Montag 17. Dezember 2018

Allerseelen – 2. November

Allerseelen wird am 2. November gefeiert. Im Mittelpunkt des Festes steht die Erinnerung an die Verstorbenen. Der Tod, der uns Menschen noch immer fasziniert, wird an Allerseelen in den Fokus gerückt. Darum nutzen auch viele Menschen diesen Feiertag, um das Grab ihrer verstorbenen Angehörigen und Freunde zu besuchen.

Der Volksglaube kennt am Allerseelentag einiges an Brauchtum, das dicht an der Grenze zum Aberglauben steht: so gab es die Vorstellung von als Geister umhergehenden Toten, die die Menschen an ihre Schuld erinnerten. Eng verbunden damit ist die urmenschliche Angst vor dem Sterben, dem Tod. Dieser Angst wirkt der christliche Glaube an Gottes unendliche Liebe und die Hoffnung auf ein ewiges Leben entgegen, durch Christus, mit dem wir seit der Taufe verbunden sind.

 

Auch wenn im Fokus des Allerseelentages die Erinnerung an die Verstorbenen steht, ist es doch auch eine Zeit, des eigenen Todes zu gedenken - im Gottesdienst thematisiert wird dies im "Memento mori". Allerdings ist dieses Gedenken dann nicht von Furcht, sondern von Auferstehungshoffnung erfüllt. Und selbst wenn kirchenmusikalisch in den am Allerseelentag aufgeführten Requien noch immer vom "dies irae", dem Tag des Zornes, gesungen wird, ist doch im Messritus selbst jener Passus inzwischen verschwunden.

 

Theologischer Hintergrund

 

Auch wenn vorher bereits ähnliche Gedenktage bis ins siebte Jahrhundert belegt werden können, wurde das Fest Allerseelen erst im Jahr 998 von Abt Odilo von Cluny in allen ihm unterstellten Klöstern am 2. November angeordnet und damit einen Platz im Kirchenjahr zugewiesen. Auch wenn das Fest kein Hochfest ist, hat es doch den Rang eines solchen und verdrängt darum auch die Feier des Sonntags. Im Laufe der Zeit entwickelte sich auch, dass die Priester an diesem Tag drei Messen feiern durften wie zu Weihnachten.

 

Der Gräbergang am Nachmittag des Allerheiligentages, der seit dem 16. Jahrhundert bezeugt ist und wahrscheinlich noch viel ältere Wurzeln hat, läutet das Allerseelenfest ein: mit Grabschmuck und sogenannten Seelenlichtern, die das „Ewige Licht“ versinnbildlichen.

 

(K)ein ewiges Licht. © Ray Catcher (Ex-Donkys Freund)/flickr.com

 

Zentrum des Festes Allerseelen ist das Requiem, der Gottesdienst zum Gedächtnis der Toten. Die Gemeinde bittet im Gebet einerseits um die Vollendung des Verstorbenen bei Gott, eine Befreiung aus dem Zustand der Reinigung, dem sogenannten Fegefeuer. Als bereits Vollendete können die Toten andererseits jedoch auch angerufen werden, um Fürsprache für die Gemeinde zu erbitten und den Weg zu Gott zu erleichtern.

Wir denken an alle Menschen, die im letzten Jahr verstorben sind und die wir vermissen

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Selig, die arm sind vor Gott; denn ihnen gehört das Himmelreich.

 

Selig die Trauernden; denn sie werden getröstet werden.

 

Selig, die keine Gewalt anwenden; denn sie werden das Land erben.

 

Selig, die hungern und dürsten nach der Gerechtigkeit; denn sie werden satt werden.

 

Selig die Barmherzigen; denn sie werden Erbarmen finden.

 

Selig, die ein reines Herz haben; denn sie werden Gott schauen.

 

Selig, die Frieden stiften; denn sie werden Söhne Gottes genannt werden.

 

Selig, die um der Gerechtigkeit willen verfolgt werden; denn ihnen gehört das Himmelreich.

 

Selig seid ihr, wenn ihr um meinetwillen beschimpft und verfolgt und auf alle mögliche Weise verleumdet werdet.

 

(Mt 5,3-11)

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