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Do. 28.03.19

Klimaschutz am Arbeitsplatz

MITMACHEN am Donnerstag der dritten Woche der Fastenzeit

Es geht im Büro zwar (meistens) nicht um Ihre eigene Brieftasche, aber dem Klima und sich selbst tun Sie etwas Gutes, oft schon mit Kleinigkeiten!

Laptop mit Pflanze

 

Tipp 1: Goodbye, Standby!

 

Oft ist es nur fehlende Achtsamkeit … und vielleicht ein bisschen Gewohnheit – man verlässt das Büro in der Mittagspause oder zum Feierabend und der Computer, der Drucker, der Scanner oder der Bildschirm bleiben an. Bereits ab dreißig Minuten Arbeitspause ist es auf jeden Fall sinnvoll, den Rechner und andere Arbeitsgeräte im Büro auszuschalten. Besonders einfach lässt sich dies mit einer abschaltbaren Steckdosenleiste organisieren, ganz clever ist natürlich eine Master/Slave-Steckdosenleiste. 

 

Für kürzere Arbeitspausen lassen sich am Computer meist ganz leicht Energiespareinstellungen vornehmen – häufig hat man am Arbeitsplatz jedoch nicht die entsprechenden Administratorrechte. In dem Fall sollte man mit der firmeneigenen IT-Abteilung sprechen und auf das beträchtliche Energiesparpotential hinweisen – denn bei aktiviertem Energiesparmodus lassen sich bei zwei Minuten Arbeit rund zwanzig Prozent Strom einsparen. Denn ablenkende Telefonate oder Besprechungen mit Kollegen summieren sich – und wenn nach drei Minuten der Energiesparmodus aktiv wird, lässt sich einiges sparen …
 

Tipp 2: Weg mit den Papiermüllbergen – unterwegs zum papierlosen Büro!

 

Viele drucken und kopieren noch immer jedes Dokument, obwohl manchmal zum Bearbeiten und Abspeichern auch die digitale Ablage ausreichte … andere sind inzwischen schon sehr bewusst beim Drucken und Kopieren – in vielen Mailsignaturen wird inzwischen sogar schon daran erinnert, Papier zu sparen. Nur Papier? Nein, denn die Papierherstellung verbraucht nicht nur den wertvollen Rohstoff Holz, sondern auch Unmengen an Wasser, Energie und Chlorbleiche für blütenweißes Papier.

 

Umweltbewusstes Drucken und Kopieren bietet große Einsparpotentiale, wenn man sich folgenden Vergleich vor Augen führt: Mit der Energie, die in einem einzigen Blatt Papier in A4-Größe steckt, kann ein Computer vierzig Minuten lang betrieben werden. Also, gut überlegen, ob’s einen Ausdruck wirklich braucht!

 

Wenn sich der Ausdruck oder die Kopie im Büro gar nicht vermeiden lässt, gibt’s aber natürlich auch ein paar Einstellungen, die die Umweltbilanz gleich mal verbessern – zum Beispiel könnte man bei manchen Dokumenten das Papier beidseitig bedrucken, die Skalierungsfunktion nutzen, den Tonersparmodus einschalten oder bei Entwurfsansichten die Auflösung reduzieren. Einfach, oder?

 

Ein kleines Beispiel: Das doppelseitige Drucken oder Kopieren senkt nicht nur den Papierverbrauch (und damit auch die Papierkosten), sondern reduziert auch die Umweltbelastung um ganze vierzig Prozent. Positiver Nebeneffekt: So liegt auch weniger Papierkram am Schreibtisch herum und man hat mehr Platz!

 

Dass es auch mit weniger Papier geht, zeigen uns übrigens viele andere Länder: Pro Person werden in Österreich etwa 218 Kilogramm Papier pro Jahr verbraucht – diese Menge ist in etwa vier Mal so hoch wie der weltweite Durchschnitt von 56,5 Kilogramm. Und auch der europäische Durchschnitt ist mit 158 Kilogramm wesentlich geringer. Die Zahlen stammen aus dem Jahr 2016 – die Tendenz ist trotz aller Initiativen zur Senkung des Papierverbrauchs leider steigend. Andere Länder machen es aber vor, wie‘s gehen kann – so senkte beispielsweise die Schweiz ihren Papierverbrauch von 215 Kilogramm pro Kopf im Jahr 2008 auf 144 Kilogramm pro Kopf im Jahr 2016.
 

Tipp 3: Mehr Grün ins Büro!


Viele Menschen verbringen sehr viel Zeit an ihrem Arbeitsplatz – deshalb sollte sich dort auch ein Wohlfühlgefühl aufbauen. Denn wer sich wohlfühlt, kann effizienter und effektiver, kreativer und entspannter, konzentrierter und erfrischter arbeiten. So manches Büro ist jedoch äußerst kahl – wie wär’s da mit ein paar Pflanzen? Sie verschönern nicht nur den Arbeitsplatz, sondern schaffen auch ein gutes Raumklima, indem sie Sauerstoff spenden, unsere Luft reinigen, unsere Luft befeuchten oder sogar Schadstoffe und Elektrosmog aus unserer Luft filtern. 


Doch grade im Büro bleibt meist nicht viel Zeit für die Pflanzenpflege – empfindliche Mimosen oder pflegeintensive Amaryllispflanzen haben da nichts zu suchen. Aber wie wär’s mit Areca (Goldfruchtpalme), Bogenhanf, Dickblatt, Dieffenbachie, Drachenbaum, Efeu, Farn, Friedenslilie (Einblatt), Grünlilie oder einem Säulenkaktus?
 

Stefanie Petelin |  28.03.2019

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