AdventLICHT
Möglicherweise ist es die Großmutter, die schon längere Zeit auf einen Besuch ihres Enkels im Altersheim wartet.
Vielleicht ist es aber auch der Kranke, der im Spital hofft, dass ihm jemand einfach nur zuhört und seine Ängste wahrnimmt.
Möglicherweise ist es die Freundin, die weit weg wohnt und sich mal wieder nach einem freundlichen Gespräch sehnt.
Vielleicht ist es aber auch der Arbeitskollege, der in der Pause nur darauf wartet, gefragt zu werden, wie es ihm wirklich geht.
Möglicherweise ist es der Partner, der in der Hektik von Alltag und Beruf auf liebevolle und zärtliche Zeichen wartet.
Vielleicht ist es aber auch die Tochter, die wieder einmal in den Arm genommen werden und sich angenommen fühlen will.
Möglicherweise ist es die Arbeitslose, die darauf wartet, endlich wieder Arbeit zu finden und kein Außenseiter mehr zu sein.
Vielleicht es aber auch der Asylwerber, der sich nach dem Gefühl von Zugehörigkeit und Geborgenheit sehnt.
Das Jahr der Barmherzigkeit hat diese Woche offiziell seinen Beginn genommen - ein guter Anlass, sich auf die alltäglichen Spuren der neuen Werke der BarmHERZigkeit zu machen:
Heute: Ich höre Dir zu.
Jemandem unsere ganze Aufmerksamkeit schenken - ganz ungeteilt. Diesem Gegenüber einfach einmal zuhören und ihm nicht nur ein Ohr, sondern zwei Ohren leihen. Mal ganz Ohr sein für den anderen, anstatt nur die Facebookstatusmeldung zu lesen.
Morgen: Du gehörst dazu.
Menschen einfach einmal einen wärmendes Wort und ein ehrliches Lächeln schenken. Auf jemanden zugehen, mit dem wir sonst nicht so viel zu tun haben. Oder jemanden besuchen, der schon lange auf uns wartet.
Basierend auf einer Idee zu neuen Werken der Barmherzigkeit:
Wanke, Joachim (2006): Sieben Werke der Barmherzigkeit für Thüringen heute. URL: http://www.bistum-erfurt.de/front_content.php?idcat=1886 [Stand: 12/2015]
