Tuesday 7. February 2023
Liturgiebörse

Türen - Verssöhnungsgd

Türe

Das biblische Bild der "Tür" begleitet durch den adventlichen Versöhnungsgottesdienst

Vor der Feier wird ein Bild von einer geöffneten Tür projiziert und bleibt bis zu den Impulsen beim Nachdenken. Die Besinnungsimpulse sind für die Feier auszuwählen; sie sollten nicht zu zahlreich sein.

Zum Einzug: GL 901 (1/2) Tauet Himmel

Grußwort und lit. Eröffnung

Einleitende Worte

Nach Sinn und Ziel halten wir wieder Ausschau, diesmal an Hand des biblischen Bildes "Tür". - Zunächst wenden wir uns an Jesus Christus, der uns seine Gegenwart zugesagt hat.

Kyrierufe: GL 103 Tau aus Himmelshöhn, oder ein Chorlied zur Besinnung

Tagesgebet (angelehnt an den 3.Adventsonntag, Lesejahr B)
Gott, schau gütig auf dein Volk, auf uns: wir warten auf das Kommen unseres Herrn.
Mach unser Herz bereit für dein Geschenk: für die Erlösung, für die Befreiung:
denn Weihnachten soll für uns und für alle Menschen ein Tag der Freude und
der Zuversicht werden. Darum bitten wir im Hl. Geist durch Christus, unsern Herrn. Amen.

Lied: Chor

Besinnungsteil:

Eröffnungstext: (zu Bild "Tür")

Die Tür ist offen
Du darfst kommen und bleiben
dich niederlassen
loslassen
da sein wie du bist
und mit allem was du nicht bist und nicht hast
du darfst kommen und da sein
Beheimatet sein bei Menschen
deren Licht wärmer scheint
deren Tür offen steht
an deren Tisch immer Platz ist
Geschenke des Augenblicks sind
Momente des Glücks im Vorübergehen
ein Lächeln das wärmt
ein Blick der bejaht
ein Wort das tröstet
eine Geste die ermutigt
Du bist die Tür in meinem Leben
durch die ich verschwinde
eintauche mitten im Alltag
frei von allen Zwängen
Pflichten
Rollen
Du bist die Tür
in meinem Leben
durch die ich immer wieder zurückkehre

Instrumentalmusik

Bild "Tür" wegblenden

1.Teil:

Lektor/in: Lesung aus dem Buch Jesaja (61, 1.2a):
Der Geist des Herrn ruht auf mir; denn der Herr hat mich gesalbt.
Er hat mich gesandt, damit ich den Armen eine frohe Botschaft bringe und alle heile, deren Herz zerbrochen ist, damit ich den Gefangenen die Entlassung verkünde und den Gefesselten die Befreiung, damit ich ein Gnadenjahr des Herrn ausrufe.

Gedanken zum Nachdenken:

(Folie mit den folgenden Impulsen)

Gdl: ICH bin angefragt, meine Herzenstür, mein Denken,
mein Reden, mein Handeln. - Wir sind zum Nachdenken eingeladen.
Lektor/in: *
Wie bin ich, wenn ich mich selbst betrachte: verschlossen, mürrisch, den Launen nachgebend?

Lektor/in: *
Wieweit kreist vieles nur um das eigene Ich?
Was hält mich in mir selbst gefangen: Leidenschaften, Süchte, schlechte Gewohnheiten, Nachlässigkeit, Unverlässlichkeit?

Lektor/in: *
Wie kalt oder warm ist mein Herz - wovon lasse ich mich berühren,
was lasse ich zu, was verdränge ich, wieweit kann ich mich abgrenzen?

