Weniger Ablehnung – mehr Liebe!

Ein Blick zurück. Zweitausend Jahre. Die einen Menschen lehnen andere Menschen ab – im Stillen und in der Öffentlichkeit. Jene Menschen, die die Ablehnung anderer spüren, schließen aus dieser Situation, dass auch Gott sie ablehnt. Ablehnung hält nicht nur Menschen voneinander fern, sondern auch Menschen von Gott.
Und dann kommt einer – der ist ganz anders. Und das zeigt und lebt er auch. Jesus – Gott und Mensch. Er nimmt andere Menschen wahr. Er geht auf sie zu. Er begegnet ihnen völlig unvoreingenommen. Er lässt andere an sich heran. Er interessiert sich für sie. Er sagt „Ja“ zu jedem und jeder Einzelnen. Er nimmt jeden und jede an. Und zwar genau so, wie er oder sie ist. Mit dieser Haltung sprengt er die Konventionen dieser Zeit und durchbricht das Gefühl der Ablehnung. Denn seine Botschaft ist eine andere – eine Botschaft der Annahme, eine Botschaft der Liebe.
Vieles hat sich in den vergangenen zweitausend Jahren verändert auf der Welt – aber noch immer lehnen so viele Menschen andere Menschen ab. Und da sind wir heute gefragt, Annahme statt Ablehnung zu leben. Jeder und jede einzelne von uns, denn Nächstenliebe ist ein Auftrag.
Oder wie es der deutsche Theologe Detlev Fleischhammel auf den Punkt bringt: „Wie können wir einen Menschen ablehnen, den Gott angenommen hat?“
Stefanie Petelin | 10.04.2019
