Tuesday 23. April 2019
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Im Dunkel unsrer Nacht entzünde das Feuer, das nie mehr verlöscht / Kreuz-Andacht

Statue

Andacht zu den Worten Christi am Kreuz. Der Text lehnt sich eng an die gleichnamige Gotteslob(1975)-Andacht (GL 776) an; er bietet sprachliche "Übersetzungen" und Kürzungen sowie die Gliederung durch den Gesang.

Lied: Wer leben will wie Gott... GL 183 1.-3. Strophe

V: Jesus, wir wollen die Worte betrachten, die du in der Stunde deines Todes gesprochen hast.
A: Himmel und Erde werden vergehen, aber deine Worte werden nicht vergehen.
V: Heute, da ihr meine Stimme hört, verhärtet euer Herz nicht.
A: Himmel und Erde werden vergehen, aber deine Worte werden nicht vergehen.

1.
Sie kamen zu der Stelle, die Kalvaria (Schädel) genannt wird. Dort kreuzigten sie ihn und die Verbrecher, den einen zur Rechten, den anderen zur Linken. Jesus aber betete: Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun. Lk 23, 33,34a

V: Jesus erlebt das Böse, das Menschen tun, am eigenen Leib. Aber er bittet für sie um Vergebung. Auch der Hl. Stephanus verzeiht in der Todesstunde denen, die ihn töten.
A: Jesus, lege uns deine Liebe ins Herz und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.

Lied: Im Dunkel unsrer Nacht

2.
Einer der Verbrecher, die neben ihm hingen, sagte: Uns geschieht recht, wir erhalten den Lohn für unsere Taten, dieser aber hat nichts Unrechtes getan. Dann sagte er: Jesus, denk an mich, wenn du in deiner Macht als König kommst! Jesus erwiderte: Amen, ich sage dir: Heute noch wirst du mit mir im Paradies sein. Lk 23, 41-43

V: Jesus ist unser Bruder. Er ist der „Immanuel“, der „Gott mit uns“. Weil er mit uns geht, können wir auch mit ihm gehen. Sein Weg führt ins Leben. Das ist auch unser Weg.
Wenn wir mit Christus gestorben sind, werden wir auch mit ihm leben.
A: Jesus, sei du mit uns in unserem täglichen Sterben und Abschied nehmen und auch am Ende unseres Lebens.

Lied: Im Dunkel unsrer Nacht

3.
Als Jesus seine Mutter sah und bei ihr den Jünger, den er liebte, sagte er zu seiner Mutter: Frau, dies ist dein Sohn. Dann sagte er zu dem Jünger: Dies ist deine Mutter. (Joh 19, 26-27a)

V: Jesus sagt zu den beiden Menschen, die ihm am nächsten stehen, dass auch sie einander nahe stehen. Durch ihn sind sie miteinander verwandt. Wir alle sind Schwestern und Brüder in Christus.
A: Jesus, wir wollen einander annehmen, wie auch du uns angenommen hat.

Lied: Im Dunkel unsrer Nacht

4.
Um die neunte Stunde schrie Jesus laut: Eli, Eli, lema sabachtáni? Das heißt: mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen? Einige von denen, die dabeistanden und es hörten, sagten: Er ruft nach Elija.(Mt 27, 46-47)

V: Du Mensch Jesus von Nazareth, Sohn Gottes und Sohn Marias, hängst ganz allein zwischen Himmel und Erde. Alle Einsamkeit und alle Hoffnungslosigkeit des Lebens ist hier wie in wie in einem Brennpunkt zusammengefasst.
A: Jesus, hilf uns, dass wir nicht verzweifeln und nie aufhören nach Gott zu rufen.

Lied: Im Dunkel unsrer Nacht

5.
Weil Jesus wusste, dass schon alles vollbracht war, sagte er, damit die Schrift erfüllt wurde: Ich bin durstig. Es stand dort ein Gefäß mit Essigwasser; sie steckten einen Schwamm, der damit gefüllt war, auf einen Ysopzweig und hielten ihn an seinen Mund. (Joh 19, 28-29)

V: Alle Sehnsucht dieser Erde ist enthalten in dem Wort: Ich bin durstig. Und alle Enttäuschung ist in dem Essig, der die Lippen Jesu benetzte. Die Sehnsucht unseres Herzens ist größer als die Erfüllung, wie die Erde sie geben kann.
A: Jesus, du rufst die Dürstenden zum Wasser des Lebens. Führe uns zu dieser Quelle und stille den Durst nach erfülltem Leben.

Lied: Im Dunkel unsrer Nacht

6.
Als Jesus von dem Essigwasser genommen hatte, sprach er: Es ist vollbracht! (Joh 19, 30a)

V: In diesem Wort verkündet Jesus das Geheimnis des Todes. Der Ostertag leuchtet in ihm auf. Im Augenblick des Todes ist das Leben geboren.
A: Jesus, wir vertrauen dir. Du führst uns Menschen und deine ganze Schöpfung zum Leben.

Lied: Im Dunkel unsrer Nacht

7.
Die Sonne verdunkelte sich. Der Vorhang im Tempel riss mitten durch, und Jesus rief laut: Vater, in deine Hände lege ich meinen Geist. Nach diesen Worten starb er. (Lk 23, 45-46)

V: Noch einmal ruft Jesus voll Vertrauen nach Gott. Auch wir dürfen uns immer wieder an Gott wenden, der uns ein guter Vater und eine gute Mutter ist.
A: Gott, wir legen unseren Geist, unseren Leib und unser ganzes Leben in deine zärtliche Hände.

Lied: Wer Leben will wie Gott...GL 183/ 4.+5.Strophe

14.02.2005, Pfarre Wels, St. Stephan

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