Franz Jägerstätter
20.5.1907: Geburt von Franz Huber in St. Radegund als uneheliches Kind der Dienstmagd Rosalia Huber und des Knechtes Franz Bachmeier.
19.2.1917: Hochzeit von Mutter Rosalia mit Heinrich Jägerstätter, der Franz adoptiert und ihm seinen Familiennamen überträgt.
1927–1930: Franz arbeitet im steirischen Eisenerz. Vom verdienten Geld kauft er sich ein Motorrad.
1.8.1933: Franz wird Vater einer unehelichen Tochter.
1933: Tod von Heinrich Jägerstätter, Franz übernimmt als rechtlicher Erbe den Leherbauernhof in St. Radegund.
9.4.1936: Hochzeit mit Franziska Schwaninger. Aus der Ehe stammen drei Töchter.
10.4.1938: Bei der Abstimmung zum „Anschluss“ stimmt Franz als einziger seines Ortes mit Nein.
17.6.1940: Franz wird zum ersten Mal zum aktiven Wehrdienst eingezogen, kann aber nach wenigen Tagen unabkömmlich gestellt werden.
Okt. 1940–April 1941: Ausbildung zum Kraftfahrer in der Alpenjägerkaserne in Enns, am 9.12. Verlegung nach Obernberg am Inn, ab Februar 1941 einem Pferdegespann zugeordnet, das zu Übungszwecken Infanteriematerial ins Waldviertel transportiert. Franziska ist während seiner Abwesenheit für den Hof und die Erziehung der Kinder verantwortlich. Unterstützt wird sie von ihrem Vater und einer ihrer Schwestern, die bis 1954 als Magd am Jägerstätter Hof arbeitet.
April 1941: Franz kann mit Unterstützung des Bürgermeisters abrüsten und bleibt fast zwei Jahre von einer Einberufung verschont. Der Entschluss, einer weiteren Einberufung nicht mehr Folge zu leisten, reift. Franziska steht ihm bei seiner Entscheidung bei.
1941: Franz übernimmt das Mesneramt in seiner Pfarre St. Radegund.
1941–1942: Konsultationen mit befreundeten Priestern, Briefverkehr mit Verwandten, Frontsoldaten und seinem Freund Rudolf Mayr, Aufzeichnungen in Heften und auf losen Blättern, Unterredung mit seinem Bischof Joseph C. Fließer in Linz.
23.2.1943: Erhalt des Einberufungsbefehls.
1.3.1943: Franz stellt sich der Militärbehörde in Enns und spricht am 2.3.1943 seine Verweigerung aus. Überstellung in des Wehrmachtsuntersuchungsgefängnis Linz.
4.5.1943: Überstellung in das Wehrmachtsuntersuchungsgefängnis Berlin-Tegel.
6.7.1943: Verurteilung zum Tod durch das Reichskriegsgericht wegen Zersetzung der Wehrkraft.
12.7.1943: Letzte Begegnung zwischen Franz und Franziska Jägerstätter in Berlin-Tegel.
9.8.1943: Franz wird um 16 Uhr in Brandenburg an der Havel enthauptet. Franziska wird zur alleinerziehenden Mutter und Besitzerin des Hofes.
Erna Putz: Franz Jägerstätter Märtyrer. Leuchtendes Beispiel in dunkler Zeit
Umfassende Biografie zum Nachlesen und Downloaden: