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Telefonseelsorge OÖ | Notruf 142
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Do. 18.12.25

TelefonSeelsorge OÖ hilft zu Weihnachten mit prominenter Unterstützung

TelefonSeelsorge OÖ hilft zu Weihnachten mit prominenter Unterstützung

Bei einer Pressekonferenz am 18. Dezember 2025 im OÖ. Presseclub gab die TelefonSeelsorge OÖ – Notruf 142 Anregungen für ein gelingendes und stimmiges Weihnachtsfest.

Weihnachten, das Fest der Liebe und der Beziehungen, ist mit vielen Emotionen und Erwartungen verbunden. Die Sehnsucht nach einer „heilen Welt“ ist in diesen Tagen besonders groß. Die Realität ist aber oft eine andere: Sorgen, Probleme, Trauer und Einsamkeit sind zu Weihnachten nicht einfach weggewischt. Wie kann es gelingen, auch in persönlich und global herausfordernden Zeiten Weihnachten stimmig zu gestalten? Welche Rituale können dabei hilfreich sein? Wie können wir gut auf die eigenen Bedürfnisse und Gefühle achten und dabei gleichzeitig Verständnis für andere zeigen? Silvia Breitwieser, Leiterin der TelefonSeelsorge OÖ, Barbara Lanzerstorfer-Holzner, Referentin der TelefonSeelsorge OÖ, Bischof Manfred Scheuer und Landeshauptmann Thomas Stelzer widmeten sich bei einer Pressekonferenz am 18. Dezember 2025 im OÖ. Presseclub der Frage, wie zu Weihnachten Verbundenheit und Freude erfahren werden können – selbst dann, wenn die Umstände nicht einfach sind. 

 

 

Prominente Unterstützung vor Weihnachten

 

Ein offenes Ohr für die Sorgen und Nöte der Menschen in Oberösterreich haben in den kommenden Tagen auch zwei prominente Persönlichkeiten:


Landeshauptmann Thomas Stelzer: Freitag, 19. Dezember | 18.30 bis 19.30 Uhr und
Bischof Manfred Scheuer: Freitag, 19. Dezember | 15.00 bis 17.00 Uhr

 

Beide unterstützen in dieser Zeit die Mitarbeiter:innen des Notrufdienstes der TelefonSeelsorge und sind unter der Nummer 142 zu erreichen. 

 


Bischof Scheuer: „Menschen in ihrer Not nicht allein lassen“ 

 

Bischof Manfred Scheuer betonte, Weihnachten sei wie kaum eine andere Zeit im Jahr mit gleichbleibenden Abläufen und Ritualen verbunden. Rituale würden Stabilität, Orientierung und Halt geben und Menschen verbinden. Seien diese vertrauten Abläufe – bedingt durch eine fundamentale Veränderung der Lebenssituation – auf einmal nicht mehr möglich, gehe dieser Halt verloren, so der Bischof. Die Folge: Trauer, Ratlosigkeit und Einsamkeit. „Die heile Welt zu Weihnachten – die gibt es nicht. Viele Menschen zweifeln gerade an Weihnachten daran, dass es das Leben, dass es Gott gut mit ihnen meint. Auch diese Seite von Weihnachten gibt es und sie soll und darf nicht verschwiegen werden“, nahm Scheuer die Realität in den Blick.

 

Gleichzeitig betonte der Bischof die Hoffnung, die von der Weihnachtsbotschaft ausgeht: Die Geburt Jesu sei ein Zeichen dafür, dass selbst unter widrigsten Lebensumständen ein Neubeginn möglich sei. „Jesus wurde keineswegs in eine friedvolle, heile Welt hineingeboren. Von Armut, Verfolgung, Ablehnung und einer Geburt im Stall erzählt die Weihnachtsbotschaft. Sie erzählt uns aber auch von Vertrauen ins Leben, selbst wenn das Vertrauen bereits mehrfach erschüttert wurde.“ Das Kind in der Krippe verkörpere Gottes Botschaft, dass jedes Leben – und sei es noch so belastet – ein Geschenk sei und eine unveräußerliche Würde habe. Die TelefonSeelsorge vermittle im Zuhören und Beraten Menschen diese Würde und lasse sie in ihrer Not nicht allein. Scheuer dankte allen Mitarbeiter:innen der TelefonSeelsorge, die haupt- und ehrenamtlich ihre Zeit zur Verfügung stellen und ein offenes Ohr für die Nöte der Menschen haben, sowie dem Land Oberösterreich für die Unterstützung.

