Thursday 4. June 2020
Liturgiebörse

Ein Zweig mit Knospen und Blüten / Maiandacht

Knospen und Blüten

Maiandacht

Herzurichten:     
Vase mit Zweigen im Kirchenvorraum, Abstellmöglichkeit in der Kirche.
Lektinar auf einem Pult, am Ambo oder ggf. am Altar mit brennenden Kerzen. (Die Osterkerze brennt noch nicht!).


I.) Eröffnung

Einzug:     Musikstück
(währenddessen Hereintragen der Vase mit Zweigen)

Hinführung:     
An blühenden Zweigen vorbei
sind Sie heute in die Kirche gekommen.
Blühende Zweige,
wie sie der Frühling hervor zaubert
aus dürr geglaubten Ästen.
Zweige voller Leben,
die aufgeweckt werden
aus Winterschlaf und Wintereinsamkeit.
Kraftvolle Zukunft,
die sich Bahn bricht ins Morgen.
Bunte Farbenpracht der Hoffnung,
die jedes Grau verzaubert.
Wunder
direkt am Straßenrand des Alltags.

Eröffnung:     
Im Namen dessen,
den wir als Schöpfer ehren,
beginnen wir unser Feiern:
Im Namen des Vaters und des Sohnes
und des Heiligen Geistes.
A Amen.

Kyrieruf:
(LektorIn)     Herr Jesus Christus,
Fleisch angenommen
durch den Heiligen Geist,
Mensch geworden
von der Jungfrau Maria,
zu Dir rufen wir:

Du hast als Mensch
aus dem Wort Gottes gelebt:
L/A Herr, erbarme Dich!

Du hast in Wort und Zeichen
dieses Wort ausgelegt und bezeugt:
V/A Christus, erbarme Dich!

Du bist selbst für uns zum Wort geworden,
zum Wort der Zusage und Hoffnung:
V/A Herr, erbarme Dich!

Lied     „Nun danket all“ GL 267, 1.-4. Strophe


II.) Wortfeier

Hinführung     
Wie ein Strauß der Hoffnung,
ist uns die frohe Botschaft anvertraut.
Ein Strauß der Freude
und der tiefen Zuversicht.
Ein Strauß mit bunten Blüten,
die eine Zukunft ahnen lassen,
die jede Erfahrung des Heute
bei weitem übertrifft.

In der Krise winterlicher Kälte,
die alle Hoffnung einzufrieren droht,
ist uns vor allem jene Botschaft geschenkt,
die von der Auferstehung weiß.

Aus dem Stamm,
der die Leblosigkeit hautnah erlebt hat,
bricht die Knospe des Neuen hervor.
Wie ER,
der aus der Leblosigkeit seines Todes
in neuer Lebendigkeit erscheint.
ER,
der durch den Todesraum des Grabes hindurch
den Lebensraum des Friedens ausruft.
Seiner Botschaft vertrauen wir uns an:

Hallelujaruf:     Evangelienprozession (wenn sie in der räumlichen Situation sinnvoll ist)

Biblischer Text     Johannes 20, 19 - 23

Musikstück: Das geöffnete Lektionar wird gut sichtbar abgelegt.  
 
Meditation:
Was jetzt so leicht daher kommt,
so bunt und so lebensfroh,
das hat eine lange Strecke hinter sich,
die das Dunkel kennt
und die langen Nächte.

Blüten und Knospen,
so sehr sie uns auch mit Leben bezaubern,
haben eine Geschichte.
Auch eine Geschichte
widerwärtiger Winterstürme
und hoffnungsloser Eiseskälte.

Wo die Resignation näher liegt.
Wo das Ende nahe scheint.
Leblosigkeit als Lebensmotto.

Wer auf seine Wurzeln setzt,
auch in der Ausgesetztheit,
kann die Kraft zum Knospen finden.
Wer dem Wurzelgrund des Friedens traut,
auch gegen den Augenschein des Hasses,
kann zur Blüte reifen.

„Empfangt den heiligen Geist“,
hört er sagen, wie von IHM selbst.
Empfangt den Geist des Heiles,
den Geist des Lebens.
Den Geist des Lebens,
das der Fülle zustrebt.

