Thursday 26. November 2020
Liturgiebörse

Vesper - Kirchweihe

binhob / pixabay / cc0

Festliche Vesper anlässlich 40 Jahre Kirchweihe in der Pfarre Linz – St. Konrad am 16. Dezember 2001, 17.00 Uhr. Die Feier ist geprägt durch die Adventzeit. Die detaillierten Hinweise zur zeichenhaften Gestaltung wurden belassen, damit man sie auch für andere Situationen überlegen kann.

Vorbereitungen:
Anzünden der Adventkranzkerzen, Weihrauchschale mit Gestell und Gefäß für den Weihrauch im Altarraum seitlich bereit stellen (glühende Kohle nach der Predigt in die Schale geben) ; Standmikro auf oberster Stufe vor dem Altar; volle Beleuchtung erst am Beginn des Hymnus.
Einziehende Dienste: Generalvikar (GV) als Vorsteher, Pfarrer, Kaplan, ... LektorInnen

EINZUG - ERÖFFNUNG:

Zum Einzug: Orgel

GV, Pfr. u. Kaplan tragen brennende Kerzen mit, die nach der liturg. Eröffnung zum Taufbrunnen (GV), zum Ambo und auf den Gabentisch in der Kirchenmitte gestellt werden. GV geht zum Mikro während noch alle Dienste an den Stufen stehen bleiben; GV singt die Eröffnung – zum Volk gewendet:

GV Gepriesen sei ...

Das Licht der Osterkerze (GV) wird von zwei Diensten übernommen zum weiteren Entzünden der Kerzen: erst Altar, dann Apostelkreuze, .. . Der Chor beginnt sogleich mit „Im Dunkel ...“. Alle Dienste gehen an ihre Plätze.

LICHTFEIER:

Chor: Im Dunkel unsrer Nacht entzünde das Feuer, das niemals mehr erlischt (aus Taize)
(wird immer wiederholt bis das Anzünden beendet ist); währenddessen: Anzünden der Kerzen bei den Apostelkreuzen, der Marienstatue ...

Gebet der Lichtdanksagung

GV Gütiger Gott, mit Jesus Christus hast du der Welt dein Licht gesandt, das „niemals mehr erlischt“.
In dieser festlichen Stunde preisen wir dich für Christus. Seit 40 Jahren begleitet er in dieser Kirche die Pfarrgemeinde von St. Konrad durch sein Wort und sein Sakrament.
Lass uns alle heute und in diesen Tagen des Advents ihn tiefer erkennen, der unser Weg, unser Licht und unser Leben ist: Christus, unseren Bruder und Herrn.

Pfr. heißt GV und Gäste willkommen und lädt ein zur gemeinsamen Feier.


GV: kurze Einführung mit Überleitung zum Hymnus

HYMNUS:
Alle: GL 106 Kündet allen in der Not (1.,2. u. 5. Str.) (Orgel)

ERSTER PSALM: Verbunden mit dem Wort Gottes

Einführung:
Beim Ambo: Spr 1 Sonntag für Sonntag wird uns der „Tisch des Wortes“ mit der Frohen Botschaft gedeckt. Das Konzil hat großartig beschrieben, was dabei geschieht: Wenn die Schriften verkündigt werden, redet Gott aus Liebe die Menschen an wie Freunde und verkehrt mit ihnen, um sie in seine Gemeinschaft einzuladen und aufzunehmen.
Und: Christus selbst spricht zu uns, wenn Priester, Lektorinnen und Lektoren das Wort Gottes vortragen. Das Wort, das Licht auf unserem Lebensweg sein möchte.

Erster Psalm:
Antiphon (Ant): K: GL 804 Dein Wort, o Herr, ist Licht über meinem Pfad,
Psalm 119B,
GL 751/2 (VIII. Ton): Männerschola; Ant. (alle) nach 4., 8., 10. Vers und am Schluss

Besinnungstext:
Beim Ambo: Spr 2: Jörg Zink, ein geistlicher Schriftsteller unserer Zeit, bekennt:
Es gibt Menschen, die die Bibel nicht brauchen. Ich gehöre nicht zu ihnen. Ich habe die Bibel nötig.
Ich brauche sie, um zu verstehen, woher ich komme. Ich brauche sie, um in dieser Welt einen festen Boden unter den Füßen und einen Halt zu haben.
Ich brauche sie, um zu wissen, dass einer über mir ist und mir etwas zu sagen hat.
Ich brauche sie, weil ich gemerkt habe, dass wir Menschen in den entscheidenden Augenblicken für einander keinen Trost haben und dass auch mein eigenes Herz nur dort Trost findet.
Ich brauche sie, um zu wissen, wohin die Reise mit mir gehen soll.

Psalmoration:
Beim Ambo: GV Gott, wir bitten dich um dein Wort, das Leben bringt und wachsen lässt. Denn oft erfahren wir: Menschliche Worte können trennen, aber dein Wort sammelt. Menschliche Worte können verletzen, aber dein Wort tröstet. Menschliche Worte können Unfrieden stiften, aber dein Wort erfüllt mit Frieden.
Herr, öffne unsere Ohren und Herzen, damit wir dich hören und verstehen.

