Danke für 50 Jahre Stützpunktleitung!
Lieber Herr Lang, Sie haben 50 Jahre den Szenario-Stützpunkt in Prambachkirchen geleitet. Wie kam es dazu, wie hat alles begonnen?
1973 habe ich die Leitung des Katholischen Bildungswerkes Prambachkirchen übernommen. Szenario – damals noch „Christlicher Theaterring“ – wurde zu dieser Zeit von Adelgunde Eschlböck betreut. Als sie aufgehört hat, habe ich als Bildungswerkleiter diese Aufgabe übernommen und mich fortan um den Stützpunkt gekümmert.

Margarita Eichinger, Prof. Helmut Lang, Maria Stichlberger (v.l.)
Gab es damals schon einen großen Abonnentenkreis beziehungsweise wie hat sich dieser entwickelt?
Wir waren eigentlich immer eine Gruppe von etwa 12 bis 30 Personen. Die Anreise haben wir meist mit privaten PKW organisiert. Einige Jahre hatten wir einen Abonnenten dabei, der selbst einen Kleinbus hatte – das war besonders praktisch.
Der Stützpunkt Prambachkirchen bezieht derzeit das Abo „Trio“. War das immer schon so?
Ja, wir hatten immer das Trio-Abo. Drei Stücke aus unterschiedlichen Genres – das bietet eine schöne Abwechslung, da ist für jeden etwas dabei. Ich selbst hatte zusätzlich noch das Abo Classico. Bis vor etwa zehn Jahren meine Frau verstorben ist. Wir sind immer gemeinsam ins Theater gegangen, alleine wollte ich das zusätzliche Abo dann nicht mehr weiterführen.
Was ist Ihnen aus all den Jahren besonders in Erinnerung geblieben?
Ich bin sehr aufgeschlossen und habe unglaublich viele schöne Theaterabende erlebt. Tatsächlich fällt mir nur ein einziges Mal ein, wo meine Frau und ich in der Pause gegangen sind – ich weiß aber gar nicht mehr genau, welches Stück das war. Als ehemaliger Musikprofessor liegen mir aber schon die musikalischen Produktionen am Herzen.
Gab es nach den Theaterfahrten oft noch ein geselliges Beisammensein?
Nach den Vorstellungen sind wir meistens direkt nach Hause gefahren, weil es doch oft sehr spät geworden ist, bis man wieder in Prambachkirchen angekommen ist. Vor den Vorstellungen haben wir uns aber häufig im Promenadenhof oder in der Gastronomie des Musiktheaters zusammengesetzt. Das gehört natürlich auch dazu.
Waren Sie bei den jährlichen Stützpunktleiter:innen-Treffen dabei?
Ja, immer. Außer in diesem Jahr. Meine Nachfolgerinnen waren aber da, und so soll es ja auch sein. Ich habe diese Veranstaltung immer sehr geschätzt. Die persönliche Einführung in die Stücke von den Theatermachern, das war schon etwas Besonderes.
Was war schließlich ausschlaggebend dafür, den Stützpunkt zu übergeben?
Ich bin jetzt im 87. Lebensjahr – irgendwann ist es genug. Außerdem wollte und konnte ich die Verantwortung fürs Fahren nicht mehr übernehmen.
War es schwer, eine Nachfolge zu finden?
Zum Glück haben sich zwei Damen bereit erklärt, die Organisation künftig gemeinsam zu übernehmen. Maria Stichlberger hat mich ohnehin schon in den vergangenen Jahren immer unterstützt und einige Abonnenten betreut. Margarita Eichinger ist erst vor relativ kurzer Zeit dazugekommen.
Woher kommen die Abonnentinnen und Abonnenten und wie setzt sich die Gruppe zusammen?
Lange Zeit waren die Teilnehmenden ausschließlich aus Prambachkirchen. Inzwischen fährt auch eine Gruppe aus Alkoven mit. Interessanterweise sind es nur Frauen – ich war da der einzige Mann.
Und bleiben Sie als einziger Mann dem Stützpunkt als Abonnent erhalten?
Da ich inzwischen etwas kürzertreten muss, habe ich derzeit kein fixes Abonnement mehr. Aber ich freu mich sehr, dass es auch ohne mich gut weitergeht mit dem Stützpunkt.
Wir von Szenario sagen ganz herzlichen Dank für Ihr jahrelanges Engagement und die geregelte Übergabe!