „Der Dom war damals voll mit Goldhauben – ich war sofort Feuer und Flamme.“

 

Auch in Linz wurde sie bald zur Obfrau gewählt und organisiert seit 2010 die Aktivitäten der Gruppe. Rund 50 Frauen gehören ihr an – die älteste ist 101 Jahre alt, die jüngste im Vorstand 22. „Wir sind eine der ältesten Gruppen, und das Beste ist: Wir sind beim Mariendom“, sagt Huber.

Die Linzer Goldhaubenfrauen finanzieren Renovierungen an kulturellen Gütern, etwa am Turmkreuz, und unterstützen zahlreiche soziale Projekte, vor allem für Kinder und Frauen. Rund 3500 Euro werden jährlich gespendet – erwirtschaftet bei Veranstaltungen wie dem „Advent am Dom“.

 

Kirchen und Gemeinschaft

Bei kirchlichen Festen im Mariendom sind die Goldhaubenfrauen stets präsent. „Dann haben wir einen fixen Platz – sichtbar für alle“, sagt Huber. Die pensionierte Schuldirektorin ist zudem Präsidentin des Forums Volkskultur, Mitglied im Kollegium der Bischof-Rudigier-Stiftung, im Landeskulturbeirat für Volkskultur – und eine der Domfrauen. Diese Rolle brachte ihr eine biografische Erkenntnis: „Bei meinen Erzählungen bemerkte ich, dass alle Orte, in denen ich gelebt habe, Kirchen-Orte sind –geboren in Grieskirchen, aufgewachsen in Waizenkirchen, erstmals verheiratet in Taufkirchen, als Lehrerin in Prambachkirchen, jetzt in Gallneukirchen und so weiter.“

 

Neben Tradition und Brauchtum ist ihr vor allem die Gemeinschaft der Goldhaubenfrauen wichtig. „Ich möchte etwas bewegen, aber auch andere einbinden und stärken“, sagt die neue Landesvorsitzende. Heuer feiern die Goldhauben ihr 50-Jahr-Jubiläum mit einem großen Symposium im Oktober. Bereits im April steht eine Reise nach Rom mit Bischofsvikar Johann Hintermaier auf dem Programm. „Darauf freue ich mich sehr.“

 

Text: Claudia Riedler-Bittermann

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Mariendom Linz


Domplatz 1
4020 Linz
Telefon: 0732/946100
domcenter@dioezese-linz.at
https://www.mariendom.at

Öffnungszeiten des Mariendoms

Montag bis Samstag: 8.00 bis 19.00 Uhr 

Sonn- und Feiertage: 8.00 bis 19.15 Uhr 

 

Besichtigungen sind während der Gottesdienste und Veranstaltungen nicht möglich

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Herrenstraße 19
4020 Linz
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