Wo immer die Stumpfheit droht,
lauert auch der Mut,
der zur Knospe führen kann.
Und wenn die Kälte erschreckt,
ist immer schon die Zuversicht nahe,
die die Frische der Blüte erträumen lässt.
(kurze Stille)

Gemeinsames Gebet:
(Folie)     
Gott des Friedens!
Unsere verhärteten Gesichter
erlöst Du mit Deiner Freude.
Unsere geballten Fäuste
öffnest Du mit Deiner Hoffnung.
Unsere verängstigten Herzen
befreist Du mit Deinem Frieden.
Dir gilt unser Lobpreis.
Dir gilt unser Dank
heute und in Ewigkeit.
A Amen.

Lied:     „Lobe den Herren“ GL 258, 1.-4. Strophe

III.) Lichtfeier

Einzug des Lichtes:     
LeiterIn entzündet mit dem Licht der Kerzen beim Lektionar die Osterkerze,
dazu:
Liedruf     „Lobet und preiset ihr Völker“

Lichthymnus:     
Sei hier zugegen, Licht in unserer Mitte!
Alle, die leben, warten auf Dich.
Tu auf Deine Hand und wir werden satt.
Wende Dich nicht ab
und lass uns nicht sterben.
Sende Deinen Geist und wir werden neu.
Flamme unseres Lebens,
Licht unseres Lichts.
Gib unserer Erde ein neues Gesicht.
Amen.

Liedruf     „Lobet und preiset ihr Völker“

Verteilen des Lichtes:
Alle Feiernden gehen aus ihren Bänken und nehmen sich aus einem Korb kleine Kerzen und entzünden diese an der Osterkerze. Alle bleiben von nun an im Kreis um die Osterkerze stehen.  
  
Antwortgebet :   
Herr, Jesus Christus:
Mach uns zum Werkzeug Deines Friedens!
Inmitten von Hass und Gewalt:
Mach uns zum Werkzeug Deines Friedens!
Inmitten von Krieg und Zerstörung:
Mach uns zum Werkzeug Deines Friedens!
Inmitten von Flucht und Vertreibung:
Mach uns zum Werkzeug Deines Friedens!
Inmitten von Intoleranz und Hetze:
Mach uns zum Werkzeug Deines Friedens!
Damit Deine Erde menschenfreundlich wird:
Mach uns zum Werkzeug Deines Friedens!
Damit wir einander wieder in die Augen schauen können:
Mach uns zum Werkzeug Deines Friedens!
Damit sich unsere Fäuste wieder öffnen:
Mach uns zum Werkzeug Deines Friedens!
Damit wir Wege zueinander finden:
Mach uns zum Werkzeug Deines Friedens!
Wie Maria, die Mutter Jesu:
Mach uns zum Werkzeug Deines Friedens!
Wie Deine Apostel und Weggefährten:
Mach uns zum Werkzeug Deines Friedens!
Wie die Märtyrer und Glaubenszeugen:
Mach uns zum Werkzeug Deines Friedens!
Wie Deine Heiligen zu allen Zeiten:
Mach uns zum Werkzeug Deines Friedens!

Vater unser   
  
Ave Maria    
 
Lied:
Marienlied

IV.) Segen

Segen:   
Wie der Tau des Morgens
neues Leben weckt
und wie der erste Sonnenstrahl
den neuen Tag ankündet,
wie eine Knospe
schon die Blütenpracht verheißt
und wie das Korn
die Kraft des Keimen in sich birgt,
so sei der Segen Gottes
um uns und mit uns.
Er sei die Kraft des Unendlichen
in aller Endlichkeit unseres Tuns.
Er sei der Trost der Vollendung
in aller Angst des Unvollendeten.
Er sei das Licht des Lebens
in allem Dunkel des Todes.
Der Segen Gottes sei mit uns allen; der Segen des Vaters und des Sohnes
und des Heiligen Geistes.
A Amen.

Musikstück    

29.04.2005, Mag. Franz Küllinger

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