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Di. 01.12.15

AdventLICHT

1. Dezember 2015

Achtsam werden - Perspektiven verändern

 

Vor einiger Zeit besuchte ich einen Mitbruder am Krankenbett. Ich kannte ihn nur oberflächlich, hatte ihn bisher als verschlossenen Menschen empfunden. Es war fast so etwas wie ein Höflichkeitsbesuch. Doch als ich bereits wieder gehen wollte, bat er mich überraschenderweise, noch etwas zu bleiben.


In dem nun folgenden Gespräch vertraute er mir all seine Ängste und Selbstzweifel an, von denen ich bisher nichts geahnt hatte. Ich hörte ihm über eine Stunde geduldig zu und hoffe, ich konnte ihm damit ein wenig helfen.


Ich dachte daran, dass Mutter Teresa einmal gesagt hatte: Die medizinische Versorgung sei wichtig, viel wichtiger aber sei, sich Zeit für Kranke zu nehmen, bei ihnen zu sein, damit sie in ihrer Not nicht alleine sind.


Wer erlebt, dass andere seine Sorgen teilen, kann sein Leid besser ertragen. Die Welt wird für ihn menschlicher, wärmer. Ja, ich glaube, wir können durch unser schlichtes „Da-Sein” oft sogar sehr viel Gutes bewirken und unserem menschlichen Zusammenleben eine neue Qualität geben.


Das Erstaunlichste bei dem erwähnten Krankenbesuch war für mich allerdings meine eigene Reaktion. Je mehr ich meinem Mitbruder zuhörte, je mehr ich mich darauf einließ, die Welt mit seinen Augen zu sehen, desto mehr Mitgefühl empfand ich. Plötzlich hatte ich Verständnis für einen Menschen, den ich bisher kaum kannte. Die neu gewonnene Beziehung war für mich selbst die größte Bereicherung.


Auf Reisen erfahre ich oft Ähnliches: Immer, wenn es mir gelingt, die Welt mit den Augen des anderen zu sehen, weitet sich mein eigener Horizont. Konflikte kommen dann gar nicht erst auf. Negative Emotionen bleiben aus. Und meistens wird die Sympathie, die wir einem anderen schenken, auch erwidert. Was wir geben, bekommen wir zurück.


Da war die Putzfrau, die mich mit ihrem lauten Staubsauger bei der Arbeit störte, oder der chinesische Parteifunktionär, der mich mit seinem Misstrauen ärgerte, oder der aufdringliche Bettler, der mich nicht in Ruhe lassen wollte. Und jedes Mal habe ich bemerkt: Wenn mir der Perspektivenwechsel gelang, wenn ich sozusagen in die Haut des anderen schlüpfen und sein Verhalten nachvollziehen konnte, war mein eigener Unwille wie weggeblasen.

 

Die Welt wurde heller.

 

(Abtprimas Notker Wolf)

 

Quellenangabe: Wolf, Notker / Mühlstedt, Corinna (2010): Mitten im Leben wird Gott geboren. 24 Impulse zur Weihnachtszeit. Freiburg im Breisgau: Verlag Herder. ISBN: 978-3-4513-2329-4. S. 54-55. URL: http://www.herder.de/buecher/details?k_tnr=33482 [Stand: 11/2015] 

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