Tuesday 15. October 2019

Bruckners d-Moll-Messe

30. April 2017

Bei einer Festmesse im Linzer Mariendom zur Feier des Domweihgedenkens, das sich zum 93. Mal jährte, erklang am 30. April 2017 Bruckners d-Moll-Messe.

Die Messe zum Domweihgedenken am Sonntag, dem 30. April 2017 im Linzer Mariendom stand musikalisch ganz im Zeichen von Anton Bruckner (1824-1896). Domkapellmeister Josef Habringer musizierte mit dem Linzer Domchor, dem Chor des Konservatoriums für Kirchenmusik der Diözese Linz sowie dem Linzer Domorchester die Messe Nr. 1 in d-Moll (WAB 26) und "Locus iste". Als Solisten agierten Ursula Langmayr (Sopran), Christa Ratzenböck (Alt), Harald Pichler (Tenor) und Reinhard Mayr (Bass). An der Chororgel sorgte Domorganist Wolfgang Kreuzhuber für die Begleitung des Gemeindegesangs. Zum Auszug erklang von Heinz Reknagel an der Rudigierorgel das Präludium in D-Dur "Halleluja" von Franz Schmidt (1874-1939). 

 

Zelebriert wurde die Messe zum Domweihgedenken von Pastoralamtsdirektor Dompropst Wilhelm Vieböck.

 

Domchor und Domorchester Linz, Chor des Konservatoriums für Kirchenmusik der Diözese Linz
Zelebranten und Ministranten
Sopran Ursula Langmayr und Alt Christa Ratzenböck
Tenor Harald Pichler und Bass Reinhard Mayr
Domorganist Wolfgang Kreuzhuber
Dompropst Wilhelm Vieböck
Bruckner-Messe im Mariendom
Bruckner-Messe im Mariendom
Bruckner-Messe im Mariendom

Noch mehr Bilder von der Messe gibt's in der Bildergalerie!

 

Anton Bruckner im Mariendom

 

Im untersten Feld (links) des "Linzer Fensters" im Mariendom, das Szenen aus der Kulturgeschichte der Stadt Linz zeigt, ist Anton Bruckner gemeinsam mit Ludwig van Beethoven zu sehen.

 

Beethoven war 1812, 1814 und 1815 in Linz, wo er im Hotel "Stadt Frankfurt" logierte. Und Bruckner war von 1855 bis 1868 Domorganist am Alten Dom und Organist der Stadtpfarre. Zur Grundsteinlegung des Doms 1862 hatte er eine Festkantate komponiert. Anlässlich des Abschlusses des ersten Bauabschnittes des Domes und der Einweihung der Votivkapelle sowie des Kapellenkranzes im September 1869 wurde schließlich Bruckners Messe Nr. 2 in e-Moll (WAB 27) uraufgeführt – Bruckner hat die Uraufführung des von Bischof Rudigier beauftragten Werkes selbst geleitet. Die Situation dieser Uraufführung spiegelt sich sogar in der Instrumentierung der Messe wider – die Sängerinnen und Sänger werden nur von Bläsern begleitet. Im Kapellenkranz des Mariendoms befindet sich darum auch eine Gedenktafel, die an diese Uraufführung im Rahmen der Votivkapelleneinweihung erinnert. Für denselben Anlass hatte Bruckner auch die Motette "Locus iste" (WAB 23) geschaffen, uraufgeführt wurde das Werk allerdings erst am 29. Oktober 1869. Der Text der Motette ist übrigens das Graduale (Zwischengesang) für das Kirchweihfest.

 

Quellenangabe:

Schicklberger, Gottfried / Baumgartner, Augustin (1995): Die großen Glasgemälde des Maria-Empfängnis-Domes zu Linz. Graz: Kunstverlag Foto Baumgartner. S. 50. 

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