Samstag 15. Dezember 2018
Liturgiebörse

Kinderelement zur FrauenPredigtreihe „Ahnfrauen Jesu“ im Advent

3 Frauen

Grundgedanke für die kindgerechte Aufbereitung der Ahnfrauen ist der Gedanke: „Was hat Jesus von seinen Ur- Ur- ...Großmüttern geerbt?

Die Reihe “Ahnfrauen Jesu“ stellt in den Lesungen der Adventsonntage die Ahnfrauen Jesu vor und zielt damit auf das Evangelium „Am Heiligen Abend“, das den Stammbaum Jesu berichtet.

 

Vorbemerkungen:

Gestaltet wird der Gedanke durch einen Adventweg, (dieser kann sehr verschieden, mit Naturmaterial, Steinen, Tüchern usw. gestaltet sein.) auf den mit jedem Sonntag voranschreitend ein Licht und der stilisierte Kopf einer der Frauen gestellt werden. So kommen wir Weihnachten näher.

Das Kinderelement besteht aus einem kurzen Text über die Ahnfrau, der eine Eigenschaft von ihr pointiert vorstellt, dem Hinweis, dass Jesus diese Eigenschaft von ihr
geerbt haben könnte und dem Aufstellen von Licht und Figur auf dem Adventweg.

Wann dieses Element eingebaut werden soll, muss individuell entschieden werden, je nach Gottesdienstgestaltung. Eine Möglichkeit wäre vor oder nach der Lesung, da deren langer, fremder Text für Kinder schwer verständlich ist. Ein anderer Ort wäre nach der Predigt oder zur Gabenbereitung, um damit die Erschließung der Gestalt der Ahnfrau zusammenfassend abzuschließen.

Der vollständig ausgearbeitete Kindergottesdienst für den ersten Adventsonntag ist eine Möglichkeit, den ganzen Gottesdienst für Kinder zu gestalten, allerdings um den Preis, dass die lange Lesung über die Ahnfrau nur zugespitzt und zusammengefasst gebracht wird. Ebenso soll sich die Predigt dann an die Kinder richten.


KINDERMESSE, 30.11.2003

Thema: Stammmütter Jesu


- Einzug: Orgel

- Eingangslied:
Jeder Mensch dieser Erde, 2. Str. Frau, 3. Str. Kind / Liederquelle (LQ), Nr 168

- Begrüßung:
Wir machen uns auf den Weg durch die Adventzeit.
Den Weg bauen wir gemeinsam auf. 7 Kinder legen Holzscheiben mit Wochentagen auf den Weg.
Bäume spielen in der Vorweihnachtszeit eine wichtige Rolle. Je älter ein Baum ist umso mehr kann er erzählen. Die Wurzeln geben dem Baum Halt.
Der Stamm trägt die Baumkrone. Die Bibel erzählt von Frauen, die Kraft und Halt geben , so wie ein festverwurzelter Baum. Das sind die Stammmütter. Im Advent werden wir von den Stammmüttern hören, die Jesus gehabt hat.

Ein Stück Baumstamm stellt heute die erste dieser Stammmütter dar .
Im Laufe des Advent werden wir an diesem Stamm weiterbauen. So wie eine Generation auf der anderen aufbauen kann.

- Bussakt:
1. Kind: Gott du hast keinen lupenreinen Stammbaum für deinen Sohn vorgesehen.
Liedruf: Herr, erbarme dich.

2. Kind: Trotzdem gibst du Frauen, Männern, Kindern die Kraft ihr Leben zu
gestalten.
Liedruf: Herr, erbarme dich.

3. Kind: Du baust auf alle Menschen, die das Notwendige tun, um Leben zu retten, zu erhalten und weiterzugeben.
Liedruf: Herr, erbarme dich.

- Lied: Wir können im Dunklen nicht leben 1.+2. Str.

- Adventweg-Element: Kind zündet das Licht an
(siehe die Anregungen unten ( grünes Feld)

- Tagesgebet:
Guter Gott, Du gehst mit uns. Wir sind nie allein. Du hast immer Zeit.
Du freust Dich mit uns. Du bist traurig mit uns. Beschütze uns und alle, die wir lieb haben. Darum bitten wir durch Jesus unseren Freund und Bruder. Amen.

