Wednesday 22. May 2019
Liturgiebörse

Wege zum Glück / Jugendgd Osterz

Labyrinth

Wer mich liebt, hält an meinen Worten fest (vgl. Joh 14,23-29; Evangelium vom Tag) Gottesdienst am 6. Ostersonntag (Lesejahr C); mit einem Predigtvorschlag

Lieder aus : „Liederquelle“ 


Eröffnungslied: Legt euren Alltag ab 2 Str. LQ 66

Einleitung zu den Szenen:
... Wieder schauen wir am Beginn unserer Jugendmesse hinein in unser Leben. Dazu gehört auch das Wort Gottes. Wir versuchen, unser Leben – Szenen daraus sehen wir gleich – mit seinem Wort in Verbindung zu bringen.

Besinnung: 2 Szenen

1. Szene: Jesus sagt: Wenn jemand mich liebt, wird er an meinem Wort festhalten. Wer mich nicht liebt, hält an meinen Worten nicht fest.

2. Szene:
* “Rauchen sie „Moratti“, mit dem Aktiv-Kohlefilter und ihre Lunge bleibt sauber
* „blend-a-med“ - damit sie auch morgen noch kraftvoll zubeißen können
* „Oberösterreichische-Versicherung“ - ihre Sorgen möchten wir haben

SprecherIn: Die Szenen sollen den Unterschied zwischen den Verheißungen früher und heute darstellen. Die Werbung verspricht uns Wege zum Glück.
Damals haben Prediger, auch Jesus, Menschen den Weg zum Glück gezeigt und verheißen. Damals wie heute streben Menschen Idealen nach. Ob sie erreicht werden?

- So viele Verheißungen hören wir täglich, sind sie wirklich Wege zum Glück?
(STILLE – mindestens 5 Sekunden!)

- So viele Verheißungen hören wir täglich, sagen sie uns wirklich die Wahrheit?
(STILLE – mindestens 5 Sekunden!)

- So viele Verheißungen hören wir täglich, können wir wirklich auf sie vertrauen?
(STILLE – mindestens 5 Sekunden!)

- So viele Verheißungen hören wir täglich, schenken sie uns ZU-FRIEDEN-HEIT?
(STILLE – mindestens 5 Sekunden!)

Kyrie: Herr, erbarme dich unserer Zeit LQ 126

Vergebungsbitte:
Gott, du sprichst uns an – oft hören wir dich nicht. Manchmal sind wir Menschen taub für dein befreiendes Wort. Vergib uns, bitte, und lass uns offen werden für dich, offen zu uns selber und offen füreinander.
A Amen.

...

Tagesgebet:
Jesus hat einmal gesagt: Der Mensch lebt nicht nur vom Brot, sondern von jedem Wort, das aus Gottes Mund kommt. – Darum bitten wir:
Vater im Himmel, verwirrt vom Geschwätz unserer Tage, erschöpft von der Arbeit und von Sorgen, suchen wir den Weg zu dir und bitten: Komm uns entgegen. Rede uns an. Gib uns ein Wort, das uns ändert und heilt, das uns nährt und befreit. Darum bitten wir durch Jesus Christus im Heiligen Geist. A Amen.
(nach Messbuch Auswahlgebete Tagesgebet Nr. 34)

Instrumental

Impulsfragen:

Worauf sollen wir hören, sag uns worauf?
So viele Geräusche, welches ist wichtig?
So viele Beweise, welcher ist richtig?
So viele Reden! Ein Wort ist wahr.

Instrumental

Wohin sollen wir gehen, sag uns wohin?
So viele Termine, welcher ist wichtig?
So viele Parolen welche ist richtig?
So viele Strassen! Ein Weg ist wahr

Instrumental

Wofür sollen wir leben, sag uns wofür?
So viele Gedanken, welcher ist wichtig?
So viele Programme, welches ist richtig?
So viele Fragen! Die Liebe zählt.

Evangelium: Joh 14,23-29

Predigt

Wann sind Menschen glücklich? – Das ist eine Frage! Sie ist nicht einfach zu beantworten. So vieles spielt im Leben eine wichtige Rolle – kann man da eine generell gültige Antwort finden?
Ich würde eher meinen, wir sollten die Frage ganz persönlich uns stellen: wann bin ich glücklich?
Da kann dann jeder Mensch SEINE persönliche Antwort sagen: da spricht jeder Mensch aus eigener Erfahrung.
Glücklich sein – Wege zum Glück – wir können jedoch über den persönlichen Erlebnisbereich hinaus sehr wohl auch Erfahrungen anderer verwenden und ausprobieren, ob dieser oder jener Weg auch wirklich tragfähig ist.

