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So. 14.04.19

Tomás Luis de Victoria: Pueri Hebraeorum

ZUHÖREN am Palmsonntag

Der Palmsonntag wird gerne als Tor zur Karwoche bezeichnet – ergreifende Musik zu diesem besonderen Tag zwischen „Hosanna“ und „Kreuzige ihn“ gibt's hier zum Anhören.

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Der Komponist


Tomás Luis de Victoria (auch: Tomás Luis da Victoria) wurde um 1548 als siebtes Kind von neun Kindern des Tuchhändlers Francisco Luis de Victoria und dessen Frau Francisca Suárez de la Concha in Sanchidrián in der spanischen Provinz Ávila geboren. Nach dem frühen Tod des Vaters 1557 wurde der Junge von seinem Onkel Juan Luis, einem Pfarrer in der Nähe von Ávila, aufgenommen. Dieser ermöglichte seinem Neffen eine solide Schul- und Gesangsbildung im örtlichen Jesuitengymnasium und in der Kathedrale von Ávila.

 

Ein Stipendium von König Philipp II. ermöglichte dem jungen Mann um 1565 ein Studium in Rom, wo er das von Ignatius von Loyola gegründete Collegium Germanicum (Priesterseminar der Jesuiten) besuchte. 1571 übernahm de Victoria als Nachfolger von Palestrina als „moderator musicae“ die Leitung der Kapelle des Collegiums, 1572 veröffentlichte er seine erstes Motettenbuch, das seinem Förderer Kardinal-Erzbischof von Augsburg, Otto von Truchsess von Waldburg gewidmet ist. 1575 wurde er schließlich zum Diakon und Priester geweiht. Ein Jahr später wurde das Collegium Germanicum im Auftrag von Papst Gregor XIII nach S. Apollinare verlegt, wo de Victoria zum Kapellmeister ernannt wurde. 

 

1578 verließ de Victoria das Collegium Germanicum und wurde Kaplan in San Girolamo della Carita, wo er im Konvent von Filippo Romolo Neri lebte und eine Zeit tiefer und intensiver Religiosität erlebte. Um 1585 veröffentlichte er schließlich eine Sammlung von Werken, die unter anderem das „Officium Sanctae Hebdomadae“ enthält. In diesem Jahr kehrte der komponierende Priester nach Spanien zurück, wo er bis zu deren Tod 1603 als Kaplan der verwitweten Kaiserin Maria und als Leiter der Kapelle des Monasterio de las Descalzas Reales in Madrid wirkte. 1592 besuchte de Victoria erneut Rom, um die Publikation seiner „Missae liber secundus“ zu begleiten – auch 1594 kehrte der Komponist noch einmal nach Rom zurück, um am Begräbnis von Palestrina teilzunehmen. Ab 1604 arbeitete de Victoria bis zu seinem Tod am 27. August 1611 als Organist im Madrider Monasterio de las Descalzas Reales. 

 

Das Werk

 

Heute zählt Tomás Luis de Victoria neben Cristóbal de Morales und Francisco Guerrero zu den bedeutendsten Komponisten Spaniens. Aus seiner Feder stammen zahlreiche Vokalwerke für den liturgischen Gebrauch – unter anderem sein Meisterwerk, das berühmte „Officium Sanctae Hebdomadae“.

 

Dabei handelt es sich um eine Sammlung geistlicher Gesänge für die Karwoche. Das „Officum Sanctae Hebdomadae“ besteht aus 37 Einzelgesängen zu den Tenebrae, die am Palmsonntag, Gründonnerstag, Karfreitag und Karsamstag frühmorgens („ad matutinum“) gesungen wurden.

 

Der Anlass für die Komposition der Sammlung ist leider nicht bekannt. Anders als zahlreiche Kompositionen aus seiner, aber auch der Feder anderer Komponisten dieser Zeit ist diese Komposition auch keinem Zeitgenossen gewidmet worden. 

 

De Victorias polyphone Komposition ist geprägt von seinem tiefen Glauben – zu hören ist am Palmsonntag, dem Tor zur Karwoche, dieser Abschnitt: 

„Pueri Hebraeorum vestimenta 
prosternebant in via,
Et clamabant dicentes:
Hosanna filio David: 
Benedictus qui venit in nomine Domini.“

 

Quellenangaben:

Venancio Alvarez González (2019): Tomás Luis de Victoria. URL: tomasluisdevictoria.org [Stand: 04/2019]

 

Stefanie Petelin |  14.04.2019

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