Sanierung des Daches der Bürgerspitalskirche Eferding
Das Dach der Bürgerspitalskirche musste auf Grund verschiedenster Schäden an Dacheindeckung und dem Dachgebälk saniert werden. Durch Schädlingsbefall, Wassereintritt und daraus refutierender Fäulnis waren die Schäden am Dachtragwerk zum Teil gravierend. Die Dachfläche besteht aus Dachziegeln verschiedener Epochen und Formate. Die ältesten Dachziegel sind gut 250 Jahre alt.
Die Arbeiten wurden diözesan im Herbst 2024 genehmigt, konnten aber witterungsbedingt, abgesehen von Notmaßnahmen im Jahr 2024, erst im April 2025 gestartet werden. Ziel war es, eine kostengünstige Lösung für die Pfarre zu finden. Daher wurde auch die Eignung des bestehenden Eindeckungsmaterials geprüft, nach eingehender Recherche und Planung konnte ein Konzept erarbeitet werden, bei dem ein Gutteil des vorhandenen Altmaterials wiederverwendet werden konnte. Dies spart nicht nur im Sinne der Schöpfungsverantwortung Ressourcen, sondern bewahrte das Erscheinungsbild im Sinne der Denkmalpflege und als Zeitzeugnis der Baugeschichte der Stadt. Nach Abschluss der Arbeiten konnte die Annahme der Kostenersparnis von gut einem Drittel gegenüber einer gänzlichen Neueindeckung in der Planungsphase auch belegt werden.
Insgesamt ergibt sich folgendes Ausmaß:
- ca. 800 m² Dachfläche
- davon ca. 250 m² Neumaterial, der Rest wird wiederverwendet
- Baudauer: ca. 4–5 Monate
Besonderes Highlight der Kirche ist einer der wenigen erhaltenen reinen Steinturmhelme aus gotischer Erbauungszeit (1430).
Weiters konnte im Zuge der Umdeckung auch ein Ziegel mit Eintragungen früher beteiligter Handwerker sichergestellt werden.