- Lesung:
Die Frauen im Stammbaum von Jesus zeigen uns von den Kräften , die Menschen entfalten können. Nicht unbedingt Muskelkräfte, eher Kräfte des Herzens, wie Mut, Gerechtigkeitssinn, Treue, Fürsorglichkeit.
Tamar war mutig und schlau. Sie ließ sich nicht ungerecht behandeln und kämpfte für das, was ihr zustand. Das waren zu dieser Zeit, Schutz der Familie und das Recht auf eigene Kinder. Auch wenn sich die Männer ihrer Familie um Verantwortung drücken. Mit List erreicht sie ihr Ziel. Sie bekommt das was sie verdient: eigene Kinder. Und das gleich doppelt, die Zwillinge Perez und Serach. Gott segnet sie zweifach.
In ihr hat Jesus ein Vorbild für selbstbewusstes Auftreten, vielleicht hat er von Tamar die Liebe zur Gerechtigkeit geerbt.

- Lied: Hände die schenken, LQ 115

- Evangelium: Mt 1-3, 16, 17
Stammbaum Jesu Christi, des Sohnes Davids, des Sohnes Abrahams: Abraham war der Vater von Isaak, Isaak von Jakob, Jakob von Juda und seinen Brüdern, Juda war der Vater von Perez und Serach, ihre Mutter war Tamar. Viele hundert Jahre vergingen. Jakob war der Vater von Josef, dem Mann Marias; von ihr wurde Jesus geboren, der der Christus, der Messias genannt wird.

Evangelium visualisieren:
7 Kinder rufen : Auf ein Stammbaumplakat werden Namen aus dem Evangelium geklebt.

- Impuls Predigt:
Es tut gut um unseren Stammbaum zu wissen . Starke Frauen, die vor uns gelebt haben, uns Vorbild sind, geben Kraft und Sicherheit. - Unsere Wurzeln......
Auf den Erfahrungen unserer Vorfahren können wir aufbauen.

- Fürbitten:
1. Kind: Manche Frauen und Kinder werden benachteiligt und wenig ernst genommen.
Guter Gott, schenke ihnen Mut, Stärke und Kraft.

2. Kind: Ungerecht behandelt zu werden tut weh.
Guter Gott, lehre uns gerecht zu leben und zu handeln.

3. Kind: Unsere Stammmütter hatten tiefes Vertrauen zu dir.
Guter Gott, schenke auch uns dieses Vertrauen und führe uns auf deinem Weg.

- Gabenlied:
Wer einen Menschen gerne mag;
oder ein vertrautes Adventlied

- Heilig: Heilig, heilig bist du

- Vater unser: singen

- Kommunion: Orgel

- Schlusslied: Wir sagen euch an, GL 115

Material:
4- 6 Baumstämme, Zapfen, Birkenscheiben, Moos,Tannen,Rinden, Äste, Flechten, Steine; 4 kleine Frauenfiguren + 4 große Stammfrauen; 4 Gläser mit Teelichtern; Baumplakat + Namen; runde Klebeetiketten, nummerieren 30.,1-24


Adventelement 2003:

„auf dem Weg mit den Stammmüttern von Jesus“

DER WEG


Auf (Bier)Tischen wird an der rechten Seitenwand der Kirche ein Weg aus Naturmaterial
aufgebaut (Zapfen, Birkenscheiben, Moos ,Tannen ,Rinden, Äste, Flechten, Steine....)

Wir machen uns auf den Weg durch die Adventzeit.
Den Weg bauen wir gemeinsam auf.

Gleichbleibende Elementteile:
- Weiterbauen des Weges nach der Begrüssung: 7 Tagesscheiben; Licht für den Sonntag
- Bussakt: Anzünden des Lichtes durch ein Kind
- Lesung:Jede „Stammmutter“ im Weg bekommt ein Namensschild.