Ich erinnere mich an einen Ausspruch eines alten, weisen Priesters, den er bei einer Hochzeit dem Brautpaar mitgab – ich habe diesen Ausspruch schon mehrmals erwähnt.
Er lautet so:
„Wollt ihr glücklich werden, dann heiratet nicht.“
Darauf ging ein Raunen durch die Zuhörerschaft. Der Pfarrer aber fuhr fort. „Wollt ihr einander glücklich machen, dann heiratet.“
Das ist ein Weg, um glücklich zu werden – jemand anderen glücklich machen.
Oder ein anderes Beispiel:
Aus der Werbung genommen. Sicher – Werbung ist wichtig; auch wir werben in der Kirche. Manchmal freilich verspricht Werbung mehr, als sie halten kann.
Oft sieht man in der Werbung: alles ist jung, alles haut einfach hin, alles ist bestens, du musst das jetzt haben, und zwar sofort, und – alles muss einfach nur Spaß machen.
Was aber ist mit denen, die nicht gesund sind, mit denen, denen es schlecht geht, mit denen, die sich nicht das neueste und teuerste Markenprodukt leisten können?, – sind die dann nicht mehr IN, und was ist, wenn das, was heute Spaß machen soll, plötzlich wieder überholt ist? Besteht die Welt, besteht das Leben, die Arbeit wirklich nur daraus, dass es Spaß macht?
Was ist mit denen, die heute wirklich nichts zu lachen haben, deren Freundschaft zerbrochen ist, deren Eltern sich scheiden lassen ….
So viele Verheißungen werden gegeben, die das nicht halten können, was sie anpreisen: oder vielleicht nur einen Augenblick oder nur eine kurze Zeit.

Wir sind an einem Knackpunkt angelangt: Woher gibt es dann so etwas, wo ich mich anhalten kann? Woher kommen Worte, die aufbauen, die Mut machen, die nicht vertrösten, sondern echten Beistand und Trost schenken?
Natürlich, so werden jetzt manche sagen, muss der Pfarrer in der Predigt auf den Glauben kommen. Und diese Leute haben Recht. Ich muss von unserer Geschichte des Glaubens sprechen, vom Beginn dieser großen Bewegung, die seit Jesus Christus nicht mehr zur Ruhe gekommen ist.
Ich versuche, mich auf Worte und auf das Beispiel Jesu zu verlassen. Da sagt Jesus: wer an meinen Worten festhält, dem wird es geschenkt, dass Gott in ihm wohnt.
Und ich, sagt Jesus, werde meinen Beistand schicken. Dieser wird euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe.
Für mich bedeutet dies: Ich versuche regelmäßig Worte Jesu zu lesen, zu bedenken. Manches wird mir gleich klar, um manches muss ich um Klarheit ringen. Ich muss um Klarheit bitten.
Ich durfte heuer mit einigen Leuten folgende Erfahrung machen: Jeder Teilnehmer einer Bibelrunde brachte zu einer Bibelstelle seine Sichtweise ein, da wurde so manches deutlicher, als ich es alleine erkannt hätte. Und es verging wirklich kaum ein Treffen, wo wir nicht alle miteinander sehr berührt und betroffen vom Wort Gottes wieder an unsere Arbeit gehen konnten. Manche Worte haben Wurzeln geschlagen und für die täglichen Aufgaben sehr geholfen.

Um noch ein Beispiel zu nennen: Ein Jugendlicher ist auf der Suche nach Sinn. Hin und her getrieben von verschiedenen Meinungen, die in der Schule auftauchen, hat dieser Jugendliche versucht, seinen Weg zu finden. Mir kommt vor, als ob er einen Scheinwerfer benützt, um verschiedene Wege anzustrahlen. Dieser Scheinwerfer wirkt so – wenn ich das so salopp sagen darf –, wie es der Heilige Geist macht: er strahlt nicht alles aus. Es ist wie bei einem Auto in der Nacht: der Scheinwerfer sucht ein Stück Weges auszuleuchten, er leuchtet nicht alles aus, immer nur ein Stück. Und so kommt der Fahrer, der auch das Tempo der Fahrt dem Dunkel anpasst, relativ gut an sein Ziel.

