Ich bin ein bisschen wie Aprilwetter
Manchmal bin ich wie Aprilwetter – gerade noch fühlte ich mich wie 7 Tage Regenwetter inklusive Graupel- und Hagelschauer, im nächsten Moment strahle ich wie die Sonne. In einem Moment bin ich übermütig wie ein junger Hund, dann wieder niedergeschlagen wie ein alter Esel. Meine Gefühlswelt hat eine sehr große Bandbreite.
Mir gefällt es, dass der April macht, was er will: er fragt nicht, ob uns der Sonnenschein mit tropischen Temperaturen gerade angenehm ist oder ob wir zu seinem Ende auch noch Lust auf winterlich verschneite Landschaft haben. Der April tut einfach. „Er macht was er will“, heißt es so schön. Das nehme ich mir immer mehr zum Vorbild: ich mache das, was jetzt gerade an der Reihe ist - für mich. Ohne lange zu fragen, ob es für alle passt. „Wer lang frogt, geht weit irr“, sagte eine liebe Kollegin einmal zu mir.
Ich mache, was ich will, oder eher: was mir guttut und gehe dem nach, wie ich mich gerade fühle. Auch wenn andere das vielleicht launisch nennen, für mich ist es ein Zeichen von Lebendigkeit: überglücklich sein können und auch traurig. Und: so vielseitig wie meine Gefühlswelt und das Wetter im April sind, sind auch meine Talente und Fähigkeiten.
Ja, ich mag den April. Mit seinen warmen Temperaturen, die die Bäume zum Blühen bringen, aber auch mit seinen plötzlich daherkommenden Schneeschauern. So vielseitig wie das Leben – er hat alles, was das (Wetter-)Leben so mit sich bringt.
Wahrscheinlich ist es kein Zufall, dass ich im April geboren bin.
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