Veranstaltungsreihe
Gottsucherinnen des 20. Jahrhunderts
Im Rahmen von DIENSTAGABEND IM MARIENDOM / Musik & Wort laden wir im Frühling 2026 zu einer Reihe von drei Abenden, die großen Gottsucherinnen des 20. Jahrhunderts gewidmet ist. Alle drei kennzeichnet ein spezifisches Verständnis ihres Frau-Seins, alle drei beginnen ihre intellektuelle Entwicklung als säkulare Agnostikerin, alle drei finden zu einer Existenz als religiöse Msytikerin, alle drei widersetzen sich der Gewalt des Nationalsozialismus: zwei enden in einem NS-Vernichtungslager, eine stirbt entkräftet im Exil.
- 14. April 2026: Edith Stein
- 12. Mai 2026: Etty Hillesum
- 9. Juni 2026: Simone Weil
Simone Weil – „ Die Liebe ist der Blick der Seele“
Simone Weil (1909-1943) wurde in eine jüdische Familie in Paris geboren. Sie wurde Elitestudentin der Philosophie, engagierte sich als politische Aktivistin und nahm für eine kurze Periode am Spanischen Bürgerkrieg teil. Tastend wandte sich die bisherige Agnostikerin ab Mitte der 1930er-Jahren dem Christentum zu. Nach der Besatzung Frankreichs durch die Deutschen floh sie mit ihren Eltern und verbrachte die letzten Jahre in England, wo sie – von ihrem radikalen Engagement ausgezehrt – an Tuberkulose erkrankte und schließlich an Magersucht starb. Möglicheweise empfing sie kurz vor dem Tod die Taufe. Dies ist aber nicht zweifelsfrei gesichert.
Judith Hamberger bietet eine Begegnung mit Originaltexten dieser großen Denkerin und Mystikerin. Wolfram und Ursula Wincor (Violine und Virginal) begleiten den Abend musikalisch.