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Pfarre Taiskirchen

Altarraumgestaltung, Thomas Weber, 2010

Diözesanbischof Dr. Ludwig Schwarz weihte am 13. November 2010 in einem festlichen Gottesdienst den neuen Altar in der Pfarrkirche Taiskirchen. Mit der Altarweihe konnte die Pfarre unter der Leitung von Dechant Mag. Franz Aumüller den Abschluss der Neugestaltung des Altarraumes feiern.

 

 

Altar und Ambo wurden vom Künstler Thomas Weber aus Reichersberg entworfen und in der Glaswerkstätte Schlierbach unter seiner Mitwirkung gefertigt.  Das Podest und die räumliche Anordnung der Bestuhlung sind nach einem Entwurf der in Taiskirchen ansässigen Architektin DI Petra Augustin gestaltet.

 

Der neue Altar in der Pfarrkirche Taiskirchen. © Erich Gruber
Der neue Altar in der Pfarrkirche Taiskirchen. © Erich Gruber
Altarweihe. © Gerhard Maier
Altarweihe. © Gerhard Maier
Altarweihe. © Gerhard Maier
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Thomas Weber zur Gestaltung: „Ausgangspunkt für die Wahl des Materials war der von der Pfarre gewünschte Bezug zu den farbig gestalteten Fenstern im Altarraum. Folglich ergab sich die Aufgabe, Altar und Ambo so zu konzipieren, dass eine glasmalerische Gestaltung zur Wirkung kommt. Altar und Ambo bestehen jeweils aus vier hintereinander angeordneten quadratischen Glasplatten beim Altar bzw. rechteckigen beim Ambo. Den drei Glasplatten mit je einer einfarbigen (blau, gelb, rot) versetzten Ringform ist eine mit einem geöffneten bzw. unterbrochenen schwarzen Ring, als Spannungselement hinzugefügt.

 

Die Ellipsen, als vom Kreis hergeleitete Formen, haben eine zentrierende Wirkung. In ihrer räumlichen Schichtung symbolisieren die farbigen Ellipsen das In-der-Welt- 
Sein, das Erscheinende, das Außen, aber auch das Eingebunden-Sein in einen  
Weltzusammenhang. Diese Harmonie wird durch ein eingefügtes schwarzes, offenes Ringelement, sowohl in Spannung versetzt, als auch verdichtet. Das Schwarz unterbricht, wie der nächtliche Schlaf, Ablauf und Logik des Alltäglichen, und führt hinab ins Verborgene. Dort gelten andere Gesetze. Der Mensch leidet unter der Unergründlichkeit seiner Existenz  (Geburt, Leiden, Tod) und empfindet das als Widerspruch, wenn nicht sogar als Bedrohung. 
 
Dennoch bedeutet die geöffnete schwarze Form nicht nur eine Infragestellung der  diesseitigen, gewohnten Ordnung, sondern in ihr liegt zugleich auch die Lösung, nämlich die  Öffnung. Öffnung verspricht Verwandlung. Christus verkörpert diese Verwandlung und lädt ein, seinem Beispiel zu folgen.“ 

 

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