Die Natur als größter Lern- und Erlebnisraum für Kinder

Beim Aufenthalt im Freien schulen Kinder ihre Wahrnehmungsfähigkeit und lernen nicht nur ihre Umgebung, sondern auch ihren eigenen Körper besser kennen. Bewegung auf unebenem Untergrund, das Balancieren auf Baumstämmen oder Mauern sowie das Klettern auf Bäume und Sträucher fördert wichtige motorische Fähigkeiten. Gleichzeitig entwickeln die Kinder ein Bewusstsein für ihre eigenen Stärken, Möglichkeiten und Grenzen.
Sandspielen = Physik von morgen
Beim Graben, Schütten, Formen und Bauen in und rund um die Sandkiste setzen sich Kinder mit den Eigenschaften verschiedener Materialien auseinander. Dabei beobachten sie beispielsweise, wie sich trockener und feuchter Sand unterscheidet, wie Sand auf unterschiedlichen Untergründen reagiert oder welche Veränderungen durch das Vermischen mit Erde oder Wasser entstehen. Durch diese unmittelbaren Erfahrungen erwerben die Kinder grundlegende Kenntnisse über naturwissenschaftliche und physikalische Zusammenhänge und erweitern ihr Verständnis für Materialeigenschaften und Ursache-Wirkungs-Beziehungen.

Warum Naturmaterial das bessere Spielzeug ist
Die Natur stellt den Kindern eine Vielzahl an offenen, wertfreien Materialien zur Verfügung. Im Gegensatz zu vielen vorgefertigten Spielmaterialien geben diese keine bestimmte Verwendung vor. Dadurch können die Kinder eigene Ideen entwickeln, Materialien auf vielfältige Weise einsetzen und immer wieder neue Spielwelten erschaffen. Ein Ast wird zum Kochlöffel, eine Ansammlung von Steinen zur Baustelle oder Blätter dienen als Zutaten für ein fantasievolles Menü. Die Offenheit des Naturraums bietet dabei viel Freiheit für selbstbestimmtes Handeln und unterstützt die Kinder darin, kreative Lösungswege zu finden und eigene Vorstellungen und Ideen umzusetzen. Dadurch entstehen täglich neue Spiel- und Lernerfahrungen, die sich an den Interessen und Ideen der Kinder orientieren.
