Monday 21. October 2019
Liturgiebörse

Gebet der liebenden Aufmerksamkeit

Blumen

Rückbesinnung auf den Tag - nach Ignatius von Loyola.

„So spricht der Herr, der Heilige Israels:
In Umkehr und Ruhe liegt Eure Rettung,
nur Stille und Vertrauen verleihen euch Kraft.“
(Jesaja 30,15b)


a) Sich dankend einfinden in Gottes Gegenwart

- Instrumentalmusik beim Eintreffen der TeilnehmerInnen

- Kreuzzeichen (GdL)

- Text „Mitten in mir“

Spr Ich schließe die Augen und atme Ruhe, -
ich schließe den Mund und atme Schweigen, -
Ich horche nach innen zur Mitte.
Ich hole mich ein.
Mitten in mir liegt, was ich suche:
Freude an dem, was ich bin,
Mut zu dem, was ich könnte,
Gedanken an alles, was war,
ein Lächeln für heute,
Hoffnung für morgen.
Mitten in mir
Lässt er sich finden:
Sinn für mein Leben.

Einige Atemzüge in Ruhe:
Einatmen: durch die Nase / den Luftstrom spüren; man kann den Gedanken mitnehmen: „Ich bin da.“
Ausatmen: durch den Mund; Gedanke: „Gott, du bist da.“

Gebet:
GdL Gott, am Ende dieses Tages trete ich vor dich. Du bist der tragende Grund und das Ziel von allem, was du geschaffen hast.
Gott, du weißt, wie mein Leben gelingen kann. Darum ist es gut für mich, vor dir da zu sein. Und es ist gut, dir zu danken für die Zeichen deiner Liebe, mit der du mich auch heute wieder umgeben hast. Hilf mir loszulassen, was mich daran hindert, dir zu begegnen. Hilf mir zuzulassen, was in mir Mensch werden will nach dem Bild und Gleichnis, das du von mir gemacht hast.
So möchte ich nun an deiner Hand auf mein eigenes Leben schauen.

Lied:
Schweigen möcht` ich, Herr; nur 1. Str., LQ 252


b) Den Tag in den Blick nehmen ( ca. 5 Minuten)

Gebet:
GdL Gott, du bist da. Öffne die Augen meines Herzens, und lass mich sehen, was du mir jetzt zeigen willst. Denn erst in deinem Licht schaue ich das Licht. (vgl. Ps 36,10) Das erbitten wir durch dein Licht für die Welt, Christus, unseren Bruder und Herrn.
A Amen

Schweigen:

- 1. Schritt:
Mit liebender Aufmerksamkeit, ohne gleich zu urteilen und zu werten, wende ich mich dem zu, was heute war: Ich lasse den Tag an mir vorbeiziehen: Stunde für Stunde oder Ort um Ort oder Begegnung nach Begegnung.
Manches betrachte ich wie in Zeitlupe, anderes zieht im Zeitraffertempo an mir vorbei. Was hat mich gefreut? Wofür bin ich dankbar? Was hat mich geärgert? Was war schwer? Wo habe ich Sehnsucht, wo Angst?
- 2. Schritt:
Ich schaue tiefer, mit den "Augen des Herzens" und versuche zu verstehen, was an diesem Tag geschehen ist. Vielleicht gibt es etwas, was ich genauer in den Blick nehmen möchte ... Einzelne Ereignisse oder eine bestimmte Begegnung anschauen, nachspüren, was mich bewegt hat, wohin es mich gezogen hat ...

Es gilt zu sehen, wie in dem verschiedenen Erleben der Geist Gottes am Werk war (Liebe, Freude, Friede, Geduld, ...), ... oder auch ein Ungeist (Neid, Egoismus, Ärger, ...)


Instrumental


c) Gott mit der Wahrheit, die er mir gezeigt hat, danken oder um Verzeihung und Versöhnung bitten

Ruf:
Halleluja, Herr dein Wort gibt uns Leben (Ergänzungsheft-GL Salzburg)


Schriftwort: (Mt 11,28-30)
L Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus:
In jener Zeit sprach Jesus: Kommt alle zu mir, die ihr euch plagt und schwere Lasten zu tragen habt. Ich werde euch Ruhe verschaffen.
Nehmt mein Joch auf euch und lernt von mir; denn ich bin gütig und von Herzen demütig: so werdet ihr Ruhe finden für eure Seele. Denn mein Joch drückt nicht und meine Last ist leicht.

Ruf:
Halleluja, Herr dein Wort gibt uns Leben

Gebet:

Vielleicht gibt es nun etwas, was aus dem Relief des Tages herausragt.
Ich spreche zu Gott mit meinen Worten:
Was ist mir heute alles geschenkt worden....- "Wie gut! Danke, Herr!"
Auch das Unvollkommene, mein Versagen, meine Fehler kann ich ihm hinhalten...
"Du sagst JA zu mir. Danke! Heile und verwandle du!"
Auch meine Sehnsucht kann ich aussprechen ...

Wer möchte, kann den Dank und die Bitten aussprechen: ...

Abschließend:

Vaterunser

Lied:
Meine Seele ist stille in dir, 4 Str.; GL-Erg-Heft Salzburg


d) Vertrauend und hoffend auf das Kommende blicken

Kurze Stille
für:
Vertrauensvoll lege ich meinen Tag nun in Gottes Hand und schaue nach vorne. ER, der das Gestern und das Heute schenkt, hält auch immer ein neues Morgen für uns bereit.

* Was mich im Blick auf den kommenden Tag bewegt - Ereignisse, Begegnungen, Hoffnungen, Befürchtungen, Pläne, Sorgen, ... - kann ich Gott überlassen
* Ich bitte um Kraft zum einen Notwendigen, um das, was mir jetzt wichtig ist, um Vertrauen und Zuversicht und um Entschiedenheit zum Wachsen in der Liebe.

Segenswort:
GdL Gott segne unseren Weg
die sicheren und die tastenden Schritte
die großen und die kleinen

Gottes Segen umhülle uns auf unseren Wegen
Gottes Segen nähre uns auf unseren Wegen
Gottes Segen leuchte uns auf unseren Wegen
So segne uns Gott, der uns Vater und liebende Mutter ist: Vater, Sohn und Heiliger Geist ...

Lied: Unsres Herzens Stimme, 3 Str.; Liederquelle 277

26.04.2004, Liturgiereferat Linz

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