Veranstaltungsreihe
Gottsucherinnen des 20. Jahrhunderts
Im Rahmen von DIENSTAGABEND IM MARIENDOM / Musik & Wort laden wir im Frühling 2026 zu einer Reihe von drei Abenden, die großen Gottsucherinnen des 20. Jahrhunderts gewidmet ist. Alle drei kennzeichnet ein spezifisches Verständnis ihres Frau-Seins, alle drei beginnen ihre intellektuelle Entwicklung als säkulare Agnostikerin, alle drei finden zu einer Existenz als religiöse Msytikerin, alle drei widersetzen sich der Gewalt des Nationalsozialismus: zwei enden in einem NS-Vernichtungslager, eine stirbt entkräftet im Exil.
- 14. April 2026: Edith Stein
- 12. Mai 2026: Etty Hillesum
- 9. Juni 2026: Simone Weil
Etty Hillesum – „In mir ist ein ganz tiefer Brunnen"
Die jüdische Intellektuelle Etty Hillesum (1914-1943) war eine Gottsucherin in dunkelster Zeit. Ihr Leben und ihre Texte sind zugleich philosophische Lebenskunst, Mystik des Alltags und Ethik des Mitleidens. Am 7. September 1943 wurde sie gemeinsam mit ihren Eltern und ihrem Bruder mit einem Massentransport in das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau deportiert. Kurz nach der Abfahrt warf sie eine Postkarte aus dem Zug. Diese wurde von örtlichen Bauern gefunden und abgeschickt …
Es liest die Schauspielerin Bettina Buchholz. Der Regisseur Johannes Neuhauser führt in den Abend ein. Die Musik kommt von Leo Gaigg, der auf der Bassklarinette improvisiert.