Stille

Bußruf: "Herr, erbarme dich" nach der Melodie "Herr, wir preisen dich"

2.Teil:

Lektor/in: Lesung aus dem Evangelium nach Johannes (Joh 10, 7-10)

Jesus spricht: Ich bin die Tür zu den Schafen. Alle, die vor mir kamen,
sind Diebe und Räuber; aber die Schafe haben nicht auf sie gehört.
Ich bin die Tür; wer durch mich hineingeht, wird gerettet werden; er wird
ein- und ausgehen und Weide finden.
Der Dieb kommt nur, um zu stehlen, zu schlachten und zu vernichten.
Ich bin gekommen, damit sie das Leben haben und es in Fülle haben.

Gedanken zum Nachdenken:

(Folie mit Impulsen)

GdL ICH bin angefragt, meine Herzenstür, mein Denken, mein Reden, mein Handeln. - Wir sind zum Nachdenken eingeladen.

Lektor/in: *
Welche Rolle spielt Jesus in mir? Wie weit lasse ich mich von seinem Wort führen und leiten, zum Beispiel: was ihr einem der Geringsten getan habt, das habt ihr mir getan. Was ihr dem Geringsten nicht getan habt, das habt ihr auch mir nicht getan.

Oder: Alles, was von anderen erwartet, das tut auch ihnen.

Lektor/in: *
Wie stehe ich zu seiner Einladung: kommt, nehmt und esst...und: Tut dies zu meinem Gedächtnis: das heißt: wie stehe ich zum Sonntag, wie gestalte ich den Sonntag, wie oft feiere ich die Messe mit, wann nehme ich die Einladung Jesu an und kommuniziere?

Lektor/in: *
Worin bin ich nachlässig, lau oder träge geworden?
Wie weit lasse ich mich vom allzu liberalen Zeitgeist prägen, der mir einflüstert: du brauchst nur nach deinem Bedürfnis leben, nur, wenn es dir taugt, die Messe mitfeiern?
Welchen Stellenwert hat dann Gott in Jesus noch? Ist er eine Randerscheinung? Bin ich selber wirklich so wichtig, dass Gottes Dienst immer mehr der Beliebigkeit zum Opfer fällt?

Stille

Bußruf: "Herr erbarme dich" nach der Melodie "Herr wir preisen dich"

3.Teil:

Lektor/in: Lesung aus dem Buch der Psalmen (Psalm 24 : Verse 1.3-6.9.10)

Dem Herrn gehört die Erde und was sie erfüllt, der Erdkreis und seine Bewohner.
Wer darf hinaufziehn zum Berg des Herrn, wer darf stehen an seiner heiligen Stätte?
Der reine Hände hat und ein lauteres Herz, der nicht betrügt und keinen Meineid schwört.
Er wird Segen empfangen vom Herrn und Heil von Gott, seinem Helfer. Das sind die Menschen, die nach ihm fragen, die dein Antlitz suchen, Gott Jakobs. Ihr Tore, hebt euch nach oben, hebt euch, ihr uralten Pforten, denn es kommt der König der Herrlichkeit.
Wer ist der König der Herrlichkeit? Der Herr der Heerscharen, er ist der König der Herrlichkeit.

Gedanken zum Nachdenken:

(Folie mit Impulsen)

Gdl ICH bin angefragt, meine Herzenstür, mein Denken, mein Reden, mein Handeln. - Wir sind zum Nachdenken eingeladen.

Lektor/in: *
Jeder Mensch wünscht sich, in sich selbst eins zu sein. Inwieweit stimmen bei mir Denken, Reden und Handeln überein?

Lektor/in: *
Wie steht es mit dem Umgang mit den Säulen für ein menschenwürdiges Miteinander: mit Gerechtigkeit, Barmherzigkeit, Heiterkeit des Herzens, Solidarität, Wahrhaftigkeit, Hilfsbereitschaft?

Lektor/in: *
Wem verweigere ich das Gespräch? Mit wem lebe ich in Streit oder in Feindschaft? Kann ICH nicht doch zuerst das versöhnliche Wort aussprechen, oder warte ich darauf, dass der andere dies zuerst tut?

