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Fr. 08.03.19

Kreuzhuber-Methode

SPÜREN am Freitag nach Aschermittwoch

Wolfgang Kreuzhuber verrät im Gespräch mehr über seine ganzheitliche Methode für den Instrumentalunterricht ...

Wolfgang Kreuzhuber beim Seminar „Improvisieren leicht gemacht“

 

Wie ich die Kreuzhuber-Methode jemandem erklären würde, der noch nie etwas davon gehört hat ...

 

Der Kreuzhuber-Methode für den Instrumentalunterricht – vorwiegend den Orgelunterricht – liegt ein ganzheitlicher Ansatz zugrunde: Basierend auf den neuesten Erkenntnissen der Gehirnforschung gibt es beim Erlernen – zum Beispiel der Fertigkeiten in den Händen und Füßen bei Organistinnen und Organisten – immer die grundsätzliche Entscheidung: Ja oder nein, kein vielleicht! Dieses Prinzip hat sich unter anderem auch die Computerwelt mit ihrem Binärsystem 0/1 zu eigen gemacht.

 

Demnach ist jeder Schritt des Erlernens durch die jeweilige Entscheidung, beispielsweise mit welchem Finger ich zu einem bestimmten Zeitpunkt eine Bewegung ausführe und damit durch Anschlag der Finger auf die Taste den Ton hervorbringe, geprägt. Dieser Prozess wird in Folge – analog zum Computer – abgespeichert. Um dies bestmöglich durchführen zu können, bedarf es allerdings einer besonderen Grundeinstellung zum Üben verbunden mit Atemübungen, um den Körper ganzheitlich auf diese Lernprozesse einzustellen.

 

Was mich besonders an der Kreuzhuber-Methode fasziniert ...

 

Besonders faszinieren mich die Ergebnisse der Kreuzhuber-Methode: Die Übewilligen erlernen unter anderem sorgfältig mit ihren geistigen Ressourcen umzugehen und dringen bereits in den ersten Minuten ihres Übens tief in die musikalische Materie des neu zu erlernenden Werkes ein. Eventuell „falsch“ Eingeübtes kann durch diese Methode leicht korrigiert werden, indem die „falsche“ Bewegung als im Gehirn gelöscht und durch die „richtige“ ersetzt und abgespeichert wird. Durch den ganzheitlichen Ansatz erfolgt nicht nur eine Entspannung des Körpers, sondern es stellt sich quasi als Geschenk auch ein Glücksgefühl bei dem oder der Übenden ein.

 

Welchen Tipp ich besonders ans Herz legen möchte ...

 

Mein Tipp: In Ruhe an jedes Üben herangehen. Wenn Probleme oder Sorgen des Alltags das Gehirn vor oder während des Übens beschäftigen, ist ein Übeerfolg nur mäßig gegeben. Daher: Erst die Sorgen ablegen (oder mit einem Ritual abstreifen), dann üben.
 

Wolfgang Kreuzhuber und Stefanie Petelin | 08.03.2019

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