 


Landeshauptmann Stelzer: „Zuhören kann wieder festen Boden unter den Füßen geben“

 

Auch Landeshauptmann Thomas Stelzer ortet Einsamkeit und Unsicherheit bei vielen Menschen, gerade jetzt zu Weihnachten. Umso mehr brauche es Anlaufstellen, die ohne Erwartungen einfach da seien. „Die Menschen brauchen Orte, an denen sie mit ihren Sorgen nicht alleine bleiben. Zusammenhalt zeigt sich nicht nur in großen Gesten, sondern in den leisen Momenten: einem Gespräch, einem offenen Ohr, einem ehrlichen Interesse am Gegenüber. Dieses stille Miteinander ist eine der stärksten Kräfte unseres Landes“, betonte Stelzer. Zuhören könne keine Probleme wegzaubern, aber es könne Menschen wieder festen Boden unter den Füßen geben. „Die TelefonSeelsorge bietet genau diesen Halt – anonym, professionell und voller Menschlichkeit“, dankte der Landeshauptmann den Mitarbeiter:innen der TelefonSeelsorge für ihr Engagement.

Bilder
Barbara Lanzerstorfer-Holzner, Referentin der TelefonSeelsorge OÖ
Barbara Lanzerstorfer-Holzner, Referentin der TelefonSeelsorge OÖ
Silvia Breitwieser, Leiterin der TelefonSeelsorge OÖ
Silvia Breitwieser, Leiterin der TelefonSeelsorge OÖ
Pressekonferenz
Pressekonferenz
Landeshauptmann Thomas Stelzer
Landeshauptmann Thomas Stelzer
Bischof Manfred Scheuer
Bischof Manfred Scheuer

Sehnsucht nach „Weihnachten, wie es früher war“

 

Silvia Breitwieser und Barbara Lanzerstorfer-Holzner gaben Einblicke in die vielfältigen Beratungsgespräche der TelefonSeelsorge und schilderten, was Hilfesuchende in diesen Tagen bewegt. „Weihnachten ist eine Zeit, in der die emotionalen Erwartungen und die Sehnsucht groß ist: Sehnsucht Sehnsucht nach Wohlfühlzeit mit der Familie, nach Harmonie, nach Ruhe und Geborgenheit, nach Frieden in der Welt. Viele ersehnen diese Tage als Momente einer heilen Welt im sonst so unruhigen Trubel des Alltags“, weiß Silvia Breitwieser, Leiterin der TelefonSeelsorge OÖ.

 

Auch die Sehnsucht nach einem „Weihnachten, wie es früher war“, ist groß – nach kindlicher, unbeschwerter Freude und Magie. Die Realität zeichnet ein anderes Bild, wie Barbara Lanzerstorfer-Holzner, Referentin der TelefonSeelsorge OÖ, schildert. „Vorfreude kann nur entstehen, wenn ich etwas ersehne, auf das ich warten muss. Warten bedeutet auch Verzicht. Zwei Worte bzw. Tätigkeiten, die in unseren Tagen kaum mehr nötig sind und daher fast antiquiert anmuten. Spätesten ab Mitte September ist Lebkuchen in den Geschäften erhältlich, Onlineshopping vom Smartphone aus garantiert schnellste Wunscherfüllung.“ War früher der Advent eine meditative und stille Zeit, sei der Dezember heutzutage fast der hektischste Monat des Jahres – die „stillste Zeit im Jahr“ habe sich im Gedränge der Einkaufszentren oder Christkindlmärkte gleichsam in Luft aufgelöst. „Dabei entspräche es unserer inneren Uhr, innezuhalten und kürzerzutreten, entspräche auch unserer inneren Uhr. Körper und Seele könnten ein bisschen ‚Winterruhe‘ gut gebrauchen“, betont die Expertin.