Ich muss, um glücklich zu werden, nur eines tun: mich selber in Bewegung setzen, mich leiten lassen von guten, aufbauenden Worten, so wie sie Jesus geschenkt hat, und ich werde auf meiner Fahrt auch andere mit einbeziehen.
Wenn du glücklich sein willst, dann mache andere glücklich. Und du wirst selber „glück – selig“ sein. Amen.

Glaubensbekenntnis

Fürbitten:

Pr Gott, da hast uns dein Wort gegeben: ich bin immer bei euch. Im Vertrauen, dass du uns hörst, kommen wir mit unseren Bitten zu dir:

L * Es gibt in unserem Leben viele verschiedene Wege. Lass uns erkennen, welcher der Richtige ist.

* Oft zweifeln wir an uns selbst. Stärke uns in unseren Entscheidungen.

* Wir hören so viele Verheißungen in den Medien. Stärke bei allen, die den bunten Versprechungen ausgesetzt sind, die Gabe wahrzunehmen, was sie wirklich für ein glückliches Leben brauchen.

* Öffne unsere Sinne, damit wir deine Liebe annehmen und danach leben können.

Pr Du hast uns deinen Heiligen Geist geschenkt. Lass uns nun leben nach deinem Geist. So bitten wir durch Christus, unsern Herrn.
A Amen.

Gabenbereitung: Nicht vom Brot allein 2 Str. Lob 625

Gabengebet:
Gott, wir bringen in Brot und Wein unsere Welt zu dir. Du schenkst uns deine Gegenwart im österlichen Mahl. Dafür sei dir Lob und Dank in alle Ewigkeit. A Amen.

Hochgebet – Jesus, unser Weg

Heilig: Heilig, Herr aller Mächte LQ 119

...

Zur Kommunionspendung: Herr du bist mein Leben 4 Str. LQ 123

Zum Bedenken
Ich brauche einen Fels, um darauf zu stehen in dieser fließenden Welt. Ich brauche einen Boden, der nicht wankt in dieser bebenden Welt. Ich brauche einen Weg, um mich nicht zu verirren in dieser verwüsteten Welt. Ich brauche jemanden, der mich nicht im Stich lässt in dieser trügerischen Welt.
Gott, sei du mir Fels, sei du mir fester Boden, sei du mir Weg und Stock, sei du mein DU jetzt und alle Tage meines Lebens.

Dankgesang: Voll Vertrauen 2 Str. LQ 283

Schlussgebet:
Gott, wir danken für das Geschenk dieser Zusammenkunft. Sie hält in uns lebendig, was wir allein vergessen und verlieren würden. Du zeigst uns neu den Sinn unseres Lebens.
Du festigst unsere Gemeinschaft mit dir und miteinander. Du schenkst uns deinen Geist. Dir danken wir durch Christus, unseren Bruder und Herrn. A Amen.
(nach Messbuch – Auswahl Tagesgebete Nr. 20 – verändert für Schlussgebet)

Segen:
„Segen für einen jungen Menschen“ (Herbert Jung, in „Segensworte für ein ganzes Leben – BEGLEITET VON GUTEN MÄCHTEN, Herder Verlag)

Steine im Weg – und einen Fuß, der leicht darüber geht …
Nebel am Boden – und zwei Augen, die den Durchblick finden …
Tränen auf den Wangen – und Hände, die sie trocknen …
Fragen nach der Zukunft – und gute Freunde, die mit dir Antwort suchen …
Fragen nach dem Wohin – und Spuren, die weiterführen …
Suche nach Geborgenheit – und ein guter Mensch, der zu dir hält …
Dies ist mein Segen, mein Wunsch für dich,
dir mitgegeben auf dem Weg, der vor dir liegt.
Es sei der Segen auch von dem,
der unbemerkt dir deinen Rücken stärkt:
der stille, unaufdringliche Quell des Lebens –
von uns Menschen Gott genannt.

Es segne dich und euch alle
Gott der Vater und der Sohn
und der Heilige Geist.
A Amen.

11.05.2004, Pfr. Rudi Wolfsberger

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