Stille

Bußruf: "Herr erbarme dich" nach der Melodie "Herr wir preisen dich"
(W und A)

4.Teil:
Abschluss der Besinnung: Kurzes Gebet des Priesters

Gott, öffne mich für mich selber, für meine Nächsten, für Dich und Dein Ankommen. - Bitten wir um Sein Kommen, wenn wir miteinander die 5.Strofe des Liedes Nr. 107 singen:
Komm, mein Heiland, Jesus Christ, mein`s Herzens Tür dir offen ist.

Lied - GL 107/5.Str (Komm o mein Heiland...mein`s Herzens Tür dir offen ist)


Allgemeines Schuldbekenntnis

Wir haben uns Mühe gegeben, an Hand des biblischen Bildes "Tür" über uns nachzudenken. Wir haben versucht, Stolpersteine auf unserem Weg zu sichten, anzusehen, und wir haben versucht, EINEN Schritt der Veränderung zu finden.
Mit großem Vertrauen treten wir nun vor Gott, der uns ganz und gar kennt und der will, dass Leben gelingt. Deshalb wollen wir jetzt auch stehend vor Gott und voreinander aussprechen, dass wir Gutes unterlassen und möglicherweise auch Böses getan haben.
Wir sprechen das Allgemeine Schukdbekenntnis:

Alle: Ich bekenne.....

Vergebungsbitte und Friedensgruß

Der liebende Gott erbarme sich unser. Er vergebe uns unsere Sünden und unsere Schuld.
Er helfe uns, uns aufzurichten, er schenke uns die Gnade der Umkehr und eines guten
Neuanfanges. Er lasse uns leben mit einem geheilten und versöhnten Herzen.
Darum bitten wir durch Christus, unsern Bruder und Herrn. - A: Amen.

Einladung zum Friedensgruß

Weil Gott uns - wie es die Bibel ausdrückt, sein Heil schauen lässt, das ist die Versöhnung
im Herzen, die Vergebung, die Verzeihung, können wir gar nicht anders, als miteinander
seinen Wunsch weiter zu geben: Der Friede des Herrn sei allezeit mit euch. - A: Und mit deinem Geiste.


Dankgesang: GL 107 (1/2) Macht hoch die Tür

Vorsatz - Impuls

(Folie mit Impulsen)

Gdl Aus meinem Nachdenken über Öffnen und Schließen der Herzenstür kommen auch Gedanken, welcher Schritt zu Veränderung der nächste sein soll. - Ich beobachte nochmals im Stillen:

Worauf will ich in den nächsten Tagen im Denken, Reden und Handeln besonders achten?

Was will ich ändern und wie will ich dies versuchen?
Zum Beispiel: Ich will nach dem langen Streit das Wort sagen oder schreiben: "Ich werde über dich ab sofort kein böses Wort mehr verlieren",
oder: "Ich will mir bewusst Zeit für Gott nehmen - deshalb plane ich meine Zeit am Samstag und am Sonntag so, dass ich mir Zeit nehme für den Dienst, den Gott mir im Gottesdienst anbietet.?
Ich nehme mir jetzt EINEN Schritt vor.

Kurze Stille

Schlussgebet

Als versöhnte Menschen sind wir hier: Gott, wir danken für dein heilende und aufbauendes
Wort, für Jesus, deinen Sohn.
Lass uns in Frieden gehen, dorthin, wo unsere Mitmenschen leben, dorthin, wo noch Dunkelheit herrscht. Als deine Friedensboten lass uns an verschlossene Türen klopfen, und lass uns selber zur Wohnung für andere werden. Wohne und wirke in uns guter Gott, heute und an allen Tagen unseres Lebens, bis wir einmal für immer bei dir zu Hause sind.
Darum bitten wir durch Christus, unsern Bruder und Herrn. - A: Amen.

Segen und Entlassung

Orgel zum Auszug

10.12.2002, Pfarrer Rudi Wolfsberger

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