DIE STAMMMÜTTER

Bäume spielen in der Vorweihnachtszeit eine wichtige Rolle. Je älter ein Baum ist umso mehr kann er erzählen. Die Wurzeln geben dem Baum Halt.
Der Stamm trägt die Baumkrone. Die Bibel erzählt von Frauen, die Kraft und Halt geben , so wie ein festverwurzelter Baum. Das sind die Stammmütter. Im Advent werden wir von den Stammmüttern hören, die Jesus gehabt hat.
Ein Stück Baumstamm stellt jede dieser Stammmütter dar .
Im Laufe des Advent werden wir an diesem Stamm weiterbauen. So wie eine Generation auf der anderen aufbauen kann. Jeden Sonntag wird die Lebensgeschichte einer Stammmutter in der Lesung vorgestellt und der Stammteil auf der Vorgängerin aufgebaut.
--> Leitsatz: Was hat Jesus von ihr?
Die Frauen im Stammbaum von Jesus zeigen uns von den Kräften, die Menschen entfalten können. Nicht unbedingt Muskelkräfte, eher Kräfte des Herzens, wie Mut, Gerechtigkeitssinn, Treue, Fürsorglichkeit.
Es tut gut um unseren Stammbaum zu wissen . Starke Frauen, die vor uns gelebt haben, uns Vorbild sind, geben Kraft und Sicherheit.
Auf den Erfahrungen unserer Vorfahren können wir aufbauen.

TAMAR:
Tamar war mutig und schlau. Sie lässt sich nicht ungerecht behandeln und kämpfte für das, was ihr zustand. Das waren zu dieser Zeit, Schutz der Familie und das Recht auf eigene Kinder. Auch wenn sich die Männer ihrer Familie um Verantwortung drücken. Mit List erreicht sie ihr Ziel. Sie bekommt das was sie verdient: eigene Kinder. Und das gleich doppelt, die Zwillinge Perez und Serach. Gott segnet sie zweifach.
--> In ihr hat Jesus ein Vorbild für selbstbewusstes Auftreten, vielleicht hat er von Tamar die Liebe zur Gerechtigkeit geerbt.

RAHAB:

Bist du schon einmal in einem Baumhaus gesessen und hast gespürt wie gemütlich und spannend es dort oben ist. Du bist versteckt, keiner sieht dich, das Baumhaus schützt dich.
So eine „Beschützerin“ war auch Rahab. Heimlich versteckt sie 2 Fremde in ihrem Haus und lässt nicht zu, dass sie von ihren Verfolgern gefangen werden. Sie kümmert sich nicht darum, wer von den anderen Feind genannt wird. Sie weiß: jedes Leben ist wertvoll.
--> Vielleicht hat sie Jesus vorgezeigt , wie man mit Schwachen und Ausgestoßenen fühlt , dass Feinde auch Menschen sind und auf die zu achten, die sonst niemand achtet: Kranke, Arme, Kinder, Frauen......

RUT:

Rut ist eine treue und mitfühlende Frau. Sie lässt ihre Schwiegermutter Noemi nicht im Stich , geht mit ihr ins fremde Land und teilt ihre Armut. Die beiden Frauen halten zusammen,
bis sie im reichen Boas einen Beschützer und Freund finden. Boas heiratet Rut und wird der Vater ihrer Kinder.
--> In ihr hat Jesus ein Vorbild: sie ist treu und geht mit den Menschen, die ihr nahe stehen durch schwere und schöne Zeiten. Vielleicht hat Jesus von ihr das Talent zu bedingungsloser Freundschaft geerbt.

BATSEBA:
Batseba ist als einzige der 4 Stammmütter eine verheiratete Frau. Ihr eigener Name wird nur selten genannt: Sie ist die Frau Urijas, die dem mächtigen König David gefällt und die er haben will, auch wenn dafür Batsebas Mann sterben muss. Batseba wird nicht gefragt. Als ihr und Davids Baby stirbt, kommt der König zur Besinnung. Es sieht in Batseba jetzt einen Menschen, der Trost braucht und Achtung verdient. Batseba wird Königin und die Mutter
von König Salomo, der für seine Weisheit berühmt ist.
--> Vielleicht hat Jesus von ihr die aufrechte Haltung gelernt. Denn Jesus sagt von sich: „Ja ich bin ein König!“ als er gefangen und ohne Schutz vor Pilatus steht.

25.11.2003, Kinderliturgiekreis der Pfarre Linz, St. Konrad

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