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Die Advent- und Weihnachtszeit: endlich können wir KirchenmusikerInnen zeigen, was wir alles gelernt, geübt und erarbeitet haben. Bei der besinnlichen Dorf-Adventfeier, bei großen Oratorien mit Pauken und Trompeten, am Christkindlmarkt oder bei den festlichen Hochämtern – überall werden wir gebraucht. Weihnachtszeit ohne Musik? Völlig undenkbar.
So, aber jetzt heißt es gesund bleiben (das gilt insbesondere für Tenöre!!!). Während der Organist mit der laufenden Nase die Tasten und Pedale noch drücken kann, ist das Thema Stimme für uns schon etwas schwieriger.
Grundsätzlich lautet das ungeschriebene Gesetz: Krank wird nicht gesungen! Dabei kann man sich nachhaltige Probleme einfangen. Deswegen sollte man schon davor darauf achten, gesund zu bleiben, oder bei den ersten Anzeichen zu reagieren.
Für das AdventABC wurde ich gebeten ein paar meiner persönlichen Kniffe preiszugeben:
Immunsystem:
Bewegung, frische Luft und so weiter... Wir wissen es eigentlich alle, was wir tun könnten. Ich persönlich achte vor allem darauf, dass mein Vitamin D-Spiegel in Ordnung ist.
Befeuchten (Stichwort Heizsaison):
Eibischwurzel: Wird im kalten Wasser angesetzt und gegurgelt beziehungsweise getrunken.
GeloRevoice®: Gibt es in der Apotheke als Lutschtablette.
Inhalieren:
Warminhalation: Eher nur mit Salzwasser. Manchmal gebe ich einen kleinen Löffel Thymian dazu. Aber Vorsicht: Ätherische Öle trocknen die Stimme aus und verwende ich nicht, wenn ich am selben Tag zu singen habe.
Kaltinhalation: Hier ist das Gerät meiner Wahl der Macholdt Inhalator. Klein, leicht, gut transportierbar und man kann ihn sogar auskochen. Super Sache!
Gurgeln:
Hier hat jeder seine speziellen Hausmittelchen: Ich schwöre seit meiner Kindheit auf Propolis, doch das verträgt nicht jeder.
Auch antibakteriell wie das Propolis und dazu (angeblich) noch antiviral ist Grapefruitkernextrakt. Es gilt als pflanzliches Antibiotikum und kaufe empfiehlt sich in Bio-Qualität. Zwar wird es nicht verschenkt, aber es hilft.
Wickel:
Wenn der Hals schon zu schmerzen begonnen hat, ist es Zeit für den Topfenwickel. Diesbezüglich gibt es zwei verschiedene Anwendungsmethoden – ich mach sie kalt.
Zauberei: (natürlich gibt es eine Erklärung dafür, aber es ist so wunderbar ☺ )
In diese Rubrik fällt LAX VOX®. Mittlerweile findet man auch im Internet einige Einträge zu diesem Thema. Man verwendet einen 35 Zentimeter langen und einen Zentimeter dicken Silikonschlauch. Diesen steckt man in eine zu einem Drittel mit Wasser gefüllte Halbliter-Flasche. Und los geht's: Blubbern. Etwa eine Minute im Sprechtonbereich und dann noch eine Minute im lockeren Glissando. Fertig. Nicht übertreiben!
Empfiehlt sich laut Hals-Nasen-Ohren-Arzt übrigens auch generell zum Aufwärmen der Stimme.
Nun wünsch ich Euch gesunde, fröhliche und musikalische Weihnachten!
Monika Schwabegger
