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„Akzeptieren, wenn Jugendliche nicht zum Begräbnis gehen wollen“

Es kann keine Vorschriften geben, wie man trauern muss. Hilfreich kann aber sein, einen Todesfall in der Jugendgruppe gemeinsam aufzuarbeiten. 

Text: Akzeptieren, wenn Jugendliche nicht zum Begräbnis gehen wollen (docx)

 

Tiefe Trauer, Ohnmacht und viele quälende Fragen. Der Tod eines jungen Menschen wirft die Hinterbliebenen mit brutaler Gewalt aus der Bahn. Zum seelischen Schmerz gesellen sich schnell Schuldgefühle und eine große Unsicherheit. „Es ist wichtig in der Trauerarbeit mit Jugendlichen zuerst Unklarheiten anzusprechen und genaue Infos rund um den Todesfall zu geben. Denn die Fantasien sind meistens schlimmer als die Realität“, sagt Julia Leitner. Die Theologin arbeitete mit Jugendgruppen, die direkt mit dem Tod konfrontiert wurden.
Jugendliche wissen oft nicht, wie sie ihre Trauer zeigen dürfen, wenn aus ihrer Mitte plötzlich jemand stirbt. Viele hätten zum Beispiel Gewissenbisse, wenn sie nach dem Tod eines Freundes wieder zum Fortgehen anfangen. „Jeder trauert anders, und so wie man das macht passt es auch. Trauern und lachen gleichzeitig sind möglich“, betont Leitner.
Vor allem Burschen müssen sich meistens überwinden, um über die eigene Trauer zu sprechen. „Vielen wird dann zugeschrieben, dass sie gar nicht traurig seien. Dabei wollen sie nur stark sein“, beobachtete Julia Leitner.

Kein Trauer-Zwang.
Hilfreich ist für viele Jugendliche, die Trauer mit persönlichen Texten oder ihren Lieblingsliedern auszudrücken. Wichtig ist ehrlich zu sich und den anderen zu sein: Wenn einem zum Beispiel der Suizid eines Mitschülers auch recht wütend macht, soll man das nicht aus Rücksicht verheimlichen.
Generell dürfen die gesellschaftlichen Erwartungen, wie Trauer auszusehen hat, nicht in einen Zwang müden, meint Julia Leitner. „Man kann immer nur Angebote für die Trauerarbeit machen. Wenn Jugendliche nicht auf ein Begräbnis gehen wollen, muss man das akzeptieren. Auch, wenn meine Hilfe nicht angenommen wird, ist das in Ordnung.“
Damit Freunde und Schulkollegen wieder den Weg zum normalen Leben finden, braucht es oft Hilfe von außen. „Ich bekomme oft die Rückmeldung, dass es geholfen hat gemeinsam in der Gruppe über den Tod zu sprechen.“

 

Der Text erschien erstmals 2011 in der KirchenZeitung der Diözese Linz. Weiterlesen unter: www.kirchenzeitung.at

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