Thursday 12. December 2019
Linz 2009 - Kulturhauptstadt Europas

Das unsichtbare Lager - Audioweg Gusen

Über Kopfhörer führt eine Stimme durch eine beschauliche Wohn- und Erholungslandschaft. Auf den ersten Blick lässt sie nichts von ihrer Vergangenheit erahnen.

Der AUDIOWEG GUSEN sucht das verborgene Gedächtnis einer Gegend, in der sich die Konzentrationslager Gusen I und II befanden. Von ähnlicher Bedeutung wie Buchenwald und Mauthausen, wurde das KZ Gusen im öffentlichen Bewusstsein jedoch weitgehend ausgeblendet. Heute wird das Areal samt baulichen Überresten von Unternehmen und Privatpersonen genutzt. Nur mit einem i-Pod ausgerüstet, ohne Stationen, Markierungen oder Pläne wird man präzise durch Wohnsiedlungen bis hin zu einem unterirdischen Flugzugwerk geführt. Man hört Originalaufnahmen mit persönlichen Erinnerungen von Überlebenden, Zeitzeugen aus der Bevölkerung sowie Ansichten der heutigen Bewohner Gusens. Zu Wort kommen aber auch im Lager tätige Soldaten und SS -Angehörige. Menschen erzählen, was sonst unausgesprochen bleibt. Man hört, was nicht mehr zu sehen und sieht, was gegenwärtig ist. Es wird möglich, ein und denselben Ort aus völlig unterschiedlichen Perspektiven in Relation zu setzen zu sich selbst.

 

WAS // GEFÜHRTER GESCHICHTSWEG
WANN // permanent
WO // Gusen, 15 km von Linz
IDEE / KONZEPT // christoph mayer chm.

AUDIOPRODUKTION / DRAMATURGIE // Andreas Hagelüken Jule Böwe (Stimme), Kai-Uwe Kohlschmidt (Musik), J. Theil (Ton), Studio Mitte Cooperation (Sound), Gedenkdienstkomittee Gusen, B. Perz (Hist. Beratung), C. Grimm (Psycholog. Beratung), die jungs kommunikation (PR), L. Wohlmuther, Kulturverein Tribüne (Organisation) und viele andere

Gefördert von Bundesministerium für Inneres, Nationalfonds der Republik Österreich für Opfer des Nationalsozialismus, Land Oberösterreich, Gemeinde Langenstein, Marktgemeinde St. Georgen an der Gusen, Gedenkdienstkomitee Gusen, Kulturverein Tribüne und weitere


www.audioweg.gusen.org

 

Gusen

Herr J. C. (Mitte) mit seinem Sohn (links) und christoph mayer chm. in einem der Steinbrüche in Gusen,

wo er als Häftling Zwangsarbeit leisten musste. © Jens Alpermann

 

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