geleert
Einen Moment alleine innehalten und aktuellen Themen Raum geben. Die Impulse der Katholischen Frauenbewegung sind kompakt und alltagsnah gestaltet. Sie umfassen ein Bild, eine Bibelstelle, einige Gedanken und Anregungen zum Tun. Dabei entsteht eine Verbindung zwischen den intensiven Kar- und Ostertagen sowie den aktuellen Ereignissen. Die Impulse begleiten dich durch herausfordernde Zeiten.
Alle drei Impulse (Karfreitag, Karsamstag, Ostersonntag) sind hier als pdf zu finden.
GELEERT
Ankommen:
Wähle für den Impuls einen ruhigen Platz aus. Setze dich an einen Tisch oder auf den Boden und schaffe eine leere Fläche. Räume den Tisch ab oder setz dich auf eine freie Bodenfläche.
Atemübung zum Ankommen:
Begib dich in eine bequeme Sitzhaltung, richte deinen Oberkörper auf, entspanne die Schultern und den Nacken. Du kannst dabei die Augen schließen. Atme durch die Nase und bewusst in den Bauchraum ein. Lass die Bauchdecke weich werden. Konzentriere dich besonders auf die Atemleere (die Phase zwischen Ausatmung und Einatmung). Verharre ganz locker in der Atemleere bis die Einatmung von selbst kommt. Genieße die Pause und die Leere.
Wiederhole diese bewusste Atmung mindestens 5 Mal.
Bibelstelle:
Für diesen Tag ist keine Bibelstelle vorgesehen. Der Karsamstag ist ein liturgisch “stiller Tag”. Jesus ist wirklich gestorben.
Er ist „hinabgestiegen in das Reich des Todes“.
Impuls:
Jesus ist gestorben.
Für die Menschen um Jesus bedeutet das den Verlust der gelebten Beziehung,
Verzweiflung, Schmerz und die fragende Suche, wie es weitergehen soll.
Noch denkt niemand an einen Neubeginn, sondern Gefühle wie Leere, Hilflosigkeit und Ausgeliefert-Sein dominieren.
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Eine Krise ist eine “schwierige Lage, eine Zeit, die den Höhe- und Wendepunkt einer gefährlichen Entwicklung darstellt” (Duden). Eine Krise ist zeitlich begrenzt, sie hat einen Anfangspunkt und ihr Ausgang ist offen.
Gerade jetzt erleben wir eine Krise, die uns aus unserem gewohnten Leben herausfallen lässt. Wir können diesen Zustand nicht überspielen oder auslassen, weil er uns unbequem ist. Jetzt ist innere Einkehr angesagt, die Konzentration auf das Wesentliche. Viele nutzen diese Pause zum Aussortieren und Ordnung machen und fragen sich, was wirklich wichtig ist (in den eigenen vier Wänden - aber auch in unserer Gesellschaft).
Wir sorgen uns, was sich im Zuge der Krise noch alles ereignen wird und von welchen liebgewordenen Gewohnheiten wir uns noch verabschieden werden müssen. Der Ausgang der jetzigen Krise ist (noch) offen. Und es ist schwierig, die Ungewissheit auszuhalten.
Anregung zum Tun:
Für drinnen: In der Krise helfen oft die drei B: Butterbrot – Badewanne – Beten.
Lass dich heute von diesen drei B leiten:
- Iss ganz bewusst ein Butterbrot.
- Leg dich in die Badewanne und lass deinen Gedanken freien Lauf: Was ist dir wichtig? Was musst du in dieser Zeit loslassen? Was willst du loslassen?
- Bring deine Badewannen-Gedanken im Gebet vor Gott.
Steht dir keine Badewanne zur Verfügung, suche dir einen anderen Platz zum Wohlfühlen.
Für draußen: Geh hinaus und suche dir einen Ort, an dem du Stufen oder einen Weg bergabgehen kannst. Beim Hinuntergehen frage dich:
Was ist mir wichtig? Was muss ich in dieser Zeit loslassen? Was will ich loslassen?
Bist du unten angekommen, spüre in dich hinein. Wie geht es mir damit?
Gib der entstandenen Leere den Platz, den sie gerade braucht und spüre nach, welcher Weg zurück für dich passt.