Kein Gold für Kalsaka
Was geschieht, wenn eine europäische Minengesellschaft nach Burkina Faso kommt, um dort Gold zu fördern?
Der industriell betriebene Goldabbau in Kalsaka durch eine britische Minengesellschaft und seine verheerenden Folgen stehen im Zentrum des Films.
Blaise Compaoré, der gestürzte Premierminister Burkina Fasos, hatte dem Konzern die Konzession erteilt. Versprochen wurden den Menschen einst Arbeitsplätze, Steuereinnahmen und eine Verbesserung der Schul- und Gesundheitsversorgung. Geblieben sind ihnen nach der Einstellung des Goldabbaus verseuchte Brunnen, eine Kraterlandschaft und die schiere Verzweiflung.
Von den 18 Tonnen Gold, die hier gefördert wurden, ist nichts bei der lokalen Bevölkerung angekommen. Doch die Menschen wehren sich gegen die Zerstörung ihrer Existenzgrundlage und sie haben nach den politischen Umwälzungen im Land an Selbstbewusstsein gewonnen.
Der Regisseur Michel K. Zongo stammt aus der Region, in der der Film spielt. Er dokumentiert mit seinem Film nicht nur was geschehen ist, er kommentiert auch die Ereignisse selbst und unterstützt die Menschen bei ihren Bemühungen um Aufklärung. Damit bleibt er seinem Verständnis von Filmemachen treu, nicht nur beobachtend zu dokumentieren, was geschehen ist, sondern sich auch in gesellschaftliche Veränderungen einzumischen.
KEIN GOLD FÜR KALSAKA ist eine spannende Dokumentation, die durch besondere Kunstgriffe wie kurze Einlagen eines Griots und kleine Sequenzen mit inszenierten Western-Anleihen ein Doku -Erlebnis der besonderen Art garantiert.
Mehrfach ausgezeichnet, u. a. BESTER DOKUMENTARFILM bei den Africa Movie Academy Awards 2020.
(Quelle: EZEF/gekürzt und bearbeitet von Team Welthaus)
