Thursday 17. October 2019
Liturgiebörse

Wir gehen den Kreuzweg vieler Menschen mit ... / Kreuzweg

Kreuzweg

Kreuzweg durch das Ortsgebiet einer Landgemeinde - mit fünf Stationen

 

Kreuzweg im Ortsgebiet v. Buchkirchen

 

AUF DEM WEG

Wir gehen in Gedanken den letzten Weg Jesu mit; er ging durch die Gassen der Stadt Jerusalem, von vielen Menschen beobachtet, von den einen bewundert oder bemitleidet, von anderen verachtet. Wir gehen den Kreuzweg vieler Mitmenschen mit, die heute schwer zu leiden haben,die Armut, Verachtung oder Schmerzen ertragen müssen.

 

Wir gehen auch den letzten Weg, den Menschen gehen müssen, mit. Wer diesen letzten Weg Jesu mitgehen will, wer überhaupt den letzten Weg eines Menschen mitgeht, der lässt sich auf den Weg ohne Rückkehr ein.

 

Lied: Lass mich deine Leiden singen

 

STATION beim Parkplatz

 

Schriftlesung

Er trug sein Kreuz und ging hinaus zur sogenannten Schädelstätte, die auf Hebräisch Golgotha heißt. Dort kreuzigten sie ihn und mit ihm zwei andere, auf jeder Seite einen, in der Mitte Jesus. Pilatus ließ auch ein Schild anfertigen und oben am Kreuz befestigen. Die Inschrift lautete: JESUS von NAZARETH, DER KÖNIG DER JUDEN. Dieses Schild lasen viele Juden, weil der Platz, wo Jesus gekreuzigt wurde, nahe bei der Stadt lag.

 

Meditation

 

Auf einem Platz treffen sich viele Menschen. Viele haben damals zugeschaut, als der Wanderprediger aus Galiläa hingerichtet wurde. Eine Kreuzigung war die höchste und peinlichste Strafe, die über jemanden verhängt werden konnte. Noch dazu vor den Augen so vieler Zuschauer.

 

Viele Menschen haben teil am Schicksal Jesu: Menschen, die ins Gerede der Öffentlichkeit gelangen, deren Ruf beeinträchtigt oder zerstört wird. Viele werden ihrer Würde beraubt und spüren im Blick ihrer Mitmenschen Ablehnung und Verachtung.

 

Psalm

 

Lied

 

STATION beim Teich bzw. einem Gewässer

 

Schriftlesung

Als Jesus wusste, dass alles vollbracht war, sagte er, damit sich die Schrift erfüllte: „Mich dürstet!“ Ein Gefäß mit Essig stand da. Sie steckten einen Schwamm mit Essig auf einen Ysopzweig und hielten ihn an seinen Mund.

 

Meditation (Mich dürstet)

 

Wasser ist für uns – wenn auch nicht billig – so doch jederzeit in jeder gewünschten Menge erhältlich. Etwa die Hälfte der Menschheit verfügt nicht über genügend sauberes Trinkwasserwasser. Die meisten von ihnen müssen ihr Wasser über weite Strecken von einem Fluss oder Teich holen. Vielfach ist es verschmutzt und Ursache vieler Krankheiten.

 

Der Durst, der ständige Kampf um das „klare Gold“ für den täglichen Bedarf ist zusammengefasst im Wort Jesu am Kreuz: „MICH DÜRSTET!“

 

Lied: Lass mich deine Leiden singen

 

Wanderung bis zu einer Wiese

 

STATION Wiese

 

Schriftlesung

Die Soldaten nahmen seine Kleider und machten 4 Teile daraus, für jeden Soldaten einen. Sie nahmen auch sein Untergewand, das von oben her ganz durchwebt und ohne Naht war. Sie sagten zueinander: „Wir wollen es nicht zerteilen, sondern darum losen, wem es gehören soll. So sollte sich das Schriftwort erfüllen: sie verteilten meine Kleider unter sich und warfen das Los um mein Gewand. Dies führten die Soldaten aus.

 

Meditation

 

Jesus wird sein letztes Hab und Gut genommen. Wir denken an Menschen, die nicht teilhaben an den Gütern der Erde, denen Grund und Boden verweigert wird. Der Mensch wird in der hebräischen Sprache adam genannt; der Name kommt von adamá, die Erde. Der Mensch ist der, der untrennbar mit der Erde verbunden ist und Anrecht hat auf ein Stück Land. Wir beten darum, dass die Menschlichkeit immer mehr sich durchsetzt gegen alle Habgier. Beten wir das Gebet der Vereinten Nationen: GL 31/1

 

Lied: O Haupt voll Blut

 

Wanderung bis Kreuzung

 

STATION KREUZUNG

 

Schriftlesung

Bei dem Kreuz Jesu standen seine Mutter und die Schwester seiner Mutter, Maria, die Frau des Klopas, und Maria von Magdala. Als Jesus seine Mutter sah und bei ihr den Jünger, den er liebte, sagte er zu seiner Mutter: Frau, siehe dein Sohn! Dann sagte er zu dem Jünger: Siehe, deine Mutter! Und von jener Stunde an nahm sie der Jünger zu sich.

 

Meditation

 

An einer Kreuzung stehen Wegweiser, Orientierungshilfen. – Vor seinem öffentlichen Auftreten musste Jesus eine klare Entscheidung treffen – dem Versucher nachgeben oder sich ganz dem Willen Gottes anvertrauen. Er hat die Richtung ein für allemal festgelegt. Am Ölberg kam wiederum eine folgenschwere Entscheidung auf ihn zu: den Kelch vorübergehen lassen oder sich der Konfrontation stellen. Jesus hat sich ganz der inneren Stimme, der Stimme Gottes anvertraut.

 

Junge Menschen sind auf der Suche und müssen Lebensentscheidungen treffen – beruflich, in der Partnerwahl, in der Wertorientierung. Wir begleiten sie mit unserem Gebet in ihrer Suche nach Lebenssinn.

 

Psalm

 

Lied

 

Wanderung bis zum Kriegerdenkmal

 

STATION KRIEGERDENKMAL

 

Schriftlesung

Um die neunte Stunde rief Jesus laut: Eli, Eli, lema sabachtani. Das heißt: Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen!- Einige, die dabei standen, sagten: Er ruft nach Elija. Jesus aber schrie noch einmal laut auf. Dann hauchte er den Geist aus.

 

Meditation

 

Jesus stirbt drei Stunden lang in der Glut der Mittagssonne. Dann kommt der furchtbare Erstickungstod. Noch einmal schreit Jesus sein Sterben in die Nacht, zum letzten Mal. Es ist vollbracht.

 

Hier beim Kriegerdenkmal gedenken wir all derer, die wie Jesus einen frühzeitigen Tod erleiden mussten, die auf den Schlachtfeldern gestorben sind, aller, die in ihrem Schmerz keine Antwort auf das WARUM des Leides finden konnten.

 

Wir beten für den Frieden in der Welt

 

Lied

 

Segen

 

29.03.2007, Pfr. Mag. P. Arno Jungreithmair

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