Die Kirche, das Grab und der Jägerstätter-Weg sind ganzjährig frei zugänglich.
Für den Besuch des Jägerstätter-Hauses oder eine Führung in der Kirche und am Friedhof ist eine Anmeldung erforderlich.
Mehr erfahren und anmelden

Die Kirche, das Grab und der Jägerstätter-Weg sind ganzjährig frei zugänglich.
Für den Besuch des Jägerstätter-Hauses oder eine Führung in der Kirche und am Friedhof ist eine Anmeldung erforderlich.
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Der Leherbauernhof war Wohn- und Arbeitsort von Franz Jägerstätter. Es ist der Ort, an dem er mit seiner Frau Franziska und ihren drei Kindern lebte und Franziska als Witwe den Alltag als Bäuerin und Mutter bewältigte.
Neben den ehemaligen Wohnräumen (Stube, Küche und Schlafzimmer), befindet sich im Haus ein Ausstellungsraum mit Informationstafeln und Originalgegenständen aus dem Leben der Jägerstätters, ein Meditationsraum sowie ein Aufenthaltsraum für Projektgruppen.


Zwischen dem Jägerstätter-Haus und der Pfarrkirche verläuft der ca. 1,5 km lange Franz Jägerstätter-Weg. Entlang des leicht zu bewältigenden Fußweges befindet sich das 2012 von Hubert Sigl, einem Enkel von Franz Jägerstätter, errichtete Friedensdenkmal.
Am 9. August 1946 wurde die Urne von Franz Jägerstätter an der südlichen Kirchenmauer von St. Radegund bestattet. Ein Teil der sterblichen Überreste ist weiterhin in dieser Grabstätte belassen, nachdem die Reliquien Franz Jägerstätters im Rahmen der Umgestaltung des Kirchenraumes 2016 in den Altar der Pfarrkirche überführt wurden. Dies entspricht dem Wunsch Franziska Jägerstätters, die kurz nach ihrem 100. Geburtstag verstarb und am 23. März 2013 in der Grabstätte bei der Kirchenmauer ihre letzte Ruhestätte fand.


Im Zuge der Generalsanierung der Pfarrkirche St. Radegund wurde im Sommer 2015 der Altar- und Kirchenraum nach Entwürfen von Christoph Mayer chm. und Petr Barth neu gestaltet.
Die Tür mit der Aufschrift „Wovor hast du Angst?“ öffnet einen Gedanken- und Beziehungsraum zur Begegnung mit Christus. Verbunden mit den Reliquien Franz Jägerstätters im Altar sind Gedankenfragmente jenes Menschen, der einst hier betete und nachdachte. Schriftzüge nach der Stickhandschrift Franziska Jägerstätters wurden in Gewölbe, Wände, Bänke, Boden und Portal eingearbeitet und machen den Raum zu einem Ort der Entscheidung und Reflexion.
Im Altarraum fällt die Einheit von Altar, Ambo und Taufbecken auf. Der Altar besteht aus zwei ineinandergreifenden Sandsteinblöcken mit einem kreuzförmigen Hohlraum, der einen Glaskorpus mit den Reliquien Jägerstätters birgt.