Thursday 21. November 2019

"Der Abend kommt..."

23. Oktober 2016

Mit geistlicher Chor- und Orgelmusik begeisterte das Konservatorium für Kirchenmusik der Diözese Linz am 23. Oktober 2016 beim Konzert "Der Abend kommt..." im Rahmen der Alberndorfer Kulturtage.

'Der Abend kommt...'

 

Ein Abend, um innezuhalten und auf den eigenen Ton zu hören. Den eigenen Rhythmus wiederzufinden. Sich Zeit zu nehmen. Zeit für Musik. Zeit für Gott. Zeit für sich. Ermöglicht haben dies Studierende des Konservatoriums für Kirchenmusik der Diözese Linz, die – von ihren Lehrenden Michaela Aigner, Wolfgang Kreuzhuber, Andreas Peterl, Marina Ragger und Heinz Reknagel betreut und begleitet – in der Pfarrkirche Alberndorf ein Konzert unter dem Motto "Der Abend kommt..." mit geistlicher Chor- und Orgelmusik gestalteten.

 

ABCD der Orgelmusik - Alain, Bach, Couperin und Dubois!

 

Nach einer Begrüßung durch Pfarrgemeinderatsobmann Andreas Auer und Wolfgang Kreuzhuber als Direktor des Konservatoriums für Kirchenmusik der Diözese Linz wurde das Konzert mit drei Orgelstücken aus der "Messe à l‘usage des Paroisses" von François Couperin eröffnet. Daran schloss sich der auswendig vorgetragene Kanon "Vanitas vanitatum" von Jan Pieterszoon Sweelinck des Chores des Konservatoriums für Kirchenmusik der Diözese Linz an. 

 

Auf Bachs berühmte "Fuge in g-Moll" (BWV 578) und dem "Poco lento in f-Moll" (FWV 41/41) aus César Francks "L'Organiste" folgte schließlich das "Offertoire 'La madone'" der französischen Komponistin und selbständigen Berufsmusikerin Cécile Chaminade (1857-1944), über die der Komponist und Schriftsteller Ambroise Thomas in den 1880er-Jahren gesagt haben soll: "Es ist unglaublich! Es ist kein junges Mädchen, das komponiert, es ist ein Komponist!"[1]

 

Cécile Chaminade: La Nef Sacrée, op. 171: Offertoire "la Madone" (Ausschnitt) - Orgel: Carolin Landschützer

 

Auf diese französischen Klänge folgte ein skandinavisches Chorstück von Þorkell Sigurbjörnsson mit dem Titel "Höre, Himmelsschöpfer" (der isländische Originaltext "Heyr Himna Smiður" stammt übrigens aus dem 13. Jahrhundert!). Mit Théodore Dubois' "Elevation" stimmte man die Zuhörer schließlich auf die romantischen Klänge von Joseph Gabriel Rheinbergers "Messe in f-Moll für Chor und Orgel" ein.

 

Joseph Gabriel Rheinberger: Messe in f-Moll für Chor und Orgel, op. 159: Agnus Dei (Ausschnitt) - Chor des Konservatoriums für Kirchenmusik der Diözese Linz, Orgel: Martin Kaltenbrunner, Leitung: Simon Eitzlmayr

 

Daran schlossen Klänge von César Francks "Pastorale in E" (FWV 31) und Jehan Alains "Choral dorien" (JA 67) an, bevor der Chor unter der Leitung von Andreas Peterl das Konzert mit der englischen Volksweise "Der Abend kommt" beschloss. 

 

Stimmungsvolle Atmosphäre und herzlicher Empfang!

 

Der von weitem sichtbare Kirchturm der Pfarrkirche Alberndorf. Die einladenden Botschaften an den Türen. Der helle, warme Kirchenraum mit den weiten Rundbögen des Kuppelgewölbes. Die sängerfreundliche und wohltuende Akustik im Raum. Die klangschöne Orgel des Freiburger Orgelbaus Späth auf der Empore. Der herzliche Empfang durch die Pfarrverantwortlichen und die Alberndorfer. Die vielen gut gefüllten Kirchenbänke beim Konzert. Der fast nicht enden wollende Applaus nach dem Schlusslied. Das sind nur einige Gründe, warum es für das Konservatorium für Kirchenmusik ein Genuss war, in der Riedmark bei den Alberndorfer Kulturtagen 2016 zu Gast zu sein.

 

Der Chor des Kons Linz im Einsatz
Studentin Carolin an der Späth-Orgel
Student Simon am Dirigentenpult
Chorleiter Andreas Peterl beim Schlusslied
Orgelpfeifen der Späth-Orgel
Student Martin mit Direktor Wolfgang Kreuzhuber an der Orgel
Gut gefüllt war die Alberndorfer Pfarrkirche
... und gut gefüllt war auch der Magen!

Noch mehr Bilder vom Konzert gibt's in der Bildergalerie!

 

Besonderer Dank gilt Pfarrer Amala Raj und Pfarrgemeinderatsobmann Andreas Auer, die die Studierenden und Lehrenden des Konservatoriums für Kirchenmusik der Diözese Linz herzlich empfingen und bestens betreuten - vorher und nachher. Für das leibliche Wohl sorgte ein fleißiges und umsichtiges Team an großen und kleinen Helfern.

 

Quellenangabe:

[1] Zitiert nach: Citron, Marcia J. (1988): Cécile Chaminade: A Bio-bibliography. Connecticut: Greenwood Press. S. 24.

 

(sp)

Kons Linz im Bild
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