Geschichte der Rudigierorgel
Die Rudigierorgel im Linzer Mariendom zählt zu den bedeutendsten Neubauten Österreichs im 20. Jahrhundert – ein Meilenstein in der Geschichte des österreichischen Orgelbaus.
„Beste moderne Orgel Österreichs,
ein Höhepunkt des Orgelbaus überhaupt”
(Anton Heiller über die Rudigierorgel, 1969)
Mit diesem herausragenden Urteil hat der wohl bedeutendste Organist und Orgelpädagoge Österreichs des 20. Jahrhunderts, Anton Heiller (1923-1979), die besondere Qualität der Rudigierorgel im Linzer Mariendom beschrieben.
Auch wenn dieses Urteil schon einige Jahre zurückliegt, hat es nicht an Aktualität verloren: Viele in- und ausländische Organistinnen und Organisten sind nach wie vor vom Klang der Rudigierorgel beglückt. Auch für Orgelbauer aus dem In- und Ausland stellt sie einen großen Anziehungspunkt dar.
Dank der Initiative des damaligen Dompfarrers Josef Ledl (1901-1980), den Gebrüdern Joseph (1910-1998) und Hermann (1914-1994) Kronsteiner und dem späteren Theologieprofessor als damaligen Domvikar Wilhelm Zauner (1929–2015) entstand 1968 die Rudigierorgel und setzt bis heute immer noch Maßstäbe im Orgelbau.
Mit diesem Instrument wurde aufgezeigt, wie eine Orgel in Zukunft gebaut werden sollte - denn auch wenn vieles zur Erbauungszeit der Rudigierorgel sehr umstritten war, setzte sich doch bei Orgelneubauten so manches durch: Mechanische Schleifladen, klare Pfeifenprospektanordnung, beste Qualität der Materialien, herausragende Klanggebung der einzelnen Register (Intonation) und vieles mehr.