Thursday 13. August 2020

Allerseelen – 2. November

Allerseelen wird am 2. November ge­feiert. Im Mittelpunkt des Festes stehen der Tod und die Erinnerung an Verstorbene. Darum nutzen viele Menschen diesen Feiertag, um das Grab ihrer verstorbe­nen Angehörigen und Freunde zu besuchen.

Der Volksglaube kennt am Allerseelentag einiges an Brauchtum, das dicht an der Grenze zum Aberglauben steht: so gab es die Vorstellung von als Geister umhergehenden Toten, die die Menschen an ihre Schuld erinnerten. Eng verbunden damit ist die urmenschliche Angst vor dem Sterben, dem Tod. Dieser Angst wirkt der christliche Glaube an Gottes unendliche Liebe und die Hoffnung auf ein ewiges Leben entgegen, durch Christus, mit dem wir seit der Taufe verbunden sind.

 

Auch wenn im Fokus des Allerseelentages die Erinnerung an die Verstorbenen steht, ist es doch auch eine Zeit, des eigenen Todes zu gedenken - im Gottesdienst thematisiert wird dies im „Memento mori“. Allerdings ist dieses Gedenken dann nicht von Furcht, sondern von Auferstehungshoffnung erfüllt. Und selbst wenn kirchenmusikalisch in den am Allerseelentag aufgeführten Requien noch immer vom „dies irae“, dem Tag des Zornes, gesungen wird, ist doch im Messritus selbst jener Passus inzwischen verschwunden.

 

Theologischer Hintergrund

 

Auch wenn vorher bereits ähnliche Gedenktage bis ins siebte Jahrhundert belegt werden können, wurde das Fest Allerseelen erst im Jahr 998 von Abt Odilo von Cluny in allen ihm unterstellten Klöstern am 2. November angeordnet und damit einen Platz im Kirchenjahr zugewiesen. Auch wenn das Fest kein Hochfest ist, hat es doch den Rang eines solchen und verdrängt darum auch die Feier des Sonntags. Im Laufe der Zeit entwickelte sich auch, dass die Priester an diesem Tag drei Messen feiern durften wie zu Weihnachten.

 

Der Gräbergang am Nachmittag des Allerheiligentages, der seit dem 16. Jahrhundert bezeugt ist und wahrscheinlich noch viel ältere Wurzeln hat, läutet das Allerseelenfest ein: mit Grabschmuck und sogenannten Seelenlichtern, die das „Ewige Licht“ versinnbildlichen.

 

(K)ein ewiges Licht. © Ray Catcher (Ex-Donkys Freund)/flickr.com

 

Zentrum des Festes Allerseelen ist das Requiem, der Gottesdienst zum Gedächtnis der Toten. Die Gemeinde bittet im Gebet einerseits um die Vollendung des Verstorbenen bei Gott, eine Befreiung aus dem Zustand der Reinigung, dem sogenannten Fegefeuer. Als bereits Vollendete können die Toten andererseits jedoch auch angerufen werden, um Fürsprache für die Gemeinde zu erbitten und den Weg zu Gott zu erleichtern.

Wir denken an alle Menschen, die im letzten Jahr verstorben sind und die wir vermissen

Allerheiligen Behelfe
Verstorbene Priester und MitarbeiterInnen der Diözese
KonsR Ludwig Walch

Konsistorialrat Ludwig Walch verstorben

Ludwig Walch, em. Pfarrer von St. Ulrich bei Steyr, ist am 25. Juli 2020 im 76. Lebensjahr im Pyhrn-Eisenwurzen...

KonsR Rudolf Wolfsberger

Konsistorialrat Rudolf Wolfsberger verstorben

Rudolf Wolfsberger, emeritierter Pfarrer von Hartkirchen, ist am 23. Juni 2020 im 73. Lebensjahr im ‚Betreubaren...

GR Mag. Günter Sommerer

Diakon Geistlicher Rat Mag. Günter Sommerer verstorben

Mag. Günter Sommerer, em. Ständiger Diakon in Ohlsdorf, ist am 2. Juni 2020 im 82. Lebensjahr verstorben.
Im Portrait: Selige und Heilige
Don Bosco am Schreibtisch um 1865/1868

Don Bosco (31.1.)

Heute würde man ihn wahrscheinlich als Streetworker bezeichnen, doch als Don Bosco lebte, kannte man diese...

The Martyrdom of Saint Andrew the Apostle im Prado Museum Madrid, Link zum Bild: https://commons.wikimedia.org/wiki/File%3ALoumartiriosanandresmurillo.jpg

Andreas (30.11.)

Nachdem Andreas den Ruf Jesu gehört hatte, wurde er von einem einfachen Fischer zum „Menschenfischer“.

Anonyme, Saint François de Sales en gloire, 1677

Franz von Sales (24.1.)

Begnadeter Prediger, einfühlsamer Seelsorger, authentischer Christ. Franz von Sales beeindruckte durch viele Talente....

Selig, die arm sind vor Gott; denn ihnen gehört das Himmelreich.

 

Selig die Trauernden; denn sie werden getröstet werden.

 

Selig, die keine Gewalt anwenden; denn sie werden das Land erben.

 

Selig, die hungern und dürsten nach der Gerechtigkeit; denn sie werden satt werden.

 

Selig die Barmherzigen; denn sie werden Erbarmen finden.

 

Selig, die ein reines Herz haben; denn sie werden Gott schauen.

 

Selig, die Frieden stiften; denn sie werden Söhne Gottes genannt werden.

 

Selig, die um der Gerechtigkeit willen verfolgt werden; denn ihnen gehört das Himmelreich.

 

Selig seid ihr, wenn ihr um meinetwillen beschimpft und verfolgt und auf alle mögliche Weise verleumdet werdet.

 

(Mt 5,3-11)

Wissenswertes
Gräbersegnung am Barbarafriedhof. © Barbarafriedhof BDB KB

Wissenswertes zu den Friedhöfen in Oberösterreich

Vom kleinsten Friedhof bis zum ältesten Grab, vom größten Friedhof bis zum Arkadengrab – spanndes Wissen aus der Welt der Friedhöfe.

1000 Lichter

Nacht der 1000 Lichter

Die Katholische Jugend organisiert am Vorabend von Allerheiligen österreichweit eine „Nacht der 1000 Lichter“. Lichterwege laden zum Nachdenken, Meditieren und Beten ein. 

Christliches Sterben
Kirchturmkreuz. © Eva Vogl

Abschied, Trauer und Hoffnung

In der kirchlichen Begräbnisfeier begegnen wir dem Tod als dem, was er ist: eine schmerzlichen Wirklichkeit. 

Erde. © Eva Vogl

Die christliche Begräbniskultur

Zur christlichen Begräbnisfier gehört das Einsenken des Sarges in die Erde. Dieser Ritus gibt der Feier der Be-ERD-igung den Namen.

Jerusalem.

Sinn und Symbolik der Be-ERD-igung

Das kirchliche Begräbnis will nicht nur den Verstorbenen geistlichen Beistand erflehen und ihren Leib ehren, sondern auch den Lebenden den Trost der Hoffnung geben.

              Sonnstein. © Roland Lengauer

Wann ist ein kirchliches Begräbnis nicht möglich?

Auch wenn ein kirchliches Begräbnis nicht möglich ist, bleibt die Seelsorge an den trauernden Angehörigen eine wichtige Aufgabe der Kirche. 

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Gedanken zur Feuerbestattung.

Liturgische Feier der Verabschiedung vor einer Einäscherung.

Liturgische Feier der Urnenbeisetzung. 

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