Mikroplastik - um uns und in uns
Etliche Produkte in unseren Badezimmern haben es in sich: Umweltschädliches Mikroplastik. Ohne es zu ahnen, verschmutzen wir Seen, Flüsse und Meere. Weil es so klein ist, passiert Mikroplastik ungehindert die Kläranlagen und gelangt in ungeahnten Mengen ins Meer. Tiere verwechseln das Plastik mit Nahrung und fressen es.
Einige Bestandteile im Plastik gelten als giftig, krebserregend oder endokrin wirksam (in das Hormonsystem eingreifend) und können sich in der Nahrungskette, an deren Ende bekannter Weise der Mensch steht, anreichern. Mittlerweile kommen im Mittelmeer auf einen Planktonorganismus zwei Mikroplastikpartikel und laut Untersuchungen in der Donau, befinden sich in dieser mehr Plastikpartikel als Fischlarven. Somit reichert sich Mikroplastik immer mehr in unserer Umwelt an, sodass mitlerweile dieses immer öfter auch in Nahrungsmitteln nachgewiesen werden kann. Die Langzeitfolgen für die Umwelt und den Menschen sind noch nicht abschätzbar.
Mikroplastik ist schädlich für die Umwelt und über die Nahrungskette auch für uns. Plastik ist außerdem sehr langlebig und sammelt sich über Hunderte von Jahren in der Umwelt an. Auch sehr entlegene Meeresgebiete wie die Arktis sind inzwischen plastikbelastet. Greenpeace arbeitet seit 2014 zu Mikroplastik.
MAG.ª NUNU KALLER
Konsumentensprecherin Consumer Campaigner bei Greenpeace Ö; Wien
Regiebeitrag: Euro 7,00