Granit - von Adalbert Stifter
„Gleichgestimmten Freunden eine vergnügte Stunde zu machen, ihnen allen bekannten wie unbekannten einen Gruß zu schicken, und ein Körnlein Gutes zu dem Bau des Ewigen beizutragen, das war die Absicht bei meinen Schriften, und wird es auch bleiben.“ Adalbert Stifter
Hapé Schreiberhuber betrachtet bei „Granit“ das Geschehen nicht von außen als auktorialer Erzähler, sondern wird zum Protagonisten, zum Vorleser als Ich-Erzähler und Großvater, verbindet somit die Erzählsprünge.
Der Ich-Erzähler berichtet von einer Kindheitsepisode, die ihm als kleinem Knaben widerfahren ist. Ein vorbeifahrender Pechbrenner schmiert ihm die Füße mit Pech ein; der Kleine läuft damit in die frisch gebohnerte Stube und wird von seiner Mutter - praktisch ohne Erklärung - hinausgeschleift und verdroschen. Heulend findet ihn sein Großvater, wäscht ihn, nimmt ihn zu einem Gang in die umliegenden Dörfer mit, zeigt und erklärt ihm die Landschaft. Bei diesem Gang erzählt er dem Enkel eine Geschichte, die sich in der Gegend tatsächlich zugetragen haben soll: die Geschichte von einer großen Pestepidemie, einer Familie, die vor der Pest in die Wälder flieht und von zwei Kindern, die nach dem Tod ihrer Familien ganz allein im Wald überleben …
Mag. Hapé Schreiberhuber
Künstler; Steyr
Regiebeitrag: Euro 12,00 Vorverkauf
Euro 14,00 Abendkasse