Wednesday 22. May 2019
Liturgiebörse

Mariendarstellungen in unserer Pfarrkirche / Andacht

Maiandacht
Maria mit Jesuskind

Diese Anregung stammt aus der Pfarre Linz/Hl. Familie. Die Orte der Feier müssen der eigenen Situation angepasst werden.

Hier werden drei "Stationen" vorgestellt.

Weitere Möglichkeiten - je nach Kirchenaustattung (evt. auch das nähere Umfeld der Pfarrkirche einbeziehen): Marianisches Patrozinium, weitere Kreuzwegstation ("Jesus begegnet seiner Mutter"), etc.

Erste Station: Herz-Marien-Altar: "Das Herz am rechten Fleck"
(Gedenktag (g) Unbeflecktes Herz Mariä: Samstag nach dem Herz-Jesu-Fest; seit 1944 für die ganze Kirche eingeführt)

Hinführung: (Etwa:) "Man sieht nur mit dem Herzen gut." ... Maria, dargestellt mit brennendem Herzen. Mit "Herz" meinen wir das Innerste einer Person. Wenn ein Mensch einen anderen liebt, sagen wir: Er schenkt ihm sein Herz. Ein brennendes Herz verweist auf eine besonders große Liebe.
Für Maria gilt in besonderer Weise: Sie hat auf Gott geschaut und war tief mit dem menschlichen Leben verbunden. Daher können und dürfen wir gerade von ihr sagen: Sie hat das Herz am rechten Fleck; nämlich dort, wo sich die Waagrechte (der waagrechte Balken) des Kreuzes - die Nächstenliebe - mit der Vertikalen (dem senkrechten Balken) des Kreuzes trifft - der Gottesbeziehung. Diese doppelte Liebe zeichnet sie aus. Daher verweist gerade sie auf ihren Sohn, der uns gezeigt hat, dass beide Richtungen untrennbar zusammengehören.

Fürbitten
Beten wir nun mit Maria zu Gott, der uns mit Jesus Christus sein Herz, sein Innerstes gezeigt hat:

L (ektor/in): Wir freuen uns über Menschen, von denen wir sagen können: "Sie haben das Herz am rechten Fleck."
Wir bitten für jene, die merken, worunter andere leiden, und die auch nicht zögern, für diese etwas zu tun.
Mit Maria rufen wir zu dir: A Wir bitten dich, erhöre uns.
L Menschen mit einem "Herzen aus Stein" stehen ungerührt neben den Sorgen der Mitmenschen.
Wir bitten für die Hartherzigen, die oft selbst Gefangene ihrer Ängste und Unsicherheiten sind.
Mit Maria rufen wir zu dir:
L "Man sieht nur mit dem Herzen gut." Es tut uns wohl, nicht nur nach dem äußeren Anschein beurteilt zu werden.
Wir bitten für uns selbst, dass wir mehr und mehr zu Menschen werden, die einander mit dem Herzen zu sehen suchen, mit Wohlwollen, mit Offenheit und mit Liebe.
Mit Maria rufen wir zu dir:


Gott, wir danken dir für Maria. Von ihr dürfen wir lernen, im Gottvertrauen und in der Liebe zu wachsen. Auf ihre Fürbitte schenke uns ein offenes Herz für dich und füreinander. Das bitten wir durch ihren Sohn, Jesus Christus, unseren Herrn.

Zweite Station: Lourdeskapelle: Unsere Liebe Frau in Lourdes: "Das Schwache hat Gott erwählt."

Gedenktag (g) "Unsere Liebe Frau in Lourdes"; am 11. Februar; Papst Pius X. hat den Gedenktag zur 50-Jahr-Feier der ersten Erscheinung (11. Februar 1858) im Jahre 1908 eingeführt)

Hinführung: (Etwa:) Sucht man einen roten Faden in der Botschaft von Lourdes, könnte man ihn mit einem Wort aus dem Korintherbrief (1,27) benennen: "Das Schwache hat Gott erwählt." Bernadette, 1844 geboren, stammt aus einer verarmten Müllersfamilie. Sie selbst war mit 14 Jahren noch in keiner regulären Schule. Der Erscheinungsort, die Grotte, war sehr unansehnlich. Viele schwache und viele sündige Menschen haben den Aufruf zur Umkehr angenommen und wurden teils äußerlich, viel mehr aber innerlich geheilt. Unübersehbar in Lourdes ist vor allem die große Zahl von Kranken, Behinderten und Leidtragenden. In Lourdes finden sie Zuwendung, Aufmerksamkeit. Deshalb hat unser Papst auch den ersten Tag der Erscheinungen Mariens, den 11. Februar (1858), zum Welttag der Kranken erklärt.

(Etwa) Singen wir mit Maria das große Dankgebet. - Das Magnifikat. Dank dafür, dass das Kleine und Schwache von Gott aufgerichtet wird. Manches Schwere, worunter wir leiden, soll dadurch ein wenig leichter werden. Wenn uns zum Lobpreis nicht zumute ist, so soll das gemeinsame Singen doch trösten.

Magnifikat: GL 688 Kv (Danket dem Herrn) und GL 689 Magnifikat (IX. Ton)

Dritte Station: 13. Kreuzwegstation: Jesus wird in den Schoß Mariens gelegt - Pietà

Gedächtnis (G) der Schmerzen Mariens, 15. September; 1814 von Papst Pius VII. zum Dank für seine glückliche Heimkehr aus der Gefangenschaft für die ganze Kirche eingeführt)

Hinführung: (Etwa:) Der Weg, den Jesus zu gehen hatte, führte zum Kreuz. Maria ist mit ihrem Sohn auch diesen schwersten Wegabschnitt mitgegangen. Das Leid können wir wohl nicht nachempfinden. Wenn das eigene Kind getötet wird - vor den Augen der Mutter, das ist nicht nachvollziehbarer Schmerz. So wenden wir uns wirklich an die schmerzensreiche Mutter. Ihr Mitleiden mag helfen, auch das, was uns bedrückt, leichter zu tragen.


Litanei von der Schmerzhaften Mutter Maria: GdL Gott Vater im Himmel, A erbarme dich unser. Gott Sohn, Erlöser der Welt Gott Heiliger Geist Heiliger dreifaltiger Gott Heilige Maria, A bitte für uns. Du Mutter des gekreuzigten Erlösers Du Helferin der Leidenden Du Schutz der Verlassenen Du Kraft der Mutlosen Du Hoffnung der Sterbenden Du schmerzhafte Mutter Durch deine Armut im Stall von Betlehem, A hilf uns, du schmerzhafte Mutter Durch dein Leid bei der Kreuzigung Jesu Durch deine Klage um den toten Sohn auf deinem Schoß Durch dein Ja zum Willen Gottes In Angst und Furcht In Gefahr und Versuchung In Kleinmut und Ungeduld In der Stunde des Todes Gott, du hast der Mutter Jesu die Kraft gegeben, unter dem Kreuz zu stehen und das Leiden ihres Sohnes zu teilen. Hilf uns, täglich unser Kreuz anzunehmen, damit wir auch an der Auferstehung unseres Herrn Jesus Christus teilhaben, der mit dir lebt und wirkt in alle Ewigkeit.

Lied: GL 576 Freu dich, du Himmelskönigin, 2 Str.

12.04.2002, Hans Stockhammer

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