 


Rituale stärken, ordnen und stiften Beziehung

 

Lanzerstorfer-Holzner setzt in Trubel und Unruhe auf die stärkende Kraft von Ritualen. Sie können helfen, die (Vor-)Weihnachtszeit achtsamer und stimmiger zu erleben, denn: „Das Immer-Gleiche vermittelt Beständigkeit in einer Welt, die sich fortwährend wandelt.“ Rituale seien Ausdruck von Liebe, Gemeinschaft und Tradition, schafften Momente der Zusammengehörigkeit und stärkten familiäre Bindungen. „Besonders für Kinder sind Rituale prägend. Sie schaffen wertvolle Erinnerungen, die Kinder ihr Leben lang begleiten und an zukünftige Generationen weitergegeben werden können“, weiß Lanzerstorfer-Holzner. Durch ihre Vorhersehbarkeit und Struktur geben Rituale ein Gefühl der Sicherheit und ermöglichen ein Stück Normalität in unsicheren Zeiten. „Rituale bringen Ordnung in den Alltag, helfen, Krisen zu bewältigen, stiften Begegnung und Beziehungen“, fasst die Psychotherapeutin zusammen. Weihnachtsschmuck, Weihnachtslieder, Weihnachtsfilme, Kekse, Tee, das traditionelle Weihnachtsessen oder vielleicht sogar ein Weihnachtspulli – erlaubt ist alles, was gefällt und guttut. 

 


Mitgefühl für sich und andere

 

Rituale könnten außerdem dabei helfen, die eigenen Gefühle wahrzunehmen und zum Ausdruck zu bringen. Damit seien sie wichtiger Bestandteil von Selbstfürsorge bzw. Selbstmitgefühl, so Lanzerstorfer-Holzner. Was ist mit Selbstfürsorge gemeint? Als ersten Schritt ist es wichtig, die eigenen Gefühle wahrzunehmen und zuzulassen. „Alle Gefühle haben ihre Berechtigung und dürfen einfach sein. Unangenehme Gefühle wie Schmerz, Trauer und Wut machen keine Weihnachtspause und gehören zum menschlichen Sein dazu. Sie zu verdrängen, bringt nur eine kurzfristige ‚Symptomlinderung‘“, betont die Expertin. Der zweite Schritt: Nachsicht mit sich selbst und den Mitmenschen zu haben. Niemand ist perfekt – sich dies bewusst zu machen, öffnet Raum für Verzeihen, Grenzziehung und Neuanfänge. Es geht um das Bemühen, Verständnis und Mitgefühl für die anderen zu zeigen – ohne die eigenen Werte und Überzeugungen aufzugeben. „Voraussetzung dafür ist Empathie, also die Fähigkeit, die Perspektive anderer Menschen zu verstehen und ihre Gefühle und Emotionen nachzuvollziehen“, sagt Lanzerstorfer-Holzner. Ein dritter hilfreicher Schritt kann sein, sich mit Unwägbarkeiten, Frustrationen und Situationen, für die es gerade keine Lösung gibt, zu arrangieren. Dazu die Expertin: „Das Leben ist nicht schwarz oder weiß, es kann auch mal ‚mittelgrau‘ oder ‚grauweiß‘ sein.“

 


Anregungen für ein stimmiges Fest

 

Wie kann Weihnachten trotz aller Widrigkeiten und Herausforderungen ein stimmiges Fest werden? Dazu gibt es hilfreiche Anregungen von Seiten der TelefonSeelsorge. Wichtig ist, die Bedürfnisse aller Beteiligten – auch die eigenen! – zu klären und einen lebbaren Kompromiss zu finden. Hilfreich kann auch sein, sich vom „idealen Weihnachten der Kindheit“ und dem perfekten Fest zu verabschieden und zu überlegen, was Weihnachten wirklich ausmacht und was wirklich dazugehört – nicht nur, „weil es halt so Brauch ist“. Gemeinschaft und Nähe zählen mehr als teure Geschenke. Auch der Abstand von medialer Dauerberieselung und „bad news“ kann wohltuend sein, ebenso wie die Pflege sozialet Kontakte – und seien es auch nur kurze Begegnungen wie beim Einkaufen oder auf der Straße. 

 


Telefon- und Onlineberatung in der Weihnachtszeit

 

Angst, Trauer, Hoffnungslosigkeit – diese Gefühle sind nicht angenehm, schon gar nicht zu Weihnachten. Bei der TelefonSeelsorge OÖ finden alle Ratsuchenden ein offenes Ohr für ihre Sorgen und Nöte. Der amtliche, psychosoziale Notruf ist auch am Heiligen Abend und an den Feiertagen rund um die Uhr unter der kostenlosen Nummer 142 erreichbar. Wer lieber schreibt, kann sich täglich von 16.00 Uhr bis 23.00 Uhr an die Onlineberatung wenden: https://onlineberatung-telefonseelsorge.at oder eine Nachricht per Messengerdienst (WhatsApp) senden: 0660 / 142 0 142

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