Kunst im Greisinghof
Ausstellungseröffnung vom Wartberger Künstler Wolfgang Quast begeisterte rund 100 Gäste im Greisinghof
Mit einer gut besuchten Vernissage wurde am 4. März 2026 im Bildungshaus Greisinghof die Ausstellung „quer-schnitt“ des Mühlviertler Künstlers Wolfgang Quast eröffnet.
Rund 100 Besucherinnen und Besucher folgten der Einladung zur bereits vierten Veranstaltung der Reihe „Kunst im Greisinghof“ und erlebten einen inspirierenden Abend im Zeichen von Kunst, Begegnung und Austausch.

Kunst und Begegnung im Greisinghof
Eröffnet wurde der Abend von Mag. Berthold Tauber, Leiter des Bildungshauses Greisinghof. In seiner Begrüßung betonte er die besondere Atmosphäre solcher Abende im Haus: „Es ist immer ein besonderer Moment, wenn unsere Räume sich verwandeln: Wenn Wände zu Erzählflächen werden und wir spüren, dass Kunst nicht nur betrachtet, sondern erlebt werden will.“

Tauber hob zudem hervor, dass die Arbeiten von Wolfgang Quast die Besucherinnen und Besucher zum Entdecken einladen: „Seine Arbeiten laden nicht nur zum Schauen ein, sondern zum Staunen, zum Verweilen – und manchmal auch dazu, die eigenen Gedanken ein wenig spazieren gehen zu lassen.“

Für die musikalische Umrahmung des Abends sorgte Tilmann Grüll, der mit seinem Instrumentalspiel zur stimmungsvollen Atmosphäre beitrug.
Ein Querschnitt durch ein vielseitiges Werk
Die Ausstellung trägt ihren Titel bewusst: „quer-schnitt“ zeigt eine vielfältige Auswahl aus dem langjährigen Schaffen des Künstlers. Keramik, Grafik und Malerei stehen nebeneinander und geben Einblick in unterschiedliche Werkphasen und Ausdrucksformen.


Der aus Bad Zell stammende und heute in Wartberg ob der Aist lebende Künstler arbeitet seit Jahrzehnten mit großer Neugier an unterschiedlichen Materialien, Formen und Oberflächen. Seine Werke bewegen sich zwischen Gegenständlichkeit und Abstraktion und eröffnen dem Publikum immer wieder neue Perspektiven.

Laudatio von Christine Grüll
Eine kunstfachliche Einordnung der Ausstellung gab Mag.a Christine Grüll in ihrer Laudatio. Sie griff den Ausstellungstitel auf und beschrieb, wie sich die Werke wie entlang eines gedanklichen Fadens aneinanderreihen – auch wenn sie nicht in dieser Reihenfolge entstanden sind.

Viele Arbeiten beginnen als Skizzen auf Papier, werden zunächst beiseitegelegt und später wieder aufgenommen. Andere bleiben lange im Ton verborgen, bevor sie aus feuchten oder bereits angetrockneten Platten geformt werden. Diese Arbeitsweise spiegelt die künstlerische Neugier wider, die das Schaffen von Wolfgang Quast seit Jahrzehnten prägt.

Grüll verwies auch auf Serien wie die „Strichcodes“, in denen eng gesetzte Linien und offene Zwischenräume zu einer rhythmischen Bildstruktur werden, die Bewegung und Spannung erzeugt.
Ein Künstler mit jahrzehntelanger Erfahrung
Wolfgang Quast ist seit beinahe fünf Jahrzehnten freischaffend tätig. In dieser Zeit entstanden zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland, Symposien und Künstlerwochen – häufig gemeinsam mit seiner leider bereits verstorbenen Frau Ursula Quast.

Ausstellung mehrere Monate zu sehen
Die Ausstellung „quer-schnitt“ ist im Bildungshaus Greisinghof für mehrere Monate zu sehen und lädt Besucherinnen und Besucher dazu ein, die vielfältigen Facetten des künstlerischen Schaffens von Wolfgang Quast zu entdecken.


