Montag 17. Dezember 2018

Allerheiligen – 1. November

Allerheiligen ist ein Fest, an dem die katholische Kirche aller Heiligen gedenkt. Allerheiligen wird am 1. November gefeiert. Früher wurde Allerheiligen nach Pfingsten begangen. Am Nachmittag des 1. November finden in vielen Pfarren das Totengedenken und die Gräbersegnung statt.

Wie ist Allerheiligen entstanden?

 

Entstanden ist Allerheiligen aus dem Fest für alle Märtyrer, die während der Christenverfolgung getötet wurden. In der Praxis wird an Allerheiligen das Gedenken an die Verstorbenen (Inhalt des Allerseelentages) mit jenem ursprünglichen Gedenken an die Märtyrer verbunden, was sich in einem der wichtigsten Rituale, dem Gang zu den Gräbern auf dem Friedhof widerspiegelt.

Nicht zuletzt deshalb wird aller „verstorbenen Brüder und Schwestern, die schon zur Vollendung gelangt sind”, wie es im Messbuch heißt, gedacht.

 

Allerheiligen wurde zunächst übrigens noch an unterschiedlichen Terminen gefeiert – auf den 1. November verlagert wurde das Fest durch Einflüsse Englands und Irlands. Im kelto-gallischen Kalender wurde am 1. November der Jahreswechsel als Halloween begangen, am Vorabend dazu wurde dann „All Hallows eve” gefeiert. Seit dem neunten Jahrhundert hat sich der 1. November schließlich als Fest für Allerheiligen durchgesetzt.

 

Andere Quellen wiederum berichten davon, dass die Entstehung des Festen mit einer unter Gregor III. errichteten und „allen Heiligen” geweihten Kapelle im Petersdom in Rom zusammenhängen könnte.

 

Was feiern wir zu Allerheiligen?

 

Mehr denn je zuvor suchen Menschen, manchmal fast besessen, das glückselige Leben im Hier und Jetzt, bestrebt davon, es auf Dauer zu behalten. Wie wird unser Leben aber se(e)lig und heil-voll? Davon hat jede Zeit andere Vorstellungen. Waren es früher die Helden der Vergangenheit, sind es heute die Stars und Sternchen, denen nachgeeifert wird – doch jeder weiß: hinter den Kulissen der Helden und Idole gibt es nicht selten Unglück und Un(glück)seligkeit.

 

Heilig und selig aber sind Menschen, die das Gute und die Liebe gefunden haben, ungeachtet dessen, wie glücklich oder unglücklich das  Leben verläuft: Menschen, die „Gott” in sich tragen und dies nach außen strahlen. Menschen, die wie „auferstanden” leben, wie im Himmel auf Erden.

 

Theologischer Hintergrund

 

Das Fest, bei dem alle Heiligen, alle Christinnen und Christen, die sich Gott so geöffnet haben, dass er schon im Leben ihr Heil geworden ist, im Zentrum stehen, ist in der Osthälfte des römischen Reiches bereits im vierten Jahrhundert nachweisbar.

 

Wieder ist Ostern die Basis des Festes: der Tod ist eigentlich schon überwunden. „Heilig” muss dabei im Verständnis der Urkirche gesehen werden: es meint nicht die Eigenschaft besonderer religiöser Leistungsfähigkeit und außerordentlicher Lebensführung, sondern die Getauften, weil sie aus der Gabe des göttlichen Heils, das in den Sakramenten Taufe und Firmung zugesagt und zugeteilt worden ist, leben können.

 

Allerheiligen am Friedhof.

Wir denken an alle Menschen, die im letzten Jahr verstorben sind und die wir vermissen

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Allerheiligen Behelfe
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Selig, die arm sind vor Gott; denn ihnen gehört das Himmelreich.

 

Selig die Trauernden; denn sie werden getröstet werden.

 

Selig, die keine Gewalt anwenden; denn sie werden das Land erben.

 

Selig, die hungern und dürsten nach der Gerechtigkeit; denn sie werden satt werden.

 

Selig die Barmherzigen; denn sie werden Erbarmen finden.

 

Selig, die ein reines Herz haben; denn sie werden Gott schauen.

 

Selig, die Frieden stiften; denn sie werden Söhne Gottes genannt werden.

 

Selig, die um der Gerechtigkeit willen verfolgt werden; denn ihnen gehört das Himmelreich.

 

Selig seid ihr, wenn ihr um meinetwillen beschimpft und verfolgt und auf alle mögliche Weise verleumdet werdet.

 

(Mt 5,3-11)

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