GESANG AUS DEM NEUEN TESTAMENT: Verbunden mit dem Nächsten

Spr 1 begibt sich zum Standmikro in der Nähe der Bankblöcke

Einführung:
Spr 1 Hier in unserer Kirche können wir Sonntag für Sonntag erleben und erfassen:. Christen möchten nicht alleine vor Gott treten. Zum Christsein gehört immer der Nächste, die Nächste. Mit einem wegweisenden Konzilswort können wir sagen: „Freude und Hoffnung, Trauer und Angst der Menschen von heute sind Freude und Hoffnung, Trauer und Angst der Jünger und Jüngerinnen Christi.“
Wir begegnen Christus selbst, gerade auch dann, wenn wir den Mitmenschen in Liebe und Güte bei uns, in unserem Herzen wohnen lassen: Ubi caritas, deus ibi est – Wo die Güte und die Liebe wohnt, dort ist Gott.

Ant.: Ubi caritas (Taize):
Chor einstimmig vorgesungen, dann alle (dann Chor immer vierstimmig)

Seligpreisungen:
1 Spr; es werden zwei Verse gesprochen – beim Standmikro in der Mitte, währenddessen summt der Chor die Ant.; dann folgt die Ant. gemeinsam mit dem Volk, usf.

Besinnungstext:
Standmikro: Spr 2: Menschen neben uns lassen uns Gottes Nähe spüren;
Menschen, die barmherzig sind, lassen uns Gottes Barmherzigkeit ahnen;
Menschen, die gerecht sind, sind eine Abbild seiner Gerechtigkeit;
Menschen, die treu sind, sind ein Spiegelbild seiner Treue;
Menschen, die freundlich sind, lassen uns Gottes Menschenfreundlichkeit erfahren.
Eine Gemeinde, die Licht ins Dunkel des menschlichen Lebens bringt, öffnet Türen, durch die Gott zu den Menschen unserer Zeit gehen kann.

Psalmoration:
Standmikro: GV Gott, um deine Liebe in unsere Welt zu bringen, ist Christus zu uns gekommen.
Lass uns erfassen, was er getan hat. Hilf der Gemeinde von St. Konrad, füreinander da zu sein, damit hier Liebe, Versöhnung und Frieden wachsen.

LESUNG: Epheser 2,19-22
Der ganze Bau wächst zusammen zu einem heiligen Tempel im Herrn. Durch ihn werdet ihr im Geist zu einer Wohnung Gottes erbaut.

PREDIGT: GV

Kurze Stille, dann:

LOBPREIS, DANK- UND BITTGEBET:
mit Aussetzung des Allerheiligsten
Verbunden mit Christus im Sakrament der Eucharistie


MinistrantInnen bringen Ständer, Weihrauchschale und Weihrauchkörner vor den Altar. Spr 1 begibt sich zum Altar.

Einführung:
Spr 1 Vom Altar, vom „Tisch des Brotes“, mit den Gaben von Brot und Wein nimmt uns Christus hinein in seine Lebensgemeinschaft. Er lädt uns immer wieder ein, in seine Liebe zu seinem Vater im Himmel und in seine Liebe zu den Menschen einzuschwingen. Hier hat das Leben der Kirche von St. Konrad seine Lebensquelle und seine Mitte.

Aussetzung
Pfr. setzt aus – mit Orgel; anschließend Weihrauchgabe durch GV und Konzelebranten; dabei Orgel;
gleich nach der Aussetzung beginnt das Magnifikat, währenddessen! legen die Dienste Weihrauchkörner auf die Kohlen: GV und Konzelebranten,
dann seitliche Aufstellung (stehend)

Magnifikat:
Ant.: Magnificat (Taize): Chor / Alle
Magnifikat:
Die ungeraden Verse werden von der Frauenschola einstimmig gesungen; alle (Volk) singen die geraden Verse: am Ende folgt wieder die Ant., diesmal kurz als Kanon

Dank und Bitte (Ambo)
Etwa 4 Dank- und Bittgebete werden von den Konzelebranten vorgetragen, dazwischen der
Ruf: Freut euch, ihr Christen (K/Alle/Chor mehrst.) (aus GL 115 Wir sagen euch an)

Überleitungswort zum „Großer Gott“ durch GV

Alle: Großer Gott, GL 257 (2 Str.)(Orgel)

Eucharistischer Segen:
GV und Konz. begeben sich vor den Altar
- GV nochmals Weihrauchgabe
- (Mikro!) Brot vom Himmel ... - Segen - Orgel

ABSCHLUSS

Schlusswort und Entlassungsruf(Pfr)

Schlussgesang (alle): Sieh, der Herr kommt in Herrlichkeit (Orgel)

Auszug: Orgel

08.05.2003, FA-Liturgie der Pfarre Linz-St. Konrad

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