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Miteinander aus der Ja-Kraft leben

Bei den Puchberg-Tagen für Bäuerinnen und Frauen vom Land von 12. bis 13. Jänner 2026 kamen 90 Frauen auf Einladung der kfb und des Bildungshauses in Schloss Puchberg zusammen. 

„Besser geht‘s nicht.“ So fasst Maria Burger, Mitwirkende in der Vorbereitung und Durchführung der „Puchberg-Tage für Bäuerinnen und Frauen vom Land“, die Atmosphäre dieser Tage zusammen. „Die Frauen sind offen, sie lassen sich ganz ein“.

 

„Für mich gehören diese zwei Tage ganz einfach zum Jahresbeginn dazu“, sagt eine Teilnehmerin. Tatsächlich erwarteten die 90 Frauen im Bildungshaus Schloss Puchberg insgesamt fünf Workshops und einen Gottesdienst. Von „Humorvollen Beobachtungen zum täglichen Zusammenleben“ mit Susanne Fischer und Erhard Reichsthaler, beide Diplomierte Lebensberater:innen, bis hin zu „Yoga“, mit der ärztlich diplomierten Yogalehrerin Gabriele Peterseil aus Luftenberg, spannte sich der thematische Bogen.

 

Franz Harant referierte zum Thema: „Miteinander aus der JA-Kraft leben – Beziehungen gut gestalten“. Dabei schenkte er auch dem Begriff „Liebe“ ausreichend Beachtung. Was sie wohl sei, fragt er ins Publikum. In jedem Fall „jemandem Gutes wollen“. So habe es schon Thomas von Aquin, der italienische Dominikaner im 13. Jahrhundert, formuliert, meint der Priester, erfahrene Beziehungsberater und Referent.

 

Auch die vielen bekannte Ernährungswissenschaftlerin Karin Buchart war unter den Vortragenden. Sie befasst sich seit vielen Jahren mit der Heilkraft der Pflanzen. In ihrem Vortrag befasste sie sich mit pflanzlichen Arzneien, die sich selbst herstellen ließen.

 

„Früher brannte ich für die Familie und für den Betrieb, jetzt fürs Pilgern“. Die Wortmeldung einer Frau während des Workshops „Brennen ohne auszubrennen – Grenzen setzen und achten“ mit der Theologin Angelika Gassner entlockte etlichen Frauen im Raum ein herzliches Lachen. Viele scheinen zu wissen, wovon sie spricht. Und genau dort, wo wir begeistert sind, dürfen wir auch darauf achten, nicht auszubrennen. Es käme aufs gute Maß vor allem in unseren vielfältigen alltäglichen Engagements an, so Gassner. 

 

In diesen Tagen entsteht eine Gemeinschaft unter den teilnehmenden Frauen, die miteinander ihre Zeit und ein Stück ihrer Geschichte teilen, die sich untereinander verbunden wissen. Viele Teilnehmerinnen sind Landwirtinnen und finden doch erst in der Pension Zeit für diese kurze Auszeit. Andere wiederum haben keinen landwirtschaftlichen Hintergrund aber fühlen sich angesprochen, weil sie die Veranstaltung schätzen.

Besonders gut tut es ihnen, dass sie sich hier nur um sich selbst kümmern müssen. Und ganz gewiss trägt auch der jährlich wiederkehrende Gottesdienst als Teil des Programms zur Beliebtheit der Veranstaltung bei. Er wird vom Rektor des Bildungshauses, Adi Trawöger, und Maria Burger gestaltet. „Achtsam“ und behutsam dürfe es ins neue Jahr gehen. Die Kapelle war am Dienstagfrüh bis zum Rand gefüllt.

 

Die Moderation der beiden Tage hatte Eva Frauenberger über. Die Rolle steht der gelernten Sozialarbeiterin und Biobäuerin gut. Ein Gefühl von Glück ist spürbar, wenn sie über ihre Freude darüber spricht.

 

Bei den „Puchberg-Tagen für Bäuerinnen und Frauen vom Land“ handelt es sich um eine Kooperation von Bildungshaus Schloss Puchberg und Katholische Frauenbewegung in Oberösterreich. Das Projektteam besteht aus Maria Burger, Eva Frauenberger und Gabi Kiesenhofer, die sich ehrenamtlich einbringen sowie Christoph Burgstaller, Leiter des  Bildungshaus Schloss Puchberg und Julia Postl, Referentin im Team Frauen der Diözesanen Dienste. 

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